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Ostholstein 25 Kilometer neue Rad- und Wanderwege
Lokales Ostholstein 25 Kilometer neue Rad- und Wanderwege
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20:28 06.11.2013
Jürgen Wolff (Landesamt, li.) im Gespräch mit Peter Haltermann (Fehmarn-Wege): Im Hintergrund verläuft der Küstenweg bei Klausdorf. Quelle: gjs
Fehmarn

Was für ein Kraftakt: Seit 2011 wurden auf private Initiative rund 25 Kilometer Rad- und Wanderwege auf der Insel gebaut. Jetzt läuft der große Endspurt: Bis zum 15.

November muss alles abgeschlossen sein. Dann läuft das dreijährige Leuchtturmprojekt der Aktiv-Region Wagrien-Fehmarn aus. Es wurde mit einer Rekordsumme von 739 000 Euro aus EU-, Bundes- und Landesmitteln gefördert.

Jetzt wurden die von der Firma Gollan hergestellten Wege im dritten Bauabschnitt abgenommen. Noch sind allerletzte Restarbeiten im Gang. Doch die Wege, von denen viele entlang der Inselküste führen oder Ortschaften im Inselinneren miteinander verbinden, werden schon intensiv genutzt — von Urlaubern wie von Einheimischen.

Vor allem im Osten der Insel schmücken zudem bunte Blumenränder die nicht-asphaltierten Wege. Dazu gibt es Ruhebänke oder Feldsofas — ideale Anlaufpunkte, um dort ein wenig zu verschnaufen. In diesen November-Tagen wirken die Wege allerdings fast ausgestorben: Eine große Projekt- Abschlussveranstaltung soll es daher erst im Mai 2014 geben — bei hoffentlich schönem Wetter.

Für das rund 25 Kilometer lange Wegenetz wurden, so Peter Haltermann und Lars Carstensen von der Fehmarn-Wege GmbH und Co. KG, rund 1,7 Millionen Euro investiert. Der Zuspruch auf der Insel war von Beginn an enorm — bei der Kommune und der Tourismuswirtschaft, die selbst dieses Bauvorhaben im Alleingang nie hätten stemmen können, wie bei der Bevölkerung. Der Clou bei dem Projekt: „Fehmarn-Wege“

konnte nahezu reibungslos das erforderliche Land für die Wege anpachten. Kein Wunder, viele Landeigentümer sind selbst Kommanditisten — und profitieren zudem als Vermieter von den neuen Rad- und Wanderwegen. Und sie müssen, da es kein Projekt der Stadt Fehmarn ist, auch keine späteren Ausbaubeiträge fürchten.

Großes Lob gab es durch Jürgen Wolff, Dezernatsleiter beim Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume: „Über diesen Ausbau mit ganz wenig Versiegelung würde sich jeder grüne Minister freuen.“ Zudem rückte er den touristischen Aspekt in den Vordergrund: Erholungs- Aufenthalte auf der Insel oder der Urlaub auf dem Bauernhof profitierten ganz besonders — schließlich gab es auf Fehmarn bislang einen großen Nachholbedarf.

Dass „Fehmarn-Wege“ bereits Pläne schmiedet, in Absprache mit der Stadt Fehmarn und demTourismus-Service das Projekt über den 31. Dezember 2013 mit weiteren Bau-Maßnahmen fortzusetzen, stößt auch beim Land auf Aufmerksamkeit. Wolff hofft zudem darauf, dass das Pilotprojekt auf Fehmarn Signalwirkung im Land hat.

An der Abnahme nahm auch Dr. Robert Datzer teil, unter dessen Federführung das aktuelle touristische Gutachten für Fehmarn erstellt wurde. „Das ist ein ziemlich einzigartiges Projekt. Denn Meer und Sonne allein reichen nicht“, schwärmte er von den neuen Pluspunkten für Radfahrer und Wandere. Das Projekt bringe vor allem den ländlichen Raum voran.

„Fehmarn hat damit ein Projekt mit landesweiter Signalwirkung.“


Jürgen Wolff, Landesamt

Gerd-J. Schwennsen

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