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Ostholstein Funkenflug entzündet Strohfeuer
Lokales Ostholstein Funkenflug entzündet Strohfeuer
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17:43 28.11.2018
Mit vereinten Kräften versuchen über 50 Feuerwehrleute aus der Gemeinde Malente, ein brennendes Strohballenlager in der Sieversdorfer Kiesgrube zu löschen Quelle: Dirk Schneider
Malente

Die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen. Etwa 250 Strohballen sind am Mittwoch auf einer Wiese in unmittelbarer Nachbarschaft des Sieversdorfer Kieswerks verbrannt. Mehr als 50 Feuerwehrleute aus der Gemeinde Malente waren damit beschäftigt, den Großbrand zu löschen.

„Als wir wenige Minuten nach der Alarmierung hier eintrafen, standen die ersten beiden Lagerflächen mit den gestapelten Rundballen bereits vollständig in Flammen“, erzählte Brandmeister Kai Jansen, der mit seinem Löschzug aus Bad Malente-Gremsmühlen gegen 10.15 Uhr vor Ort eintraf. Angesichts dieser Dimension habe man neben den parallel in Marsch gesetzten Wehren aus Kreuzfeld und Sieversdorf umgehend weitere Kräfte aus Benz, Malkwitz und Nüchel angefordert, um eine ausreichende Anzahl von Atemschutzgeräteträgern vor Ort zu haben.

Glutnester mit Bagger zerstreut

„Dieser Einsatz wird uns einige Stunden beschäftigen“, stellte wenig später der stellvertretende Gemeindewehrführer Andrée Bendrich fest, nachdem er sich ein genaues Bild von dem großflächigen Feuer gemacht hatte. Nachdem die größte Hitze und offenen Flammen mit Löschwasser und Netzmittel etwas eingedämmt worden waren, musste die glühende, teilweise sogar noch brennende Masse mittels Harken und Bagger auseinandergezogen werden, um an die dicken Glutnester heranzukommen, erläuterte der Einsatzleiter die Vorgehensweise.

Verletzte gab es nicht. Die Brandstelle sei so abgelegen, dass weder Menschen noch Gebäude oder technische Einrichtungen durch die Flammen gefährdet worden seien, erklärte Bendrich. Auch die Löschwasserversorgung sei durch einen gut gefüllten und leicht zugängigen Überlauf und Entwässerungsteich der benachbarten Kiesgrube gesichert gewesen.

Bendrich: „Buschbrand entwickelte sich zu Strohfeuer

Zudem scheint auch die Ursache des Feuers bereits geklärt zu sein. Einer seiner Mitarbeiter habe etwas Buschwerk aus der Knickpflege verbrennen wollen, sagte Hannes Wandhoff, Inhaber des gleichnamigen landwirtschaftlichen Lohnunternehmens und ökologischen Gewässerdiensts, verärgert. Aufgrund ungünstiger Umstände habe der dabei entstandene Funkenflug höchstwahrscheinlich die 20 bis 30 Meter entfernt stehenden Strohballen entflammt.

Doch die Gewissheit, dass dieses Feuer durch eine Fehleinschätzung und einen dummen Unfall ausgelöst worden sei, habe angesichts einer langen Vorgeschichte auch etwas Beruhigendes, sagte Wandhoff. 2012 und 2013 hatte in der Gemeinde Malente in den Bereichen Sieversdorf und Malkwitz ein bis heute nicht ermittelter Brandstifter fünf Mal verschiedene Strohlager und -ballen angezündet. Die Wandhoffs zählten schon damals zu den Leidtragenden.

„Dieser Einsatz wird uns einige Stunden beschäftigen“, erläuterte der stellvertretende Gemeindewehrführer Andrée Bendrich angesichts des großflächigen Feuers. Um besser an die dicken Glutnester heranzukommen, müsse die glühende, teilweise sogar noch brennende Masse mittels Harken und Bagger auseinander gezogen werden. Die Brandstelle ist so abgelegen, dass weder Menschen noch Gebäude oder technische Einrichtung durch die Flammen gefährdet seien. Und auch die Löschwasserversorgung ist durch einen gut gefüllten und leicht zugängigen Überlauf und Entwässerungsteich der benachbarten Kiesgrube gesichert.

Auch die Ursache des Feuers scheint bereits geklärt. Im unmittelbaren Umfeld sei Buschwerk aus der Knickpflege verbrannt worden, stellt Bendrich fest. Durch den dabei entstandenen Funkenflug wurden höchstwahrscheinlich die nur 20 bis 30 Meter entfernten Strohballen entflammt.

Dirk Schneider

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