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Nordwestmecklenburg Wolfgang Stein fährt seit 44 Jahren unfallfrei
Lokales Nordwestmecklenburg Wolfgang Stein fährt seit 44 Jahren unfallfrei
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21:10 16.01.2017
Grevesmühlen

/Wismar. Schnee, Blitzeis, Grenzkontrollen – Wolfgang Stein kann nichts aus der Ruhe bringen. Seit 44 Jahren ist der 62-jährige Berufskraftfahrer aus Wismar unfallfrei im In- und Ausland unterwegs. Die Verkehrswacht und Landrätin Kerstin Weiss (SPD) ehrten ihn und acht weitere Kollegen gestern für ihre vorbildliche Fahrweise. „Ihren Namen kennt in Flensburg niemand“, sagte die Landrätin anerkennend.

Sechs von den neun ausgezeichneten Fahrern sind in Andreas Wenhardts Firma „Kran Transport Wenhardt“ angestellt. Der Chef ist zurecht stolz auf seine Mitarbeiter. „Eine tolle Würdigung, dafür dass sie sich jeden Tag auf der Straße mit anderen Verkehrsteilnehmern rumärgern und trotzdem immer einen kühlen Kopf bewahren“, lobte er schmunzelnd.

Wolfgang Stein und seine Kollegen transportieren in ihren 18 Meter langen Lkw Langholz und andere Baustoffe bis nach Belgien, Holland oder Luxemburg. „Ich habe schon alles gefahren, außer Kleinkinder“, berichtet Stein. Die Fahrerkabine sei viele Nächte sein Wohnzimmer gewesen, sagt er und spricht damit auch für seine Kollegen. Vor der Wende fuhr Stein im sogenannten grenzüberschreitenden Verkehr.„Damals habe ich Möbel und Polstergarnituren bis nach Frankreich, Österreich und Schweden transportiert.“ Heute sind seine Touren kürzer geworden. Vor wenigen Tagen kehrte er von seiner jüngsten Fahrt aus Luxemburg zurück. Und wie bleibt ein Berufskraftfahrer so lange unfallfrei? Wolfgang Stein reagiert bescheiden auf die Frage und zuckt mit den Schultern:

„Immer das Gehirn einschalten, mit den Fehlern anderer rechnen und seine Umwelt genau beobachten.“ Sein Chef Andreas Wenhardt ergänzt: „Und auf keinen Fall immer auf das Navigationssystem hören.“ Mit den überlangen und überbreiten Lkw müssen seine Fahrer zweimal schauen, ob sie wirklich in einer kleinen Seitenstraße Platz finden. Hektik und Egoismus haben sich in den vergangenen Jahren auf deutschen Straßen gesteigert, darin waren sich alle Fahrer einig. Denis Anders fährt Schwerlasttransporte für die Firma Ewert. „Hierzulande herrscht weniger Akzeptanz als beispielsweise in Norwegen“, berichtet er.

Carolin Riemer

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