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Ostholstein 2017: Stadtfest steht auf der Kippe
Lokales Ostholstein 2017: Stadtfest steht auf der Kippe
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09:58 06.10.2016
Wenn auch die Frequenz der Anfangsjahre nicht mehr erreicht wird – Stadtfest und Großflohmarkt ziehen immer noch tausende Besucher an.

Allein durch den Wegfall dieser Fläche gingen ihm rund 10 000 Euro verloren, sagte Veranstalter Helge Nickel („kreativ + konkret“) im Hauptausschuss am Dienstagabend.

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Wenn auch die Frequenz der Anfangsjahre nicht mehr erreicht wird – Stadtfest und Großflohmarkt ziehen immer noch tausende Besucher an.

Zudem beklagte er „völlige Planungsunsicherheit“ für 2017, die sich auch auf das Bluesfest im Mai und die Blues-Challenge ein paar Wochen später erstrecke. Flächenzusagen gab es zwar vom Gremium nicht, aber immerhin die Bewilligung eines Zuschusses in Höhe von 6000 Euro für das nächste Stadtfest und den Großflohmarkt.

Das Geld wird natürlich nur fließen, wenn die Doppelveranstaltung auch über die Bühne geht. Daran hat zumindest die CDU große Zweifel, deren Vertreter sich entschieden gegen die finanzielle Zuwendung aussprachen. „Wir sehen 2017 als mehr als problematisch an, und man muss auch gucken, was 2018, ’19 und ’20 überhaupt geht“, erklärte Matthias Rachfahl (CDU) gestern auf Nachfrage. Die Skepsis des Ausschussvorsitzenden und seiner Fraktion gründet sich auf das, was Bauamtsleiter Bernd Rubelt am Dienstag noch einmal bestätigte: „Fakt ist, dass die Peterstraße 2017 Baustelle ist. 2018 geht es auf dem Markt weiter.“ Er schlug vor, den Platz am Schloss, der sich während der LGS als Veranstaltungsstandort bewährt habe, als Alternative zum Markt in Erwägung zu ziehen. Da habe er Bedenken in puncto Sicherheit, entgegnete Helge Nickel.

CDU-Mann Olaf Schmidt regte an, darüber nachzudenken, „2017 durchzuatmen und mit Stadtfest und Großflohmarkt zu pausieren, um im Jahr darauf neu zu starten“. Dazu SPD-Fraktionsvorsitzender Hans-Georg Westphal: „Ihren Optimismus in allen Ehren: Ich teile ihn nicht. Wir werden in der Innenstadt Arbeiten bis 2020 haben.“ Die Vorstellung, seine Veranstaltung auszusetzen, entsetzte Nickel:

„Wenn Sie ein Fest ein Jahr ausfallen lassen, dann war’s das. Die Händler suchen sich sofort woanders Standorte, die sehen Sie nie wieder.“ Er sorge sich, dass aufgrund der Sanierung über kurz oder lang gar keine Veranstaltungen mehr in der Stadt stattfinden könnten – auch kein Motorradtreffen und keine Bluesfeste mehr. Eutin könne 2017 und 2018 doch zum Bürgerfest einladen, „vom Jungfernstieg über Schlosswiese, die Fläche zwischen Reithalle und Schloss bis zur Stadtbucht“, warf Olaf Schmidt in die Diskussion und versicherte sich sogleich beim Bauamtsleiter, dass letztere für Lieferverkehr befahrbar sei.

Für den bewilligten Zuschuss dankte Helge Nickel dem Ausschuss. Was die Planung angehe, wisse er jedoch noch immer nicht, wo er stehe. „Da wenden Sie sich an den Mann Ihres Vertrauens, den Bürgermeister“, fertigte ihn Matthias Rachfahl ab.

Einen anderen Punkt – in den Augen der Grünen ein Ärgernis – sprach ihr Fraktionsvorsitzender Eike Diller an: „Uns wurde von der Verwaltung mitgeteilt, dass an einem regelmäßig stattfindenden Runden Tisch Wochenmarktbeschicker, Festspiele und andere zusammensitzen, um sich beispielsweise wegen Terminen und drohender Überschneidungen abzustimmen. Jetzt erfahren wir, dass mit Helge Nickel wieder einer der Hauptakteure nicht an Gesprächen beteiligt ist.“

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