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Ostholstein 1300 Zündungen und 1,4 Tonnen Explosivmasse
Lokales Ostholstein 1300 Zündungen und 1,4 Tonnen Explosivmasse
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22:17 29.08.2013
Hier packt der Chef noch selbst an: Karsten Prumbs (48), Geschäftsführer Krause Feuerwerke, bestückt die Röhren mit Feuerwerksbomben. Quelle: Foto: K. Schröder
Grömitz

Heute Nacht ist der Himmel über Grömitz bunt, für knapp zwanzig Minuten wird er erleuchtet von Feuerwerkskörpern, Sterne werden sekundenlang am Himmel stehen und dann verglühen — und die Leute werden staunen, Ah und Oh raunen und es wird ein bisschen so sein wie an Silvester, nur eben mitten im Sommer. Dann steht die Ostsee in Flammen. Das ist natürlich nur im übertragenen Sinn gemeint, aber es sieht schon so aus und der Titel ist also nicht nur aus Marketingzwecken gut gewählt.

Seit Mitte der Siebziger wird am letzten Wochenende im August in Grömitz ein Feuerwerk von der Seebrücke in den Himmel geschossen und es gibt Menschen, die kommen jedes Jahr und buchen ihren Urlaub extra für Ende August. Viele andere, so um die 30 000 bis 40 000 Tagesgäste, schätzt Tourismuschef Olaf Dose-Miekley, reisen am heutigen Freitag nach Grömitz, und dann soll ab dem frühen Nachmittag entlang der Promenade gefeiert werden, mit Kinderliedermacher und Zauberer und abends mit Musik für die Erwachsenen.

Ostsee in Flammen ist das i-Tüpfelchen auf der Reihe Lichtersommer, sagt der Tourismuschef, bei der über neun Wochen an jedem Mittwoch immer an einem anderen Platz in Grömitz Lasershow, Feuerwerk und Konzerte Tausende anlockten. In diesem Jahr hat er ein anderes Team mit der Pyrotechnik für das große Feuerwerk beauftragt, Krause Feuerwerke nämlich. Die haben beim Alstervergnügen in Hamburg Bilder in den Himmel gemalt, und das Team um Geschäftsführer Karsten Prumbs hat jetzt die Seebrücke in Grömitz „verkabelt“ — siebeneinhalb Kilometer haben sie verlegt, sagt Prumbs und steckt eine Kugelbombe in einen der Mörser, wie die Röhren im Fachjargon heißen. 1300 Zündungen sind geplant, 1,4 Tonnen (!) Explosivmasse wird in den Himmel gehen, die großen Kaliber werden der Sicherheit wegen hinten gezündet.

Die Choreografie steht längst, da wird nichts dem Zufall überlassen, alles ist akribisch berechnet worden. Von den Herstellern aus Italien und China hat Prumbs sich genau mitteilen lassen, welche „Bombe“ wie lange in den Himmel steigt und wann sie sich etwa zum schönen Stern entfaltet. Jeder Effekt wird auf den Punkt genau gezündet, sagt Karsten Prumbs, und passt ganz genau auf, dass seine Männer auch ja nichts verwechseln.

Das Feuerwerk wird weithin zu sehen sein, schließlich wird es bis zu 280 Meter hoch in die Luft geschossen. Die besten Plätze, verrät der Pyrotechniker, die seien seitlich der Seebrücke zu finden.

Und zwei Besucher haben besonderes Glück: Sie erleben Ostsee in Flammen vom Balkon des Erlebnisbades „Welle“ aus, das ist zum Spaß auf Facebook verlost worden, sagt der Tourismuschef und freut sich und dann wird auch er an diesem Tag für 18 Minuten mal abschalten, vielleicht wird er seine Frau im Arm halten und sie werden wie viele andere Paare an dem Abend ganz romantisch in den farbig erleuchteten Nachthimmel schauen . . .

Programm und Anfahrt
Kinderprogramm ab 15 Uhr:

Hüpfburg, Kinderschminken und Spiele für Kinder, Wiese am Seestern 18 Uhr: Kinderliedermacher Grünschnabel 19 Uhr: Shorty mit Zauberei und Jonglage Musik ab 19 Uhr:

Just for Fun spielt Hits aus den Charts, Seebrückenvorplatz Duo Joe Green und Michael Jessen, Beachmusik, neben dem Café Florida Stefan Nantz, Partymusik, Wiese an der Uferstraße ab 22.45 Uhr Feuerwerk

mit Musik auf der Seebrücke An- und Abfahrt: Für die Anfahrt gibt es keine Verkehrslenkung. Vom Lensterstrand fährt von 18 bis 21 Uhr der Shuttle in den Ort. Nach dem Feuerwerk werden Besucher, die im südlichen Grömitz parken, über die Bundesstraße 501 aus dem Ort geleitet. Wer seinen Wagen in der Ortsmitte abgestellt hat, fährt über die K 46 (Brenkenhagen und Bendfeldt) weg, aus dem Norden über Lenste und Cismar.

Die Brückenbaustellen auf der B 501 sind seit gestern abgebaut, hier haben Autofahrer also freie Fahrt.

Kristina Schröder

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