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Nordwestmecklenburg Zum 100. Geburtstag ein Ständchen für Elsa Merten
Lokales Nordwestmecklenburg Zum 100. Geburtstag ein Ständchen für Elsa Merten
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21:25 17.12.2015
Elsa Merten feierte gestern in Klütz ihren 100. Quelle: Malte Behnk

Gestern vor 100 Jahren wurde Elsa Merten in Jekaterinowka im heutigen Moldawien geboren. Ihren 100. Geburtstag feierte die Jubilarin gestern mit ihrer Tochter Ulla Biskupek und den drei Enkeln in der Seniorenwohnanlage des Deutschen Roten Kreuzes „Uns Hüsung“ in Klütz.

Dorthin ist Elsa Merten im August dieses Jahres von Gadebusch umgezogen. „Ich gewöhne mich um. Langsam aber sicher gefällt es mir hier gut“, sagte die Hundertjährige, die im Ersten Weltkrieg geboren wurde und mit der Familie in die Prignitz flüchtete. Dort arbeitete sie lange als Köchin in einem Hotel , als sie ihren Mann Emil kennen lernte, den sie 1936 heiratete. Doch der Krieg trennte das junge Ehepaar für Jahre. Schließlich kamen die drei Enkel zur Welt, um die sich Elsa Merten immer gerne kümmerte. „Sie kamen in den Ferien immer zu mir. Da konnten sie im Garten spielen“, erinnerte sich die Jubilarin. „Ich hatte immer ein Beet mit Gemüse, an das dürften sie nicht ran. Das zweite Beet war ganz für die Enkel. Da durften sie auch naschen“, berichtet sie von den Ferienaufenthalten der Enkel. Die erinnern sich noch, dass sie bei der Großmutter viele Freiheiten hatten, es aber auch strenge Regeln gab. So durften sie zwar bis mittags ausschlafen aber Schimpfwörter waren ein völliges Tabu. „Geflucht wurde bei mir nicht“, sagte Elsa Merten. Da habe ein strenger Blick gereicht und die Kinder wussten, dass sie etwas falsch gemacht hatten.

Den Enkelsöhnen schickte die fürsorgliche Omi, wie Elsa Merten in der Familie genannt wird, Fresspakete in die Kaserne, was bei den jungen Männern in guter Erinnerung geblieben ist. Viele Rezepte der Großmutter werden heute in der ganzen Familie nachgekocht oder gebacken.

An der Kaffeetafel, an der auch Klütz‘ Bürgermeister Guntram Jung als Gratulant saß, hatte Elsa Merten nur einen Wunsch an ihre Gäste: „Singt doch mal ein schönes Lied, alle zusammen.“ Die Geburtstagsgesellschaft stimmte schließlich „Wie schön, dass Du geboren bist“ an, wozu Elsa Merten feudig klatschte.

Malte Behnk

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