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Ostholstein 2015 für Kinderschutzbund ein Jahr großer Herausforderungen
Lokales Ostholstein 2015 für Kinderschutzbund ein Jahr großer Herausforderungen
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20:15 27.05.2016
Die Vorstandsmitglieder Thomas Meier-Ahrens (v. l.), Ulrike Kohlmorgen und Mechtild Piechulla mit den Geschäftsführern Henning Reimann und Martin Liegmann. Quelle: Thomas Klatt

Der starke Zustrom an Flüchtlingen, aber auch die Ausweitung unterschiedlichster Hilfs- und Beratungsangebote haben den Kinderschutzbund (KSB) in 2015 vor gewaltige Herausforderungen gestellt. Das machte der Jahresbericht deutlich, den die Vorsitzende Mechtild Piechulla auf der Jahresversammlung präsentierte.

„Haben eine großartige Willkommenskultur im Kreis.“Martin Liegmann, Kinderschutzbund

Ob Integrations- und Sprachkurse, die Organisation der Flüchtlingsbetreuung in zahlreichen Kommunen und Städten, die Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge, verstärkte Nachfrage in Beratungsstellen und Familienzentrum – es war schon eine Herkulesaufgabe, der sich die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer im vergangenen Jahr zu stellen hatten. Doch auch darüber hinaus hatte der KSB ein weitläufiges Feld zu bestellen. Mehr Kita- und Krippenplätze wurden geschaffen, die Betreuungszeiten zum Teil erweitert. In seinen Schulküchen gab der KSB 131000 Essen aus. Inklusion, heilpädagogische Frühförderung, Kindernotfallbetreuung für Arbeitgeber, Offene Ganztagsschulen, Eingliederungshilfen und Betreuung für benachteiligte Schulkinder, Schulverweigerer, Kinder mit Gewalt- oder Missbrauchserfahrung – die Auflistung von Mechthild Piechulla machte deutlich, wie viele Bälle der Kinderschutzbund gleichzeitig in der Luft hält. Sie sparte auch das Thema materieller Armut bei Kindern nicht aus. In Ostholstein seien mehr als 4000 Kinder von Armut betroffen.

Dankbar zeigte sich der KSB- Vorstand deshalb auch für die enorme Hilfe aus der Bevölkerung. So stieg die Zahl der ehrenamtlich Tätigen von 80 auf 300 an. Auch das Spendenvolumen hatte sich im Vorjahr nochmals um über 30000 Euro auf insgesamt 176000 Euro erhöht, Sachspenden noch nicht eingerechnet.

Für Geschäftsführer Martin Liegmann ist die wachsende Nachfrage nach Hilfs- und Beratungsangeboten des Kinderschutzbundes ein Beleg dafür, „dass wir ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten haben“. Geschäftsführer Henning Reimann hob hervor, dass sowohl die freie Wirtschaft als auch die Kommunen erkannt hätten, dass eine gut aufgestellte Kinder- und Jugendarbeit einen wichtigen Standortfaktor für die Region darstellten.

Bei den Wahlen übernahm Thomas Meier-Ahrens das Amt des Kassenwartes von Helga Meyer, die von Mitgliedern, Vorstand und Geschäftsführung für ihr langjähriges Engagement mit stehenden Ovationen bedacht wurde. „Mit ihren kritischen Fragen waren Sie uns stets ein wichtiges Korrektiv“, bedankte sich auch Henning Reimann bei Helga Meyer.

Auch bei Karen Olbrich bedankte sich der Vorstand, die aus beruflichen Gründen als Beisitzerin ausscheidet. Für sie rückt Lina Harfst nach. Als Beisitzer wiedergewählt wurden Sandra Stoppe und Dr.

Reinhard Maaser. Monika Rieth ließ sich als neue Schriftführerin in die Pflicht nehmen, die Kasse wird von Lutz Eckoldt geprüft. Silke Hüttmann wurde als Delegierte für Landes-, Matthias Thoms für die Bundesdelegiertenversammlung gewählt.

Thomas Klatt

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