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Nordwestmecklenburg Zierow soll bald attraktiver werden
Lokales Nordwestmecklenburg Zierow soll bald attraktiver werden
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20:22 30.05.2016
Frank Weinmar (2. v. l.) vom Ingenieurbüro ITS aus Wismar erläutert, wie die Kreisstraße 22 künftig ausgebaut werden soll. Quelle: Norbert Wiaterek

Die Zierower wollen ihren staatlich anerkannten Erholungsort attraktiver machen und deshalb den Park- und den Dorfplatz sowie den Sportplatz neu gestalten, wohl wissend, dass sich mehrere Grundstücke nicht im Eigentum der Gemeinde befinden. „Wir haben im Bereich Dorfplatz extrem komplizierte Eigentumsverhältnisse. Aber wir wollen den Bereich vor dem Strand ordnen und müssen uns Gedanken darüber machen, was wir wollen“, sagte Bürgermeister Franz-Josef Boge (Aktive Bürger Zierow/ABZ) jetzt während der Gemeindevertretersitzung. „Dazu brauchen wir Ideen und eine Grundsatzplanung.“

Thomas Hadan vom Ingenieurbüro Hadan und Schmidt aus Wismar schlug vor, Teile der Strandstraße mit einem Brechkiesgemisch auszubessern und vor dem Parkplatz in Ostseenähe Wildstauden und Sträucher zu pflanzen. Hinter dem Imbiss am Strand könnte der Dorfplatz mit Sitzgelegenheiten aus Holz und einer ansprechenden Bepflanzung entstehen. Ärgerlich seien derzeit Autos, die auf dem Parkplatz über Baumwurzeln fahren. „Unser Baumbestand ist ein Pfund, mit dem wir wuchern können“, gab Stefan Langer vom Bauausschuss zu bedenken. „Auf diesem Aufenthaltsplatz haben Autos nichts zu suchen!“ Als mögliche Summe für die Baumaßnahmen wurden 230000 Euro genannt.

Für den Sportplatz schlug Hadan einen etwa 50 mal 70 Meter großen Naturrasenplatz, nutzbar für Sportveranstaltungen und Dorffeste, vor, außerdem eine zehn mal zehn Meter große Streetballfläche, eine BMX-Anlage aus Beton mit Rampen und ein Beachvolleyballfeld. Die Maximalvariante kostet die Gemeinde rund 300000 Euro brutto. „Wir müssen unsere Planungen so vorbereiten, dass wir Fördermittel erhalten können“, erklärte Boge.

Etwa 108000 Euro soll der Ausbau des Weges in Richtung Strand kosten. Die Gemeinde Zierow hofft hier im kommenden Jahr auf eine Förderung gemäß der Richtlinie Integrierte Ländliche Entwicklung

MV (Iler) in Höhe von 86400 Euro. Allerdings hat Zierow 25 Prozent der Fördersumme, also 21600 Euro, selbst zu tragen, sodass die Gemeinde effektiv nur 64800 Euro Fördermittel erhalten würde. Ein für dieses Jahr gestellter Iler-Antrag war nicht genehmigt worden.

Die Kreisstraße 22 zwischen Wismar und Zierow wird 2017 ausgebaut. Klar ist, dass sie nach der Erneuerung ins Eigentum der Gemeinde Zierow übergeht. Doch bis es so weit ist, gibt es noch viel zu bedenken. Frank Weinmar vom Wismarer Ingenieurbüro für Tief- und Straßenbau (ITS) stellte den Zierower Gemeindevertretern das Vorhaben noch einmal detailliert vor.

„Die Straße wird so gebaut, wie es der Landkreis will. Aber wir können entscheiden, welche Extras wir haben möchten“, sagte der Bürgermeister. Möglich ist es, dem Wunsch der Gemeinde zu entsprechen und am Ortseingang aus Richtung Wismar eine Verkehrsinsel zu errichten. Damit soll erreicht werden, dass Fahrzeuge ihre Geschwindigkeit drosseln. Für diese zusätzliche Baumaßnahme inklusive breiterer Straße müsste die Gemeinde etwa 35000 Euro zahlen. „Wichtig ist, dass wir dann mit dem versiegelten Natursteinpflaster lange Ruhe haben und uns zum Beispiel nicht um Unkraut kümmern müssen, das auf der Verkehrsinsel wuchert“, betonte Stefan Langer.

Die Zierower wünschen sich im Vorentwurf außerdem unter anderem einen Fußweg zwischen Amselweg und Sportplatz, ein Kabel für die Straßenbeleuchtung und Leerrohre unter der Straße zwischen dem Abzweig Am Schwanenteich und dem Sportplatz. Hochborde wird es laut Frank Weinmar nicht geben, aber befestigte Bankette, die befahrbar sind. Der Ausbau der wichtigen Straße soll im kommenden Jahr erfolgen.

Ein genauer Termin steht noch nicht fest.

Norbert Wiaterek

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