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Nordwestmecklenburg Zu wenig Löschwasser in den Dörfern
Lokales Nordwestmecklenburg Zu wenig Löschwasser in den Dörfern
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20:21 07.04.2017

In der Gemeinde Lüdersdorf gibt es Probleme mit der Löschwasserversorgung. „Die ist mangelhaft“, sagt Thomas Ewald-Nifkiffa, Wehrführer der Ortswehr Boitin-Resdorf/Neuleben. „Speziell in Groß Neuleben ist die Situation sehr prekär“, warnt der Feuerwehrchef.

Nifkiffa will keine Angst schüren, gibt aber unumwunden zu: Bei einem Feuer könnte es brenzlig werden. Der Grund: „Die Hydranten fördern einfach nicht genug Wasser, um im Ernstfall damit löschen zu können.“ Sollte es tatsächlich mal brennen, müssten mehrere hundert Meter lange Löschleitungen gekuppelt werden. „Das kostet natürlich Zeit“, weiß Nifkiffa. Um die Löschwasserversorgung in Groß

Neuleben einigermaßen in den Griff zu bekommen, muss laut Wehrführer unbedingt eine Zisterne gebaut werden. Ein 100 Kubikmeter großer Wasserspeicher kostet nach Angaben von Anja Surkamp vom Amt Schönberger Land rund 70000 Euro. Laut Nifkiffa würde eine Zisterne die Sorgen der Brandschützer in Groß Neuleben aber lediglich beruhigen. „Dann wäre die Löschwasserversorgung verbessert, aber noch nicht ausreichend", betont der Wehrführer. Groß Neuleben ist ein sehr langgezogenes Dorf. „Deshalb bräuchten wir eigentlich zwei Zisternen.“

Bekannt ist das Problem in dem Ort seit mehr als zwei Jahren. Geändert hat sich an der angespannten Löschwasserversorgung bislang nichts. Das liegt oft an der Grundstücksfrage, sagt Gemeindewehrführer Michael Schinke. Er sagt: „Teilweise muss in den Orten darüber nachgedacht werden, ob man private Grundstücke für Zisternen nutzen kann oder Teiche wieder regeneriert, damit in den Dörfern wieder ausreichend Wasser zur Verfügung steht.“ Schlaflose Nächte brauchen Einwohner aber nicht zu haben, versucht es Gemeindewehrführer Michael Schinke mit Optimismus: „Wir konnten bislang noch jedes Feuer in der Gemeinde löschen.“

Steffen Oldörp

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