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Nordwestmecklenburg Zum halben Preis: Anrufbus fährt auch 2016 in Grevesmühlen
Lokales Nordwestmecklenburg Zum halben Preis: Anrufbus fährt auch 2016 in Grevesmühlen
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20:28 15.12.2015
Der Anrufbus fährt auch 2016 durch Grevesmühlen. Das kostet die Stadt rund 25000 Euro für zwölf Monate. Quelle: Fotos: Cornelia Roxin, Michael Prochnow

Drei große Themenkomplexe wurden bei der Stadtvertretersitzung Grevesmühlens Montagabend diskutiert. Der Vertrag mit Nahbus und der Haushalt wurden beschlossen, zudem setzten sich die Lokalpolitiker mit flexibleren Öffnungszeiten des Hortes am Lustgarten auseinander.

Stadtbus fährt weiter

Mehr Service für weniger Geld? Beim Projekt Stadtbus in Grevesmühlen soll das funktionieren. Statt wie bisher 50000 Euro pro Jahr zahlt die Stadt für 2016 nur knapp 25000 Euro, damit der Anrufbus weiterhin in Grevesmühlen unterwegs ist. Möglich wird das durch das neue Nahverkehrskonzept, das ab 1. Januar in ganz Nordwestmecklenburg greift und die Zubringer, wie den Anrufbus, auf eine neue Stufe stellt. Künftig sollen mehr dieser Busse im Landkreis unterwegs sein.

Die Stadtvertreter stimmten Montagabend dem Vertag zwar zu, skeptisch blieben sie trotzdem angesichts der drastischen Ersparnis. „Was wir uns bislang geleistet haben, war einfach Wucher“, sagte Christiane Münter (Freie Wähler). „Ich habe das Projekt auch früher unterstützt, aber den finanziellen Aufwand kritisiert.“

Wie Thomas Krohn (parteilos, CDU-Fraktion) anmerkte, können die Grevesmühlener künftig nicht nur den Anrufbus weiternutzen. „Auch die Linien, die regulär durch die Stadt führen, sollen mehr Service bieten. Und für 1,60 Euro pro Fahrt für eine Zehnerkarte kann man sich über den Preis nicht beklagen. Aber man muss abwarten, wie sich das Ganze entwickeln wird.“

Die Nahbus GmbH, das kreiseigene Unternehmen, das den Nahverkehr abwickelt, hat laut Hauptamtsleiterin Pirko Scheiderer erst am Montag die letzten Daten für den Anrufbus übermittelt. „Danach gibt es zwei Taktzeiten für den Bus am Tag: von 6 bis 10 Uhr und von 14 bis 18 Uhr.“ Heiligabend und Silvester soll der Bus ebenfalls unterwegs sein. Scheiderer: „Das ist deutlich mehr als das, was wir bisher umgesetzt haben.“

Hort soll flexibler öffnen

Gibt es bald neue Öffnungszeiten im städtischen Hort am Lustgarten? Der Elternrat hat 180 Unterschriften gesammelt, um die Öffnungszeiten während der Sommerferien flexibler zu gestalten.

SPD-Fraktionschef Stefan Baetke informierte die Stadtvertreter über das Problem. Eltern haben während der Ferienzeiten Anspruch auf Betreuung ihrer Kinder von drei beziehungsweise sechs Stunden. Doch das reicht oft nicht, oder passt nicht mit den Arbeitszeiten der Eltern zusammen. Wer keine Großeltern vor Ort hat, steht vor einem Problem.

Laut Hauptamtsleiterin Pirko Scheiderer ist eine Änderung der Betreuungszeiten mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden, nicht nur eine Zeit-, sondern auch eine Geldfrage sei es. „Jetzt läuft eine Umfrage unter den Eltern, wie sie sich die Öffnungszeiten wünschen würden. Dann schauen wir, was wir machen können.“ Das Problem sei jedoch, dass die Hortbetreuung auf die derzeitige Situation abgestimmt sei. Das gelte für die Verträge mit den Mitarbeiterinnen ebenso wie für die Verhandlungen mit dem Landkreis.

Haushalt: Stadt kann investieren

Der Haushaltsplan Grevesmühlens für 2016 ist von der Stadtvertretung beschlossen worden. Anders als beim Landkreis — dort hat der Kreistag den Beschluss bis zur Januar-Sitzung verschoben (LN berichtete) — kann der Haushalt der Stadt damit jetzt beim Innenministerium eingereicht werden. Wichtigste Aussage des mehr als 430 Seiten umfassenden Planes: Grevesmühlen ist finanziell nicht auf Rosen gebettet, kann aber trotzdem investieren. Wie Sven Schiffner (SPD), der den Vorsitzenden des Finanzausschusses Maik Faasch (CDU) vertrat, am Montag erklärte, müsse das Haushaltssicherungskonzept weiterverfolgt werden. „Aber die Stadt kann sich auch entwickeln, die Projekte West I und am Sägewerk, wo neue Wohngebiete entstehen sollen, können vorangetrieben werden.

Das ist wichtig für unsere Stadt“, so Schiffner.

Zudem gibt Grevesmühlen auch 2016 rund eine Million Euro für freiwillige Leistungen, wie die Unterstützung der Vereine aus. „Das ist keine Selbstverständlichkeit heutzutage“, betonte Stefan Baetke.

Michael Prochnow

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