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Nordwestmecklenburg Zu viel Wasser: Straße abgesackt
Lokales Nordwestmecklenburg Zu viel Wasser: Straße abgesackt
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18:16 27.02.2016
Die Straße ist abgesackt, der Unterbau aufgeweicht. Ein Gutachter soll die Schäden bewerten. Fotos (2): Steffen Oldörp

Nichts geht mehr seit Dienstag auf dem kürzesten Weg von Lockwisch nach Schönberg über Rupensdorf. Die Gemeindestraße ist gesperrt (die LN berichteten).

Ein Durchfahrtsverbotsschild und zwei rot-weiße Absperrungen machen eine Durchfahrt unmöglich. „Die Straße ist abgesackt und steht unter Wasser“, sagt Antje Kopp vom Amt Schönberger Land. Genaueres will das Amt klären lassen. „Wir müssen durch ein Fachbüro den Umfang des Schadens und die Frage untersuchen lassen, weshalb die Straße unter Wasser steht“, so Antje Kopp weiter.

Fest steht schon jetzt: Der Boden neben und unter der Straße ist extrem aufgeweicht, der Asphalt an mehreren Stellen deshalb gerissen. „Dadurch ist die Tragfähigkeit nicht mehr gewährleistet“, erklärt Kopp. Wie lange die Straße noch gesperrt bleibt, sei deshalb noch völlig unklar.

Zurzeit ist es nach Angaben von Bürgermeister Reiner Behrens einfach zu gefährlich, dort zu fahren. „Die Gefahr ist zu groß, dass dort Autos absacken können. Vor allem bei Gegenverkehr.“ Er hält die Sperrung durch das Amt deshalb für gerechtfertigt. „Ich will die Verantwortung dafür nicht übernehmen, wenn ein Auto im Graben liegt“, erklärt Behrens.

Für Lockwischs Bürgermeister ist die Sperrung kein allzu großes Problem. „Wir haben ja noch eine andere Möglichkeit, um nach Schönberg zu kommen.“ Für viele Lockwischer heißt das jetzt: Sie müssen über Petersberg nach Schönberg fahren. Die Strecke ist gut zwei Kilometer länger, dafür aber breiter und weniger kurvenreich. Für einen ansässigen Landwirt ist die Straßensperrung auf dem landwirtschaftlichen Weg ebenfalls nicht weiter „dramatisch“, sagt er auf Anfrage. „Ich komme trotzdem zu meinen Feldern.“ Zu einem größeren Problem könnte die kaputte Straße, die zu Teilen zu Lockwisch und zu Schönberg gehört, allerdings für Lockwisch werden.

Die Gemeinde schreibt seit Jahren rote Zahlen, ist ständig knapp bei Kasse. Bürgermeister Rainer Behrens hofft deshalb, dass die Sanierung des Asphalts die angespannte Haushaltslage nicht noch mehr verschlimmert. „Wir müssen schauen, wollen erst einmal einen Gutachter einschalten. Dann sehen wir weiter.“ Ein Experte soll laut Behrens herausfinden, wer für den Schaden verantwortlich ist. Der Gutachter soll auch feststellen, warum sich das Wasser gerade an der Stelle so stark gestaut und die Straße unterspült hat. Das Amt in Schönberg will deshalb prüfen lassen, ob sich dort möglicherweise Oberflächenwasser von Feldern angesammelt hat oder gar auf die Straße geleitet wurde. Laut Straßen- und Wegegesetz des Landes ist das nämlich verboten.

Steffen Oldörp

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