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Nordwestmecklenburg Zehn Jahre Arbeit am Kindheitstraum
Lokales Nordwestmecklenburg Zehn Jahre Arbeit am Kindheitstraum
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21:16 28.04.2016
Für Andrea Gabriel-Vogt dreht sich das ganze Leben um die Pferde. Seit zehn Jahren betreibt sie den Reiterhof in Boltenhagen. Quelle: M. Behnk

Ausritte in die Natur an der mecklenburgischen Ostseeküste, Reitstunden, therapeutische Übungen auf dem Pferderücken, Kutschfahrten — all das bietet der Reit- und Fahrhof Gabriel in Boltenhagen seit einem Jahrzehnt. Am Sonntag, 1. Mai, ist es genau zehn Jahre her, dass Andrea Gabriel-Vogt (39) sich einen Kindheitstraum erfüllte und den Reiterhof an der Ostseeallee von der Gemeinde gekauft hat. Das kleine Jubiläum fällt genau auf den bundesweiten „Tag der offenen Stalltür“, an dem sich der Hof regelmäßig beteiligt. „Deswegen werden wir das Zehnjährige am 21. Mai mit Geschäftspartnern und Freunden nachholen“, sagt die Betreiberin des Reiterhofes.

Vor zehn Jahren musste sie sich zunächst einmal an die damals fast neuen Gebäude und das Gelände gewöhnen. „Wir haben erst mal ausprobiert, was sich alles realisieren lässt“, sagt sie. So wurde eine Leidenschaft nach kurzer Zeit wieder aufgegeben — die Pferdezucht wurde eingestellt. „Stattdessen haben wir uns darauf konzentriert, ein Pensionsstall zu sein“, berichtet Andrea Gabriel-Vogt. Heute gehört ihr etwa die Hälfte der Pferde, die andere Hälfte sind Pferde, deren private Besitzer regelmäßig zum Reiten kommen, aber keinen Platz für einen eigenen Stall besitzen. Vor zehn Jahren nahm Andrea Gabriel-Vogt auch Therapeutisches Reiten mit in ihr Angebot auf. Dafür absolvierte sie eine spezielle Zusatzausbildung. „Heute kommen mindestens an drei Vormittagen pro Woche Gruppen oder Einzelpersonen, die therapeutische Übungen auf dem Pferd machen“, sagt sie. Ganzjährige Kremserfahrten und der Reitunterricht gehören auch zum Angebot des Hofes. Außerdem kommen im Sommer jedes Jahr Ferienkinder, die nicht nur reiten, sondern auch mit anderen Angeboten ihre Freizeit genießen wollen. Was das angeht, wird Andrea Gabriel-Vogt von ihrer Schwester und ihren Eltern unterstützt.

Ob während der vergangenen zehn Jahre etwas besonders positiv in ihrem Gedächtnis geblieben ist, kann sie nicht genau sagen. „Höhepunkte sind eigentlich immer, wenn die Leute zufrieden sind und sagen, es war toll hier“, sagt sie. Eine Sache fällt ihr aber doch ein: „Als Lorenzo, der fliegende Franzose hier war, das war spannend.“ Andrea Gabriel-Vogt hatte den französischen Showreiter, der mit zwölf Pferden aus Finnland kam und Zwischenstation auf ihrem Hof machte, erst gar nicht erkannt. Dabei ist er den Besuchern von Reit- und Pferdemessen durchaus bekannt. „Gäste haben danach gestaunt, dass er hier bei uns war“, sagt Andrea Gabriel-Vogt.

Dem Neubeginn an der Ostseeallee vor zehn Jahren liegt allerdings ein tragisches Ereignis zugrunde. Bereits 1999 war der Reitstall, den die Familie Gabriel auf dem Gelände des Regenbogen Camps betrieb, abgebrannt. Inzwischen blickt Andrea Gabriel-Vogt längst nach vorn — und da steht als nächstes der „Tag der offenen Stalltür“ an. Geplant sind Wettbewerbe im Dressurreiten und am Führzügel.

Ein Höhepunkt wird das Springreiten in Kostümen. Dafür verkleiden sich die reitenden Kinder, auch einige der Pferde werden kostümiert. „Wir wollen den Kindern, die bei uns Reitunterricht haben, die Möglichkeit bieten, ihr Können vor Familie und Freunden zu zeigen“, sagt Andrea Gabriel-Vogt.

Meldeunterlagen für die Reiterwettbewerbe am 1. Mai und weitere Informationen sind auf der Internetseite des Reiterhofes zu finden.

• www.boltenhagen-reiterhof.de

Von Malte Behnk

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