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Ostholstein 25 Jahre im Dienste der Heimatgeschichte
Lokales Ostholstein 25 Jahre im Dienste der Heimatgeschichte
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20:21 21.09.2013
Kati Holzgrefe webte im Gewand einer Slawen-Kastellanin vor den Slawenpuppen auf ihrem Brettchenwebstuhl. Quelle: Fotos: Peyronnet

Das Museum war stets unstet, der Verein war es nie: Seit 25 Jahren steht Kersten Jungk an seiner Spitze, und so war es auch sein Jubiläum, als der Verein für Regionalgeschichte der Gemeinde Scharbeutz gestern seinen runden Geburtstag feierte. Natürlich im Museum für Regionalgeschichte, das nach vielen Irrungen und Wirrungen in den vergangenen Jahrzehnten einen festen Platz im Ort gefunden hat.

An all dies erinnerte Jungk in seinem Rückblick. Daran, dass die Exponate der Sammlungen von Schulmeister und Heimatforscher Otto Jarchov und weiterer Sammler erst in der Heinz-Kieksee-Schule in Haffkrug, dann in einer Ecke auf dem Dachboden der Pönitzer Schule lagen, dass der Verein schließlich die Schlachterei Stumpf kaufen und dort das heutige Museum einrichten konnte. Eines, das licht und hell daher kommt und keine Spur aufweist von verstaubter Heimatmuseum-Atmosphäre. So heißt es auch nicht mehr, sondern Museum für Regionalgeschichte, das sich nicht auf die Pönitzer Heimatgeschichte beschränkt, sondern die ganze Gemeinde und die ganze Region einbezieht. „Wir arbeiten jetzt an einer Verfeinerung im Inneren“, umriss Jungk die Zukunft.

Geleistet wird das alles von einer Riege von 20 aktiven Rentner, wie er sagte. „Stolz sind wir auf unseren unabhängigen Status.“ Das Pönitzer Museum ist seines Wissens das einzige im Land, das ein Verein als Privatmuseum betreibt und das nicht „am Tropf“ der öffentlichen Hand oder einer Stiftung hängt.

Kreispräsident Ulrich Rüder (CDU), selbst seit mehr als 23 Jahren Vereinsmitglied, würdigte die Arbeit des Vereins und besonders die seines Vorsitzenden. „Über und unterhalb der Wasseroberfläche haben Sie die entscheidenden Impulse für die Entwicklung gesetzt.“ Zum Museum gehört auch eine archäologische Tauchgruppe. Nach der kurzen Feierstunde streiften die Besucher durch das Museum, das gestern mit ein paar Besonderheiten aufwartete: der slawischen Kastellanin Kati Holzgrefe, den historischen Fahrzeugen des Oldtimer-Clubs Ahrensbök und alten Motorrädern von Fritz Schilling aus Gronenberg. sas

LN

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