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Nordwestmecklenburg Zwischen Kunst und Kommerz
Lokales Nordwestmecklenburg Zwischen Kunst und Kommerz
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00:00 28.10.2012
Nordwestmecklenburg

Plüschow – Kunst und Kommerz: Wie passt das zusammen? Passt das überhaupt zusammen? Diesen Fragen gingen die Macher der Ausstellung „Investment“ nach, die am Freitag eröffnet worden ist und noch bis heute anlässlich der Plüschow Lounge auf Schloss Plüschow, Mecklenburgisches Künstlerhaus, gezeigt wird. Vertieft wurde das Thema Kunst und Geld im Anschluss an die Vernissage. Die Podiumsdiskussion „Was kostet die Kunst?“ war gleichzeitig Auftaktveranstaltung zum landesweiten Aktionstag „Kunst heute“.

Sieben Künstler präsentieren in der Ausstellung „Investment“ ihre Werke. Diese stammen aus der Galerie wolkenbank, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kunst in den Wirtschaftskreislauf einzubinden. Gezeigt wird Kunst in all ihren Facetten – von Lichtkästen über Buchstaben auf Büttenpapier bis hin zu großformatigen, tiefschwarzen Fotografien.

Diese stammen aus der Serie „Lost in the Forest“ von Lennart Alves und sehen gar nicht so aus, als wären sie mit der Kamera aufgenommen worden. Sind sie etwa gemalt? „Nein“, antwortet der Schwede in perfektem Englisch. Sie seien vielmehr in der Nacht aufgenommen worden. Inspiration war die Göttliche Komödie von Dante Alighieri. Deren erster Teil „Inferno“ beginnt mit den Worten „Am Wechselpunkt der Reise des Lebens fand ich mich im dunklen Wald wieder“. Und auch Lennart Alves fand sich im dunklen Wald wieder: Nämlich, als er die ebenfalls zum Teil ausgestellte Serie „Being in the Forest“ fotografierte. „Ich habe mich bewusst so im Wald abgesetzt, dass ich den Weg heraus suchen musste. Das Blitzlicht meiner Kamera wies mir den Weg.“ Alves habe erfahren wollen, wie es sich anfühlt, verloren zu sein.

Genau wissen wollte es auch der Künstler Holger Lippmann. Er ging einst zu einem Workshop, bei dem die Programmiersprache Processing im Fokus stand. Seitdem fasziniere ihn eben diese Programmiersprache. Zahlreiche Werke fertigte er mit ihr am Computer an. Damit gilt er als einer der Pioniere der Netzkunst. „Processing hat sich unter Künstlern mittlerweile sehr stark verbreitet“, sagte Lippmann.

Neben Lennart Alves und Holger Lippmann stellen unter anderem Sonja Rolfs – Lichtkästen – und Ruzica Zajek – Glasarbeiten – aus. Die Ausstellung dauert nur drei Tage. Udo Rathke, Leiter des Mecklenburgischen Künstlerhauses Schloss Plüschow, erklärte dies folgendermaßen: „Die Plüschow Lounge gibt es jetzt seit 2004. Die ursprüngliche Idee für eine derartige Ausstellungsform war der Gedanke, neueste Arbeiten auf schnelle, unkomplizierte Weise einem Publikum vorzustellen.“ Die kurze Dauer würde laut Rathke dadurch wettgemacht, dass gleichzeitig ein Raum der Begegnung geschaffen werde. Zur Vernissage kamen nicht nur alle ausstellenden Künstler, sondern auch noch etwa 70 Gäste.

Ein Großteil von ihnen blieb bis zur Podiumsdiskussion „Was kostet die Kunst?“, die im Anschluss an die Ausstellungseröffnung viel Raum für Gespräche bot. „Der Wert der Kunst schließt immer auch den ideellen Wert mit ein“, meinte Prof. Dr. Kornelia von Berswordt-Wallrabe, die die Gesprächsleitung übernahm. Die Honorarprofessorin der Kunsthochschule Berlin-Weißensee fand außerdem: „Wenn wir über Preise sprechen, sind wir nicht bei der Kunst“.

Die Podiumsdiskussion war Auftaktveranstaltung zum Aktionstag „Kunst heute“, der gestern in ganz Mecklenburg-Vorpommern stattfand. Das Interesse an zeitgenössischer Kunst sollte damit gefördert werden.

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