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Ostholstein 2000 Euro Geldstrafe für gebrochene Nase
Lokales Ostholstein 2000 Euro Geldstrafe für gebrochene Nase
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21:10 09.10.2017
Eutin

Auch wenn vor Gericht mehrfach von einer „Kopfnuss“ die Rede war, ging es streng erbsenzählerisch betrachtet eigentlich um einen „Kopfstoß“. Meint doch die Kopfnuss einen Schlag mit der Faust gegen den Kopf – verhandelt wurde aber ein Kopfstoß, was im Sportbereich ein Stoß mit dem Kopf Richtung Ball ist, in einer Auseinandersetzung eher einer in Richtung Kontrahent. Doch egal, ob Nuss oder Stoß: Auf jeden Fall hatte der 28-jährige Meik M. den 21-jährigen Dirk K. (beide Namen geändert) auf dem Eutiner Marktplatz attackiert, indem Meik M. seinen Kopf hart gegen die Nase seines Opfers krachen ließ.

Vorausgegangen waren dieser unerfreulichen Begegnung offenbar diverse Annäherungsversuche, die Dirk K. bei der Lebensgefährtin von Meik M. im Verlauf mehrerer Wochen unternommen hatte und von denen sich die Umworbene belästigt fühlte. Daraus hatten sich bereits einige Wortgefechte zwischen den Männern ergeben, „aber er hat einfach nicht nachgelassen“, beschrieb der Angeklagte die Hartnäckigkeit von Dirk K. Bei einer Begegnung auf dem Markt schien Meik M. die Angelegenheit endgültig klären zu wollen, beschimpfte Dirk K. mit, so der Anklagte, „forschen Worten“ und beendete das Ganze dann mit genanntem Kopfstoß.

Dirk K. sah sich danach zuerst noch in der Lage, eine Kneipe aufzusuchen, „aber die Nase ist dann schon blau geworden“, beschrieb ein Zeuge die nachfolgende Szenerie. Dirk K. musste sich in Behandlung begeben, während Meik M. Besuch von der Polizei bekam – offenbar nicht zum ersten Mal in seinem Leben, ist er doch wegen Nötigung und Körperverletzung vorbestraft. Der Angeklagte habe „wie jeder andere Mensch auch Probleme, sich seinen Defiziten zu stellen“, erklärte dazu sein Bewährungshelfer, sei aber allmählich auf einem guten Weg.

Folgeschäden hat Dirk K. nicht davongetragen. Eine Kopfnuss beziehungsweise ein Kopfstoß sei aber immer „potenziell“ lebensgefährlich, sagte Richter Otto Witt und sprach das Urteil gegen Meik M.: 50 Tagessätze à 40 Euro.

latz

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