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Nordwestmecklenburg Wundenlecken nach der Landtagswahl Die Grünen und Linke sind vom Ergebnis enttäuscht / Gut gelaunt zeigte sich gestern die AfD-Nordwestmecklenburg
Lokales Nordwestmecklenburg Wundenlecken nach der Landtagswahl Die Grünen und Linke sind vom Ergebnis enttäuscht / Gut gelaunt zeigte sich gestern die AfD-Nordwestmecklenburg
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21:13 05.09.2016

GVM (Gymnasium)

e Wahlkreis 27

e Zweitstimme in %

2016

SPD

36,9

CDU

17,0

AfD

23,1

Linke

11,1

Grüne

2,7

FDP

1,5

NPD

3,1

Sonst.

4,6

e Wahlbeteiligung 51,9 %

KALKHORST (Kulturhaus)

e Wahlkreis 27

e Zweitstimme in %

2016

SPD

36,5

CDU

12,6

AfD

20,4

Linke

17,4

Grüne

4,3

FDP

3,0

NPD

3,0

Sonst.

2,8

e Wahlbeteiligung 46,0

BERNSTORF

e Wahlkreis 27

e Zweitstimme in %

2016

SPD

23,4

CDU

18,8

AfD

20,1

Linke

14,9

Grüne

5,8

FDP

2,6

NPD

9,7

Sonst.

4,7

e Wahlbeteiligung 59,4

UPAHL

e Wahlkreis 27

e Zweitstimme in %

2016

SPD

31,9

CDU

18,9

AfD

22,6

Linke

11,6

Grüne

2,3

FDP

2,7

NPD

4,8

Sonst.

5,2

e Wahlbeteiligung 52,1

ROGGENSTORF

e Wahlkreis 27

e Zweitstimme in %

2016

SPD

30,5

CDU

17,3

AfD

18,2

Linke

17,7

Grüne

6,4

FDP

2,7

NPD

2,3

Sonst.

4,9

e Wahlbeteiligung 59,6

SCHÖNBERG (Rg. Schule)

e Wahlkreis 27

e Zweitstimme in %

2016

SPD

38,5

CDU

10,3

AfD

19,7

Linke

18,6

Grüne

2,5

FDP

3,8

NPD

2,2

Sonst.

4,4

e Wahlbeteiligung 36,0

RÜTING

e Wahlkreis 27

e Zweitstimme in %

2016

SPD

31,0

CDU

27,7

AfD

17,7

Linke

10,3

Grüne

4,4

FDP

2,2

NPD

1,8

Sonst.

4,9

e Wahlbeteiligung 58,8 %

PLÜSCHOW

e Wahlkreis 27

e Zweitstimme in %

2016

SPD

41,7

CDU

15,8

AfD

15,8

Linke

12,7

Grüne

3,9

FDP

2,6

NPD

3,1

Sonst.

4,4

e Wahlbeteiligung 57,4 %

STEPENITZTAL (Gm.haus)

e Wahlkreis 27

e Zweitstimme in %

2016

SPD

31,6

CDU

23,1

AfD

20,5

Linke

11,1

Grüne

5,1

FDP

0,9

NPD

0,9

Sonst.

6,8

e Wahlbeteiligung 47,4

SELMSDORF (Feuerwehr)

e Wahlkreis 27

e Zweitstimme in %

2016

SPD

39,9

CDU

16,9

AfD

21,6

Linke

7,2

Grüne

5,2

FDP

4,1

NPD

1,8

Sonst.

3,3

e Wahlbeteiligung 51,4

DASSOW (Dornb.halle)

e Wahlkreis 27

e Zweitstimme in %

2016

SPD

36,5

CDU

20,0

AfD

20,6

Linke

11,9

Grüne

2,2

FDP

2,2

NPD

2,6

Sonst.

4

e Wahlbeteiligung 43,4

KLÜTZ (Reg. Schule)

e Wahlkreis 27

e Zweitstimme in %

2016

SPD

34,6

CDU

19,1

AfD

20,7

Linke

14,0

Grüne

3,7

FDP

1,2

NPD

2,6

Sonst.

4,1

e Wahlbeteiligung 42,1

MENZENDORF

e Wahlkreis 27

e Zweitstimme in %

2016

SPD

36,0

CDU

18,9

AfD

22,5

Linke

8,1

Grüne

4,5

FDP

4,5

NPD

1,8

Sonst.

3,7

e Wahlbeteiligung 52,4

BOLTENHAGEN (Schule)

e Wahlkreis 27

e Zweitstimme in %

2016

SPD

36,5

CDU

19,8

AfD

18,5

Linke

13,3

Grüne

4,4

FDP

2,1

NPD

1,9

Sonst.

