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Ostholstein 30 Jahre Ostseeheilbad-Titel – das will Großenbrode feiern
Lokales Ostholstein 30 Jahre Ostseeheilbad-Titel – das will Großenbrode feiern
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18:17 26.10.2017
Jubiläumsvorfreude (v. l.): Bürgermeister Jens Reise, Stefan Kraus (Kurmittelcentrum) und Ubbo Voss (GTS). Quelle: Foto: Mb
Großenbrode

„Manche sagen, dieser Titel sei aus der Mode gekommen, doch wir wollen diesen Status weiter pflegen“, betont Ubbo Voss, Geschäftsführer des Großenbrode Tourismus Service (GTS) im LN-Gespräch. Es sei eine Auszeichnung, für die man etwas tun müsse, unter anderem eine bestimmte Infrastruktur und Angebote vorhalten. Neben Kurpark und Kurhaus ist die Bereitstellung von speziellen Anwendungen mit Seewasser, den   sogenannten „ortsgebundenen Heilmitteln“, Voraussetzung, um nicht nur als Seebad – wie seit 1966 – sondern eben auch als Ostseeheilbad anerkannt zu werden.

Das Fest-Programm

Großenbrode feiert mit Open-Meer- Party und Höhen-Feuerwerk am Sonnabend, 28. Oktober, 30 Jahre Ostseeheilbad-Titel. Ab 18 Uhr heizen die DJs Thommy und Eike allen Gäste und Einheimischen ordentlich ein, ehe es um 22.45 Uhr ein imposantes Höhenfeuerwerk mit musikalischer Untermalung von der Seebrücke geben wird.

Es waren große Investitionen, die die Gemeinde in den 1980er Jahren in Angriff nehmen musste. So war die Errichtung des Kurmittelcentrums ein wesentlicher Bestandteil für das Aufstreben von Großenbrode. Es wurde von Hermann Kraus als Pächter betrieben. Sein Sohn Stefan Kraus übernahm 1996 die Leitung im Kurmittelcentrum, erwarb 2006 den Betrieb und baute ihn weiter aus. Dies sei aber nur eine der vielen positiven Entwicklungen in der Gemeinde, so Bürgermeister Jens Reise. Er ist im Ort aufgewachsen und stellt fest: „Es hat sich in der Zeit fast alles verändert.“

Bahnbrechend sei der Kauf des alten Marinegeländes 1997 gewesen. Vor 20 Jahren entstanden dort eine neue Marina mit zwei Häfen, Hotellerie, Ferienwohnungen und die Ansiedlung von Gewerbe. „Es gab zwar einen Hauptstrand, aber es fehlte an Infrastruktur, die sich dann nach und nach weiter entwickelt hat“, erzählt Reise, der verdeutlicht: „Der Tourismus ist für Großenbrode mit seinen 2200 Einwohnern der Wirtschaftsmotor Nummer Eins. Wenn wir den nicht hätten, würde es uns nicht halb so gut gehen. Wir würden beispielsweise auch keine zwei Nahversorger im Ort haben.“

Den nächsten Schritt ging Großenbrode 2013 mit der Privatisierung des Tourismus Services. „Nachdem wir 2008 ans Amt Oldenburg-Land angegliedert wurden, haben wir uns mit der GTS ein Stück Verwaltung zurückgeholt und unsere Eigenständigkeit bewahrt“, sagt Jens Reise zufrieden. Und Großenbrode habe noch mehr vor, was aber erst nächste Woche bei der Vorstellung des neuen Tourismus- Konzeptes präsentiert werden soll.

„Jetzt wollen wir aber am morgigen Sonnabend erstmal mit unseren Einwohnern, Gästen und Nachbarn aus dem Umland feiern. Der 30. Geburtstag des Ostseeheilbades ist ein guter Grund“, so Voss.

Markus Billhardt

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