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Ostholstein 20 Jahre Silo Climbing – vom Werbegag zur Attraktion
Lokales Ostholstein 20 Jahre Silo Climbing – vom Werbegag zur Attraktion
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20:32 23.06.2017

Großes Jubiläum in Burgstaaken: Kaum zu glauben – aber mit dem „Silo Climbing“ feiert eine weit über die Region hinaus erfolgreiche Attraktion bereits ihr 20-jähriges Bestehen. Daher wird heute mit einem besonderen Programm rund um die Getreidesilos Geburtstag gefeiert.

Silo Climbing – eine Attraktion sorgt weit über Fehmarn hinaus für Furore: Vor allem Jugendliche klettern gerne bis zu 40 Meter hoch. Quelle: Foto: Silo Climbing

Programm heute

Zur Feier des Tages gibt es heute, 24. Juni, eine besondere Geburtstags-Aktion. Fehmaraner,   Freunde und Bekannte sind von 10 bis 15 Uhr zum Gratis-Klettern eingeladen.

Wer klettern möchte, braucht heute keinen Sicherungspartner mitbringen – das übernimmt diesmal die

„Silo Climbing“-Crew.

Ausgeschenkt werden ferner alkoholfreie Kalt- und Heißgetränke – ebenfalls gratis. Weitere Infos: www.siloclimbing.com

Die eher zufällige Erfolgsgeschichte begann, als der damalige Surfshop-Kaufmann Roland Hain die Getreidesilos in Burgstaaken für Litfaßsäulen-Werbung nutzen wollte. Da viele Windsurfer in ihrer Freizeit gerne klettern, reifte bei ihm die Idee, einen sogenannten Boulder-Bereich zum Klettern bis drei Meter Höhe montieren zu lassen. Hain: „Damit sich die Surfer bei Windflaute austoben können.“

Bald hatte er sogar zwei Zehn- Meter-Routen für Top-Kletterer im Kopf.

Selbst hatte Hain zu diesem Zeitpunkt aber nur wenig Klettererfahrung. Er hörte sich in der Szene um. Im Frühjahr 1997 entstand der Kontakt zu Monteur Gerhard Sauermann. Der Baden-Württemberger, der weltweit Kletteranlagen montiert, war so begeistert von der Idee einen Getreidesilo zu nutzen, dass er kurzerhand nach Fehmarn reiste. Hain: „Als er die riesigen Türme vor sich hatte, war er noch beeindruckter als zuvor am Telefon.“

Und es reifte eine Vision: mit einer 40 Meter hohen Route die höchste künstliche Top-Rope-Kletterroute in ganz Europa zu montieren. Hain holte daraufhin Jürgen Kölln aus Burgstaaken mit ins Boot – und das Projekt nahm ungeahnte Dimensionen an.

Heute gibt es insgesamt 16 Kletterrouten, eine ist tatsächlich sogar 40 Meter hoch. Die Klettergriffe sind so angeordnet, dass eine Mindestkörpergröße von 1,10 Meter ausreicht und selbst Einsteiger wenig Mühe haben, die leichteren Kletterrouten zu bewältigen. Begeistert sind vor allem junge Kletterer zwischen sechs und 16 Jahren. Aber auch Vier- und Fünfjährige haben es schon probiert, und die Ältesten waren bereits über 70.

Surfer sind übrigens auch darunter, aber nur zu einem geringen Anteil. Denn für Hain wurde aus dem Werbegag eine neues Hauptgeschäft, für die Beratung seiner Surfkundschaft hatte er bald keine Zeit mehr. Jürgen Kölln stieg kurz nach der Eröffnung aus dem florierenden Klettergeschäft aus – er hatte noch viele andere Projekte.

Gerd-J. Schwennsen

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