3,5

e Wahlbeteiligung 54,2 %

TESTORF-STEINFORT

e Wahlkreis 27

e Zweitstimme in %

2016

SPD

29,6

CDU

22,1

AfD

19,6

Linke

7,1

Grüne

5,7

FDP

1,4

NPD

2,1

Sonst.

12,4

e Wahlbeteiligung 56,5

Der Morgen danach. Tino Schwarzrock sitzt am Rechner, auf dem Bildschirm die Ergebnisse der Wahlen in den einzelnen Landkreisen und Städten. Neben der Tastatur eine Tasse Kaffee. „Dass es knapp würde, das war uns klar“, sagt der Grüne. Die Enttäuschung sei dennoch groß. Bis zuletzt mussten die Grünen bangen. Am Ende hat es nicht gereicht für den Wiedereinzug ins Schweriner Schloss.

Mit dem Ergebnis in Wismar ist Schwarzrock durchaus zufrieden. Hier liegen die Grünen mit 5,4 Prozent der Stimmen über dem Landesdurchschnitt. „Mich bestärkt das darin, im Kreistag und in der Bürgeschaft mit Engagement weiterzuarbeiten.“ Ohnehin müssten die Grünen daran arbeiten, sich kommunalpolitisch mehr zu verwurzeln.

Ohne Bodenhaftung turnt Tilo Gundlack am Morgen danach auf der Leiter. Seit halb neun hängt er Wahlplakate ab. 40,6 Prozent der Erststimmen hat er in Wismar geholt. „Die Anspannung lässt so langsam nach.“ Ein harter Wahlkampf sei das gewesen, eine neue Erfahrung. „Ich habe nicht gegen einen Kandidaten gekämpft, sondern gegen eine Stimmung“, sagt Gundlack. Und, dass er aus dieser Erfahrung lernen will. „Ich habe neue Ideen, wie ich noch näher an den Bürger herantreten kann, die Politik an die Frau und an den Mann bringen kann.“ Sie alle, sagt Gundlack und meint Grüne, Linke, CDU, FDP und SPD, müssten die Augen nun noch besser aufmachen.

„Dass die so hoch drin sind“, raunt ein Mann vorbei an Kaugummis über den Tresen in Richtung Horst Krumpen. Der Linke liegt weit abgeschlagen hinter SPD, AfD und CDU. Entspannt und ruhig sei er dennoch, sagt er. „Ich bin sehr viel in Kontakt mit Menschen und habe mit dem Ergebnis gerechnet.“ Die Linken seien mit einer bestimmten Haltung zum alles überlagernden Thema, der Flüchtlingspolitik, angetreten. „Für diese Haltung gab es offenbar weniger Zustimmung als wir uns das gewünscht haben“, resümiert Krumpen. Das ändere aber nichts daran, dass die Linke auch weiterhin diese Haltung vertritt. „Wir werden weiterhin für ein tolerantes, weltoffenes Mecklenburg-Vorpommern eintreten.“

Gut gelaunt ist Christoph Grimm. Der Rechtsanwalt aus Damshagen sitzt künftig für die AfD im Schweriner Landtag. „Ja, wir haben gefeiert, aber ich hatte auch mit einem Erfolg gerechnet“, sagt Grimm.

Der Nordwestmecklenburger will auch weiterhin als Jurist arbeiten. „Mein Mandat behalte ich, aber ich muss natürlich sehen, was neben der politischen Arbeit machbar und möglich ist.“ Er sei im Moment froh, dass die Wahlkampfzeit vorbei ist. „Das war nicht immer einfach, ich bin von Mitgliedern der Antifa angegriffen und beleidigt worden.“ Künftiges Ziel von Christoph Grimm ist die innere Politik in Mecklenburg-Vorpommern. „Und ich will mich dafür einsetzen, dass die Bürger mehr mitbestimmen können. Die Gerichtsstrukturreform muss geändert werden, das Amtsgericht in Grevesmühlen wieder Amtsgericht werden.“

Enttäuschung herrscht nach der Wahl in den Reihen der CDU. Christiane Berg aus Groß Stieten hat trotz der schlechten Werte der Christdemokraten den Einzug in den Landtag geschafft. „Ich gebe es offen zu, dass ich traurig bin über das Ergebnis“, erklärt die Politikerin. „Es war schon im Wahlkampf schwierig, die Leute haben die CDU im Land immer wieder mit der Flüchtlingspolitik der Bundes-CDU zusammengebracht, da war es oftmals schwer, mit Argumenten zu agieren.“ Den Erfolg der AfD sieht Christiane Berg mit Skepsis. „Eine politische Zusammenarbeit kann ich mir nicht vorstellen, es sei denn, die Partei distanziert sich von den extremen Forderungen. Aber daran glaube ich eher nicht.“

Nicole Buchmann und Michael Prochnow

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