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Ostholstein 2019: Ostseebäder investieren Millionen
Lokales Ostholstein 2019: Ostseebäder investieren Millionen
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13:00 01.01.2019
So könnte das geplante Hotel oberhalb des Grömitzer Yachthafens mal aussehen. Quelle: Assmann Beraten + Planen AG /Dierks & Cramer Architekten PART GMBB
Fehmarn/Grömitz/Timmendorf

Neue Hotels, Promenaden und Seebrücken: Ostholsteins Küstenorte befinden sich Jahr für Jahr im Wandel. Die Ostseebäder zwischen Fehmarn und Timmendorfer Strand investieren auch 2019 wieder zig Millionen Euro, um sich für die Urlauber attraktiv aufzustellen. Ein Überblick:

Das sind die Projekte 2019 an der Küste

Fehmarn schmückt sich 2019 mit einer neuen 12,7 Millionen Euro teuren Promenade in Burgtiefe. Der erste Bauabschnitt ist abgeschlossen. „Die Fertigstellung soll im Frühjahr 2020, eventuell schon Ende 2019, sein“, sagt Tourismuschef Oliver Behncke. Hinzu kommt die Erneuerung der Stege am Südstrand für 180 000 Euro. „Nicht zu sehen, aber richtig teuer, ist auch die Erneuerung der Elektroversorgung unter den Stegen im Yachthafen Burgtiefe für fast eine halbe Million Euro. Das war ein Wunsch der Segler“, sagt Behncke. Weitere Projekte: ein neues WC-Gebäude in Katharinenhof (190 000 Euro) und die Attraktivierung des „FehMare“-Bades. Diese Maßnahme ist allerdings noch nicht beschlossen, die Fraktionen beraten noch.

Heiligenhafen plant im Fischereihafen den Bau eines „Museumssteges“ für Traditionsschiffe. Das Projekt hat ein Investitionsvolumen von rund einer Million Euro, die Hälfte gibt das Land dazu. Baubeginn soll noch im Winter 2019 sein. Auf dem Steinwarder sind ein Erlebnisbad und ein Ferienhotel geplant. Tourismuschef Manfred Wohnrade: „Ein wirtschaftlich vertretbarer Betrieb eines Bades ist nur mit einem Hotel als Partner möglich.“ 2019 kommen zudem am Strand weitere Verbesserungen: Strandduschen, Umkleidekabinen und Hütten für die Strandkorbvermieter. Wohnrade: „Auch das Thema ,Elektrofähre’ auf dem Binnensee möchten wir auch wieder aufnehmen.“

Grossenbrode hat mit einem Sechs-Millionen-Projekt gerade losgelegt: Innerhalb von zwei Jahren soll auf 1,5 Kilometern eine neue Erlebnis-Promenade entstehen. Bis Mai 2019 sollen 200 Meter Promenade sowie bis April ein neuer Spielplatz angelegt sein. Nach der Hauptsaison werden dann zwei weitere Bauabschnitte inklusive Seebrückenvorplatz in Angriff genommen. Fertigstellung soll 2020 sein. Außerdem entsteht am Südstrand die „Meer-Villa“ mit 48 Einheiten.

Weissenhäuser Strand investiert gerade gut 20 Millionen Euro in den Ausbau des Subtropischen Badeparadieses. Geschäftsführer David Depenau hofft auf eine Eröffnung im späten Frühjahr 2019. Um jungen Gästen gerade bei nass-kaltem Wetter eine Indoor-Alternative zu bieten, baut der Ferienpark 2019 eine hippe Virtual-Reality-3D-Lounge.

Kellenhusen trumpft 2019 mit zwei Projekten auf: einem Skulpturen-Pfad im Forst und einer Lichtinstallation für die Seebrücke. Tourismuschef Thorsten Brandt konnte jüngst stolz verkünden, dass die Lichtinstallation in Kiel auf so große Begeisterung stieß, dass das Land 50 Prozent der Kosten mittrage. Die Idee: Die Gäste können vor, während und nach ihrem Kellenhusen-Urlaub über die Farbgebung für die Seebrücke via Internet mitbestimmen.

Grömitz hat sich gerade für den Bau eines neuen Hotels oberhalb des Yachthafens ausgesprochen. Das Areal ist 17 369 Quadratmeter groß und in Gemeindebesitz. Es soll an den Investor veräußert werden. Vier Unternehmensgruppen hatten sich beworben, die Wahl fiel auf Assmann/Marriott. Drei Komplexe sollen ab 2020 dort entstehen: ein Lifestyle-Wellness-Hotel, dazu ein Low-Budget-Teil und Mitarbeiter-Unterkünfte. Außerdem in Planung: eine Life-Style-Unterkunft für junge Leute in Lensterstrand. „Das Areal ist vorhanden, wir suchen jetzt einen Investor. Die Bewerbungsfrist endet am 30. April“, sagt Tourismuschefin Janina Kononov.

In Scharbeutz, Timmendorfer Strand und Haffkrug sollen die Seebrücken neu gebaut werden. Die 272 Meter lange Maritim-Seebrücke in Timmendorfer Strand soll einem Neubau für rund fünf Millionen Euro weichen. Momentan befinde man sich noch in Wettbewerbsgesprächen, im Januar soll es zu einer Entscheidung kommen. „Und dann hoffen wir, dass wir 2019 mit dem Bau starten können“, sagt Gesine Muus von der Gemeinde Timmendorfer Strand.

In der Gemeinde Scharbeutz gibt es bereits Sieger für die Entwürfe zu den Seebrücken in Haffkrug und Scharbeutz, allerdings möchte die Gemeinde noch keine Namen verraten, da das Vergabeverfahren noch nicht ganz abgeschlossen ist. Klar ist: Acht Millionen Euro sollen die beiden Seebrücken kosten, Abriss und Bauzeit wird etwa ein Jahr dauern. „Wahrscheinlich wird der Baubeginn im ersten Quartal 2020 sein“, sagt Thomas Albertin, zuständiger Mitarbeiter der Gemeinde. „Es wird Aufenthalts-, Spiel-, Veranstaltungs- und Ausstellungsbereiche auf den beiden Brücken geben, sodass ein deutlicher Mehrwert für Touristen geschaffen wird.“

In Eutin wird ein neues Hotel an der Stadtbucht entstehen. Der Siegerentwurf für das geplante Inklusionshotel hat die Jury wegen seiner Leichtigkeit und Offenheit überzeugt. Die Kosten des Hotels in der Drei-Sterne-Superiour-Kategorie betragen rund sieben Millionen Euro, elf der 25 Arbeitsplätze sollen für Menschen mit Beeinträchtigungen sein. Das Architekturbüro aus Kopenhagen will das 40-Zimmer-Haus mit Spa-Bereich, Restaurant mit 50 bis 70 Plätzen, Bar, Bankettraum und einer Terrasse mit Ausblick auf den Großen Eutiner See in den nächsten zwei Jahren fertig gebaut haben.

Louis Gäbler und Hannes Lintschnig

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