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Ostholstein 125 Jahre Oldenburger Krankenhaus
Lokales Ostholstein 125 Jahre Oldenburger Krankenhaus
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21:26 16.09.2016
„Die Klinik ist wichtig für uns. Doch die Schließung der Geburtshilfe bleibt bitter.“ Martin Voigt, Bürgermeister

Seither ist nicht nur die einstige Wortwahl überholt – der Alltag in der Klinik habe sich kontinuierlich verändert und weiterentwickelt, wie André

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Feier bei Sana – Viel Lob, aber auch Kritik an der Schließung der Geburtshilfe.

„Ostholstein ist mit seinen Krankenhäusern sehr gut aufgestellt.“Landrat Reinhard Sager

Stoschus von den Ostholsteiner Sana Kliniken, dem heutigen Träger der Einrichtung, gestern bei der Jubiläumsfeier in Oldenburg betonte. Das Krankenhaus habe in seiner Geschichte viel erlebt und das Zeitgeschehen habe stets Einfluss auf die Abläufe gehabt – angefangen beim Personalmangel während der zwei Weltkriege bis hin zur Einrichtung der Flüchtlingsunterkunft in Putlos, deren Bewohner von der Sana-Belegschaft erstuntersucht wurden.

„Vieles hat sich verändert“, pflichtete Oldenburgs Bürgermeister Martin Voigt (parteilos) bei, „nicht aber der Stellenwert, den das Krankenhaus für die Stadt und die ganze Region hat.“ Sowohl hinsichtlich der medizinischen Versorgung als auch als Arbeitgeber – Sana beschäftigt in Oldenburg knapp 300 Mitarbeiter – sei die Klinik von großer Bedeutung. Umso mehr freue er sich über die umfassenden Investitionen – wie den Bau einer neuen Intensivstation (die LN berichteten) – des Unternehmens, die auch ein klares Bekenntnis zum Standort seien.

Bei allem Lob gingen sowohl der Bürgermeister als auch Landrat Reinhard Sager (CDU) allerdings auch auf die „Schattenseiten“ in der Geschichte des Krankenhauses ein – allen voran die Schließung der Geburtshilfe, die nach wie vor für Proteste und vor allem für Ängste bei werdenden Müttern sorgt. „Der Schritt mag aus bestimmten Gründen erforderlich gewesen sein, für uns bleibt es dennoch ein bitterer Verlust“, sagte Voigt. Landrat Sager bezeichnete die Entscheidung ebenfalls als „sehr schmerzlich“. Er betonte erneut, dass die Gesundheit von Schwangeren und Babys „das oberste Ziel“ sein müsse. Das kreisweite Sicherheitskonzept solle „verfeinert werden, um das Bestmöglich herauszuholen“.

Insgesamt sei Ostholstein bei der medizinischen Versorgung durch Krankenhäuser jedoch „so gut aufgestellt wie kaum ein anderer Kreis“, sagte der Landrat. Sana habe daran erheblichen Anteil; das Unternehmen habe „erheblich mehr investiert als vorgeschrieben oder auch absehbar war“. Die öffentliche Hand allein „hätte das nicht annähernd in diesem Umfang leisten können“, betonte Sager.

Vor allem aber dankte er den Mitarbeitern der Klinik: „Was sie täglich leisten, verdient Dank und Anerkennung.“ Ähnlich äußerte sich auch Sana-Regionalgeschäftsführer Klaus Abel: „Ein Krankenhaus lebt von den Menschen, die dort arbeiten und ihm ein Gesicht geben.“ Die Oldenburger Einrichtung habe er als „lebendiges Haus“ kennengelernt, erinnerte sich der ostholsteinische Geschäftsführer André

Stoschus. Er freue sich über die engagierten Mitarbeiter, „die sich auch nicht scheuen, Entscheidungen des Managements zu hinterfragen“.

 Jennifer Binder

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