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Nordwestmecklenburg Zweckverband: Havarie belastet Mühlenbach nicht
Lokales Nordwestmecklenburg Zweckverband: Havarie belastet Mühlenbach nicht
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21:08 30.12.2015
Dienstag wurde das Regenwasserrückhaltebecken am Degtower Weg leer gepumpt. Quelle: Karl-Ernst Schmidt

Der Poischower Mühlenbach ist durch den Vorfall Anfang der Woche auf dem Areal der Biogasanlage in Grevesmühlen nicht in Mitleidenschaft gezogen worden. „Es gibt keine Beeinträchtigung“, erklärte gestern Andreas Lachmann (59). Der Verbandsingenieur vom Zweckverband berief sich dabei auf Untersuchungsergebnisse von Wasserproben, die im hauseigenen Labor untersucht worden waren. Beißender Geruch aus einem Regenwasserrückhaltebecken am Degtower Weg — dort betreiben die Stadtwerke auch eine Biogasanlage — hatte vorgestern auf eine Verunreinigung schließen lassen. Der Verdacht lag nahe, dass belastetes Wasser auch in den Mühlenbach gelangt war.

Nach der Ursache für das verunreinigte Wasser im Rückhaltebecken wird immer noch gesucht. Dass die Biogasanlage dafür verantwortlich ist, schloss Heiner Wilms gestern aus. „Wir haben festgestellt, dass Sickerwasser nicht aus der Anlage austritt, alles bleibt im System“, betonte der Geschäftsführer der Grevesmühlener Stadtwerke. Vielmehr mutmaßt der 57-Jährige, dass die vermeintliche Gefahr von den Verkehrsflächen auf dem Gelände ausgehe. Das befinde sich noch in der Prüfung. Außerdem soll mit den Landwirtschaftsbetrieben, die die Biogasanlage beliefern, Kontakt aufgenommen werden, um auch von dieser Seite Verunreinigungen auszuschließen. Heiner Wilms kündigte an, die Regen- und Abwasserentsorgung neu diskutieren zu wollen, um ähnliche Vorfälle auszuschließen. „Wir müssen der Sache auf den Grund gehen.“ Sämtliche Leitungen sind geschlossen. Auch der Überlauf des leer gepumpten Rückhaltebeckens ist zu, erklärte Andreas Lachmann. Er wird erst geöffnet, wenn sich die Lage normalisiert hat. So lange werde das Wasser abgepumpt und übers Klärwerk entsorgt.

coro

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