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Ostholstein 1000 Spiegeleier und eine Handvoll Einsätze
Lokales Ostholstein 1000 Spiegeleier und eine Handvoll Einsätze
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20:42 16.01.2017
Mehr kann ein Feuerwehrmann nicht erreichen. Klaus Peter Kühl wurde zum Ehrenwehrführer von Liensfeld- Kiekbusch ernannt. Quelle: Fotos: Dis

Bosaus stellvertretender Bürgervorsteher Max Plieske (Grüne) legte bei der Jahresversammlung der Wehr Liensfeld-Kiekbusch ein Bekenntnis für die bestehenden Ortswehren ab. „Die Feuerwehren sind der soziale Kitt, der unsere Dorfschaften zusammenhält“, betonte Plieske. Er reagierte damit auf Forderungen des Gemeindevertreters Ernst-Günther Schneider (FDP), die Anzahl der Ortswehren zu reduzieren.

Die Feuerwehr Liensfeld hat ihrem lustigen Ruf mal wieder alle Ehre gemacht.

Insbesondere angesichts der großen und erfolgversprechenden Anstrengungen der acht Bosauer Wehren, neue Aktive zu werben, komme diese Diskussion zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. „Eine derartige Wichtigtuerei ohne jede Sachkenntnis verurteile ich“, stellte Plieske auch im Namen der meisten anderen Gemeindevertreter fest. Passend zu Plieskes Einleitung demonstrierte die Sitzung selbst einerseits die gute Einsatzfähigkeit sowie andererseits die freundschaftliche Verbundenheit der mitunter auch feierfreudigen Feuerwehrleute der Gemeinde.

Schon das Abarbeiten der nüchternen Tagesordnung gestaltete sich dank eines vorgeschalteten gemeinsamen Essens und regelmäßiger Runden zu einem feuchtfröhlichen Erlebnis. So verfügt die bunte Truppe über eine eigene Kochgruppe, der neben Brandmeister Ulrich Horstmann auch einige Zivilisten angehören. Das Team hatte die leer geräumte Fahrzeughalle mittels einiger Dreibeinkocher in eine Feldküche verwandelt und für alle Eisbein mit Bratkartoffeln und Beilagen zubereitet.

Schon dieses Beispiel der kostengünstigen Selbstversorgung zeige, wie sparsam und effektiv bei der Wehr gewirtschaftet werde, begann Ortswehrführer Frank Mielke seinen Jahresbericht. 2016 habe man drei Brände gelöscht, einen eingeklemmten Lkw-Fahrer befreit, eine überschwemmte Straße gelenzt, das Osterfeuer abgesichert, ein gutes Dutzend Übungsabende organisiert, zahlreiche Lehrgänge besucht, Kameradschaftstreffen ausgerichtet und dabei mehr als 1000 Spiegeleier verputzt, präsentierte Mielke eine außergewöhnliche Bilanz, die eine ganz besondere Ehrung auslöste. So wurde Ulrich Horstmann mit der mobilen Küche FW 1000 ausgerüstet. Sie verfügt über eine Eierbratkapazität von 1000 Stück pro Gasflasche. Da der 62-Jährige zudem Ostholsteins dienstältester Atemschutzgeräteträger ist, wurde das Gefährt auf Fahrgestellbasis eines Rollators neben Blaulicht, Signalhorn und Bratpfanne auch mit einer Gasmaske Typ NVA bestückt.

Letztere helfe auch, wenn etwas anzubrennen drohe, sagte Mielke. Zudem erhielt Horstmann eine „seriöse“ Ehrung. Zusammen mit Heiner Hilger wurde er für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst ausgezeichnet. Die höchste Würdigung erfuhr Klaus Peter Kühl, der für sein Lebenswerk zum Ehrenortswehrführer der Liensfelder Wehr ernannt wurde. Theoretisch und protokollarisch stehe dieser Titel zwar unter dem des Ehrengemeindewehrführers, der Kühl bereits vor zwei Jahren zuerkannt wurde. „Aber wir sehen das natürlich ein wenig anders“, sagte Mielke. dis

LN

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