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Zierow will den Sportplatz schick machen

Zierow Zierow will den Sportplatz schick machen

Kleinspielfeld für Fußball, Streetballanlage und Sitzgelegenheiten sollen die Fläche aufwerten.

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Der Sportplatz in Zierow verdient seinen Namen im Grunde nicht mehr. Er ist nicht viel mehr als eine Wiese mit zwei selbst gezimmerten, schon in Auflösung befindlichen kleinen Toren. Nun plant die Gemeinde eine Neugestaltung.

Quelle: Fotos: Sylvia Kartheuser, Norbert Wiaterek (2)

Zierow. Der Sportplatz von Zierow ist im Grunde nur noch eine Wiese mit zwei selbst gebauten Toren, von denen sich eines schon in Auflösung befindet. „So wie der Platz jetzt ist, ist er eigentlich unbespielbar“, stellt der Gemeindevertreter und Bauausschussvorsitzende Stefan Langer (Aktive Bürger Zierow/ABZ) fest. Dieser Zustand soll bald Vergangenheit sein.

LN-Bild

Kleinspielfeld für Fußball, Streetballanlage und Sitzgelegenheiten sollen die Fläche aufwerten.

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Die Gemeindevertreter haben einstimmig den Grundsatzbeschluss für eine Umgestaltung gefasst.

„Wir haben ein Sammelsurium an Ideen, was gemacht werden könnte. Mit diesem Beschluss, der sie ordnet, gehen wir jetzt an den Start“, sagte Bürgermeister Franz-Josef Boge (ABZ). In der Vorlage sind erst einmal sieben Punkte aufgeführt. Danach soll ein Fußball-Kleinspielfeld in Naturrasen hergestellt werden und zudem eine Streetballfläche. Auch der derzeit nur als Schotterfläche vorhandene Parkplatz soll verbessert werden. Spielbereich und Stellflächen könnten eine Abgrenzung bekommen, eventuell durch Pflanzen. Weitere Überlegungen: Sitzmöglichkeiten zu schaffen und einen natürlichen Windschutz, beispielsweise durch eine Hecke.

Außerdem legt die Beschlussvorlage nahe, die Pappeln am Spielfeldrand abzunehmen. Eine umstrittene Idee. „Die Bäume müssen nicht zwingend gefällt werden“, erklärte Stefan Langer. Er sprach sich dafür aus, erst zu prüfen, wie es um deren Standsicherheit bestellt ist und dann zu entscheiden. Zierows Bürgermeister verwies hingegen darauf, „dass Pappeln nur eine begrenzte Lebenserwartung von etwa 40 Jahren haben“. Und dieses Alter hätten die Bäume am Sportplatz erreicht. Der Bauausschussvorsitzende widersprach: „Es kann doch nicht nur um das Alter gehen. Wenn ein Baum noch gesund und standsicher ist, sehe ich keinen Grund, ihn zu fällen.“ Dem stimmten die Gemeindevertreter zu. Einig waren sich alle in dem Punkt, dass Ersatz gepflanzt wird, wenn die Pappeln letztlich doch abgenommen werden müssten. „Sie bilden ja auch einen Windschutz“, sagte Gemeindevertreterin Silvia Seelig (ABZ).

Für Stefan Langer hat ein Punkt Priorität: „Der Sportplatz muss auch für andere Veranstaltungen erhalten bleiben.“ Das hatte das Dorffest Anfang Juli einmal mehr deutlich gemacht. „Das Interesse war wieder groß und es kamen viele Besucher“, sagte Silvia Seelig vom Sozial- und Kulturausschuss.

Bereits im Mai hatte Thomas Hadan vom Ingenieurbüro Hadan und Schmidt aus Wismar den Gemeindevertretern für den Sportplatz eine umfassende Neugestaltung vorgeschlagen. Darin enthalten waren auch eine BMX-Anlage mit Rampen und ein Beachvolleyballfeld. Alles in allem hätte die Maximalvariante die Gemeinde brutto etwa 300000 Euro gekostet. Eindeutig zu viel für Zierow. Wie teuer die jetzt abgespeckte Variante wird, steht noch nicht fest. „Aber ich denke, wir sind von den ursprünglich sehr, sehr hohen Finanzplanungen doch sehr weit, auf ein vernünftiges Maß abgerückt“, fasste Stefan Langer die neuen Pläne zusammen.

Zierows Gemeindevertreter beschlossen, dass die Umgestaltung des Sportplatzes weiterhin in den Händen des Wismarer Ingenieurbüros liegen soll. Doch bevor das mit den konkreten Planungen beginnen kann, muss das Maßband herausgeholt werden. „Damit wir überhaupt wissen, wie viel Platz wir haben, müssen wir als Allererstes die Fläche vermessen lassen“, sagte Franz-Josef Boge. Der Bürgermeister hofft, dass schon im Herbst erste Arbeiten für die Neugestaltung erfolgen können. „Und wenn dann alles wieder schick ist, spielen die Kinder aus den Wohnblöcken vielleicht auch wieder auf dem Sportplatz und nicht an Bushaltestellen.“

 Sylvia Kartheuser

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