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Ostholstein 16 Bands brachten Malente zum Klingen
Lokales Ostholstein 16 Bands brachten Malente zum Klingen
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10:41 07.06.2016
Abschlussbild der Sternmarsches: Der Spielmannszug Malente umringt von 500 Musikern aus 15 anderen Brassbands und Orchestern.

Mit einem Neustart endete das dreitägige 34. Internationale Musikfest am Sonntag im Malenter Kurpark. Der Spielmannszug des TSV Malente eröffnete das große Abschlusskonzert mit einer Kostprobe seines Könnens. Das Besondere: Die Flötenspieler des 30-köpfigen Ensembles haben in der Winterpause von der klassischen Spielmannsflöte auf die moderne Konzertklappenflöte umgestellt.

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Spielmannszug des TSV beendet Musikfest mit einer Premiere – Sommerwetter erforderte viele Trinkpausen.

„Wir stoßen an unsere Grenzen.“Organisator Manfred Buck

„Die Umstellung auf die neuen Instrumente und die neuen Griffe ist gerade für uns ältere Spieler eine echte Herausforderung“, warb Spielmannszugleiter und Musikfestorganisator Manfred Buck vorab um Verständnis für den einen oder anderen falschen Ton. Eine unnötige Vorsichtsmaßnahme, wie sich am Ende des gelungenen Konzerts herausstellte. Mitverantwortlich für die fast reibungslose Umgewöhnung zeichnet dabei auch Katrin Steffen, die seit 20 Jahren in der musikalischen Leitung mitarbeitet und für dieses herausragende Engagement von der Präsidentin des Musikerverbandes Herlich Marie Todsen-Reese mit der Dirigentennadel in Gold geehrt wurde. Eingebettet war dieses Heimspiel-Intermezzo in den Sternmarsch und das große Finale.

15 weitere Spielmannszüge, Brassbands und Blasorchester waren zuvor in einem klingenden Umzug durch Malente-Gremsmühlen marschiert, wo sie an verschiedenen Orten Platzkonzerte gaben. „Dieses Konzept konnten wir bereits am Sonnabend umsetzen, weil zu diesem Zeitpunkt schon neun Bands vor Ort waren“, freute sich Buck. So habe man neben dem Lenter Platz und dem Kurpark die gesamte Bahnhofstraße bespielen und den Flohmarkt der Wirtschaftsvereinigung musikalisch untermalen können. Dieser rege Zulauf der Musikgruppen berge aber auch ein Problem. „Über 500 Aktive unterzubringen und zu betreuen – da stoßen wir an unsere Grenzen“, sagt Buck. Mehr als 16 Bands könne man auch keine geeigneten Spielstätten anbieten. „Und es bringt ja auch nichts, wenn die Auftritte auf 15 Minuten reduziert werden müssten.“

Am Sonntag allerdings verkürzte so manche Formation von sich aus die Spielzeiten zugunsten von Trinkpausen deutlich. Bei 29 Grad Celsius im Schatten, der auf der Bühne im Kurpark, dem Steg an der Diekseepromenade und auf dem Musikfloß am Bootsanleger eher spärlich war, hatten die meisten Gruppen die Paradeuniformen um eine Lage reduziert oder gegen T-Shirts und Polo ausgetauscht, was das bunte Abschlussbild im Kurpark sogar noch farbenfroher wirken ließ. Getreu dem Motto nach dem Spiel ist vor dem Spiel, bereiten Buck und seine Truppe sich bereits auf das 35. Fest vor. „Die ersten beiden Brassbands haben bereits zugesagt, obwohl wir den Termin noch gar nicht festgelegt haben“, blickt Buck voraus.

 Dirk Schneider

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