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Ostholstein 1,6 Millionen Euro für neue Badeanstalt - der schöne Ausblick ist schon da
Lokales Ostholstein 1,6 Millionen Euro für neue Badeanstalt - der schöne Ausblick ist schon da
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16:31 19.12.2015
Sonnenuntergänge wie diese sind ab Mai wieder von der Terrasse des Badeanstalt-Cafés in Klingberg aus zu bewundern. Quelle: Uwe Reichert
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Klingberg

Volker Owerien sprühte gestern nur so vor Optimismus. „Bis zur Fertigstellung dieses Bauvorhabens kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen, denn wir hatten mit dem, was unsere Baufachleute und Handwerker auf dieser Baustelle bisher geleistet haben, einen sehr guten Anfang“, sagte der Scharbeutzer Bürgermeister während des Richtfestes für den Bau der neuen Badeanstalt in Klingberg. Das Ziel „Eröffnung am 20. Mai 2016“ sei sehr ambitioniert, aber machbar, so der Verwaltungschef. „Das Ganze ist natürlich nicht ganz kostenfrei“, erklärte er weiter und bezifferte das Investitionsvolumen für den Neubau, einschließlich der Außenanlagen, mit 1,6 Millionen Euro.

Owerien berichtete aus der Geschichte des Ortes, dass bereits 1934 die Einweihung der ersten Badeanstalt mit einem Umkleide- und Eingangsgebäude aus Holz am Großen Pönitzer See stattfand. 1978 wurde die inzwischen morsche Anlage für eine Million Mark durch einen neuen Steg und vier neue Pavillons ersetzt. Owerien: „Nach nunmehr weiteren 46 Jahren mussten wir 2014 dann erkennen, dass die Badeanstalt mit den vier Pavillons erneut ein schwerer Sanierungsfall war.“

Eine Instandsetzung hätte Kosten von 1,25 Millionen Euro verursacht. Demgegenüber standen die Kosten für einen Neubau mit 1,35 Millionen Euro. Die gemeindlichen Gremien hätten sich für die Mehrausgabe von 100000 Euro und damit für den Neubau entschieden. Mit den Gründungsarbeiten wurde im September begonnen.

Der gesamte Gebäudekomplex ist in zwei Häuser aufgeteilt. In dem einen entsteht auf 269 Quadratmetern der gastronomische Bereich mit etwa 80 Sitzplätzen. Etwa 150 Quadratmeter groß wird die dazugehörige Außenterrasse werden. Dieser Teil hat eine große Glasfront mit Schiebetüren und Seeblick.

Dazu gehören ein Küchenbereich und ein Kiosk zur Versorgung der Badegäste, zusammen noch einmal etwa 70 Quadratmeter.

Im zweiten Haus befinden sich auf 223 Quadratmetern die Umkleideräume, Toiletten und Duschen sowie kindgerechte, tiefergesetzte WC-Anlagen und Wickelmöglichkeiten. Hinzu kommen ein Technikraum und ein Raum für die DLRG. Geklärt werden muss noch, ob auch eine Sauna installiert werden kann, berichtete Owerien.

Eine Besonderheit des Architekten-Entwurfes seien die „runden Ecken“. Insgesamt habe das Architektenbüro Bielke und Struwe Pläne erstellt, die sofort bei allen Beteiligten in den Ausschüssen und beim Dorfvorstand sehr positive Zustimmung erfahren hätten.

Das Fazit von Bürgermeister Owerien: „An einem einzigartigen Standort im Binnenland erhalten wir eine Einrichtung, die sowohl von Einheimischen als auch von Urlaubsgästen genutzt werden wird.“ Sie sei nicht nur eine wunderschön gelegene Badeanstalt, sondern auch ein Treffpunkt für die Dorfschaften des Binnenlandes und für alle Gäste, die auf der Terrasse des Cafés den Sonnenuntergang genießen möchten.

Oweriens ganz besonderer Dank galt den Handwerkern, die den Rohbau in nur zwölf Wochen erstellt haben, und den Architekten, besonders aber Kerstin Manigel, der Leiterin der gemeindlichen Hochbauabteilung. Gäste des Richtfestes waren auch der Klingberger Dorfvorsteher Dierk Dürbrook und Alt-Bürgermeister Gerhard Ehrke.

Christina Düvell-Veen

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