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Ostholstein 105 000 Euro für die Festspiele — 30 000 Euro fürs Schloss
Lokales Ostholstein 105 000 Euro für die Festspiele — 30 000 Euro fürs Schloss
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13:43 20.07.2016
Friederike von Cossel (l.) und Sabine Kuhnert warben mit unterschiedlichem Erfolg um Unterstützung für Schloss und Festspiele. Quelle: aj

Aus dem Mammutprojekt der „Neupräsentation Schlossausstellung“ sollte ein kleiner Teilbereich inhaltlich dargestellt werden — und mit Blick auf die Kosten so nachvollziehbar, dass den Entscheidenden im Ausschuss für Kultur klar werde, wofür genau Stiftungsvorstand Dr. Friederike von Cossel die von ihr beantragten 60000 Euro braucht. Mit dieser Forderung hatte das Gremium einen Beschluss in vorangegangener Sitzung vertagt. Nun präsentierte von Cossel das Konzept für die Erstellung eines Begrüßungsfilmes, der im Durchgang zur Südterrasse, dem künftigen Empfangsraum für Besucher, zu einem Rundgang animieren soll.

Darüber hinaus solle die Schlosskirche als erste Station auf einer Besichtigungstour Information bieten und als authentischer, historischer Raum erlebbar werden. Für beides zusammen werden 77

000 Euro veranschlagt: 10000 kommen von der Sparkassenstiftung, 7000 stammen aus Eigenmitteln der Stiftung Schloss Eutin. Dass damit von der Stadt Eutin 60000 Euro erbeten wurden, nahm man im Ausschuss schmallippig zur Kenntnis. Die Frage nach der Perspektive wurde gestellt: „Ich teile das Projekt ,Neupräsentation Schlossausstellung‘ in leistbare Unterprojekte — mit dem Ziel, es am Leben zu halten“, erklärte Friederike von Cossel und betonte, es sei auch für Stadt und Region nicht vorteilhaft, dies im Jahr nach der LGS abreißen zu lassen.

Von der SPD-Fraktion hieß es schließlich, man habe für dieses Jahr das Augenmerk auf die Festspiele gelegt und werde nicht für eine Förderung stimmen. CDU, Grüne, FDP und FWE konnten sich jedoch mit einer Summe von 30000 Euro anfreunden. Und bei 30000 Euro lag auch der Zuschuss zum Zuschuss, dessen Notwendigkeit Sabine Kuhnert als Geschäftsführerin der Eutiner Festspiele zu begründen hatte. 75 000 Euro waren regulär in den Haushalt eingestellt. Betrieblicher Mehraufwand durch die LGS und eine Erneuerung der Beleuchtung waren überzeugende Argumente, so dass die 105000 Euro bewilligt wurden. aj

LN

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