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Nordwestmecklenburg Zwei neue Einsatzwagen auf einen Streich
Lokales Nordwestmecklenburg Zwei neue Einsatzwagen auf einen Streich
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20:16 16.04.2016
Staatssekretär Thomas Lenz (CDU) hält eine Rede zur Übergabe zweiter Feuerwehrfahrzeuge in Klütz. Quelle: Fotos: Steffen Oldörp

Feierstimmung mit prominenten Gästen gestern in Klütz. Zusammen mit Landrätin Kerstin Weiss (SPD), Bürgermeister Guntram Jung (CDU), Landesbrandmeister Hannes Möller, Staatssekretär Thomas Lenz (CDU), den Bundestagsabgeordneten Karin Strenz (CDU) und Frank Junge (SPD), Kreiswehrführer Torsten Gromm und vielen anderen feierten die Brandschützer die offizielle Einweihung ihres neuen Löschgruppenfahrzeuges 20 und der neuen Drehleiter mit Automatikbetrieb.

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Staatssekretär Thomas Lenz (CDU) hält eine Rede zur Übergabe zweiter Feuerwehrfahrzeuge in Klütz.

„„Das ist schon eine tolle Geschichte und eine ganz tolle Anerkennung für unsere Kameraden und Kameradinnen.“Guntram Jung (CDU), Bürgermeister in Klütz

„In den 90 Jahren der Feuerwehr Klütz ist das bislang noch nicht vorgekommen, dass wir gleich zwei Fahrzeuge gleichzeitig übergeben konnten“, machte Bürgermeister Guntram Jung die Bedeutung deutlich.

„Das ist schon eine tolle Geschichte und eine ganz tolle Anerkennung für unsere Kameraden und Kameradinnen“, sagt Jung. Seinen ganz besonderen Dank für die Fördermittel sprach der Klützer Bürgermeister dem Schweriner Innenministerium und dem Landkreis Nordwestmecklenburg aus, die sich, wie die Stadt Klütz, jeweils zu einem Drittel an den Kosten in Höhe von insgesamt einer Million Euro beteiligt haben.

„Sie haben die Fahrzeuge in sehr gute Hände gegeben und können sich darauf verlassen, dass sie lange halten werden“, sagte Guntram zu den Politikern von Land, Kreis und Stadt. Der eine oder andere der Gäste konnte sich angesichts dieser Worte ein Schmunzeln nicht verkneifen. Denn eine neue Drehleiter war für die Klützer Wehr ursprünglich gar nicht vorgesehen. Doch im September 2015, erzählt Gemeindewehrführer Daniel Jenner, war die Drehleiter bei einer Kolonnenfahrt von Damshagen nach Klütz in einer Kurve von der Straße abgekommen und hatte anschließend gut 40 Meter lang die Leitplanke berührt. Die Drehleiter wurde bei dem Unfall so stark beschädigt, dass wirtschaftlicher Totalschaden entstand.

Nicht einmal drei Monate nach dem Fauxpas, betonte Landrätin Kerstin Weiss, konnte die Einsatzbereitschaft der Klützer Wehr mit einer neuen Drehleiter wieder hergestellt werden. Grund für die unbürokratischen Entscheidungen: Bei Großobjekten wie dem Hotel Großherzog von Mecklenburg und der Weißen Wieck in Boltenhagen sowie der größten barocken Schlossanlage Mecklenburg-Vorpommerns, dem Schloss Bothmer in Klütz, wäre eine Rettung über den zweiten Rettungsweg ohne die Drehleiter auf Dauer nicht gewährleistet gewesen. Ein Verstoß gegen die Landesbauordnung. Zwischenzeitlich hatte die Feuerwehr Grevesmühlen die Bereitschaft im Amt Klützer Winkel übernommen, was keine Dauerlösung sein konnte. Da die Klützer Feuerwehr den Brandschutz auch zu Silvester im Ostseebad absichert, musste die kaputte Drehleiter so schnell wie möglich ersetzt werden. „Es wäre ja eine Dramatik gewesen, wenn wir aus bauordnungsrechtlicher Sicht hätten tätig werden müssen“, sagte Nordwestmecklenburgs Landrätin.

Sowohl das LF 20 als auch die Drehleiter sind inoffiziell bereits seit Dezember im Dienst der Klützer Feuerwehr. Das neue Löschgruppenfahrzeug 20 ersetzt das alte vom Typ LF 16/12 aus dem Jahr 1979.

Nach Angaben von Daniel Jenner wäre der Reparaturaufwand beim Oldtimer zu groß gewesen. Die Freiwillige Feuerwehr Klütz übernimmt nicht nur den Brandschutz und die technische Hilfeleistung in der Schlossstadt und im Ostseebad Boltenhagen, sondern auch in Damshagen.

Von Steffen Oldörp

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