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Nordwestmecklenburg Zu wenig Jugendliche für den Arbeitsmarkt
Lokales Nordwestmecklenburg Zu wenig Jugendliche für den Arbeitsmarkt
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21:12 01.08.2017

Kaum Veränderungen hat es auf dem Arbeitsmarkt gegeben. Im Bereich der Agentur für Arbeit Grevesmühlen stieg die Arbeitslosenquote im Juli gegenüber dem Juni um 0,1 auf 5,1 Prozent an, die Zahl der Erwerbslosen erhöhte sich um 16 Personen auf 1201 Frauen und Männer. Grevesmühlen behauptete dennoch Platz eins im Ranking der Agenturen des Geschäftsstellenbezirkes Schwerin. Auf den weiteren Plätzen folgen Hagenow mit einer Quote von 5,3 Prozent und Ludwigslust mit 5,5 Prozent. Schlusslicht ist Wismar mit 7,8 Prozent.

„Für den Monat sind die Zahlen gut“, meint Marco Eggert (45). So gab es nach Aussage des stellvertretenden Teamleiters zum einen gegenüber dem Vorjahresmonat einen Rückgang um 72 Arbeitslose.

Außerdem hätten jetzt viele Jugendliche gerade ihre Schulzeit beendet, davon einige aber noch keinen Ausbildungsbetrieb gefunden. Oder sie haben die Ausbildung gerade beendet und suchen derzeit noch einen Arbeitsplatz. All das schlägt sich in der aktuellen Statistik nieder. Waren im Juni insgesamt 112 Personen im Alter von 15 bis 25 Jahren arbeitslos gemeldet, sind es Ende Juli dann 126

Personen gewesen.

Die hohe Nachfrage an Arbeitskräften hält indes, so Eggert weiter, nach wie vor an. Das spiegelt sich auch in den vielen offenen Stellen wider. Ihre Zahl ist zum Vorjahresmonat um 57 auf 440 gestiegen. Darunter befinden sich nach Aussage des stellvertretenden Teamleiters viele Kfz-Mechatroniker. Aber auch die Diakonie sucht zum Beispiel mehrere Heilerzieher und Erzieher.

Wie ein roter Faden durchzieht sich auch der Mangel an Arbeitskräften im Handwerk. Gelernte Elektriker, Maurer, Trockenbauer und Tischler werden hier ebenso wie Hilfskräfte gesucht.

Auch die Betriebe im Hotel- und Gaststättengewerbe sind unverändert auf der Suche nach Arbeitskräften. Hier fehlt es an Köchen ebenso wie an Restaurant- und Hotelfachleuten. Eine Besserung scheint momentan nicht in Sicht. Denn allein in Nordwestmecklenburg werden nach Darstellung von Eggert noch 13 Lehrlinge für eine Ausbildung zum Koch gesucht.

„Aufgrund der geburtenschwachen Jahrgänge haben wir derzeit nicht genug Jugendliche“, erklärt Eggert. Da die Betriebe dennoch dringend Arbeitskräfte benötigen, sollten sie nach seiner Aussage auch die Fördermöglichkeiten der Agentur für Arbeit nutzen, um Erwerbslose einzustellen. Fehlen hier die notwendigen Qualifikationen, kann die Agentur unterstützend wirken. Wer dazu Fragen hat oder Hilfe benötigt, kann sich gern an den Arbeitgeber-Service wenden.

dh

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