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Ostholstein 380-kV-Leitung auf der Kippe: Geteiltes Echo in Ostholstein
Lokales Ostholstein 380-kV-Leitung auf der Kippe: Geteiltes Echo in Ostholstein
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23:13 23.11.2016

. Weil Ostholstein im Zuge der Neuplanung des Landes weite Teile seiner Windenergie- Flächen zu verlieren droht, steht auch der Bau der geplanten 380-Kilovolt-Stromtrasse von Göhl nach Lübeck auf der Kippe. Das sorgt in der Region für Unruhe.

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Flächenfraß nicht vom Tisch – Göhl beharrt auf Planung – Manhagen erleichtert.

Holger Schädlich, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Ostholstein/Lübeck, begrüßt, dass das Thema wieder auf die Tagesordnung kommt. „Die aktuelle Diskussion scheint mir sinnvoll zu sein“, sagt Schädlich. Womöglich sei eine neue 110-Kilovolt-Trasse völlig ausreichend. Ob dadurch der von den Landwirten befürchtete Flächenfraß minimiert werde, könne er aber nicht abschätzen. „Die Tragmasten wären zwar kleiner, aber es würden wohl mehr werden.“ Zumal sich die Frage stellt, ob und wie lange die alte 110-Kilovolt-Bestandstrasse betrieben werden könne.

Göhls Bürgermeister Thomas Bauer (BGG) hingegen setzt weiter auf den Bau der 380-Kilovolt- Stromtrasse. Sie „wäre für Göhl die Chance, die bestehenden Leitungen aus dem Ortskern rauszubekommen“.

Man habe sich da mit Tennet auf eine optimale Lösung geeinigt.

Ganz anders bewertet der Manhagener Bürgermeister Andreas Kröger (CDU) die Debatte. „Wir haben die Wirtschaftlichkeit schon immer hinterfragt und intern die neue Überprüfung gefordert“, sagt Kröger.

Er sei daher froh über die neuen Gespräche und bitte Kiel und Tennet, in der Frage „mit offenen Karten“ zu spielen.

Landrat Reinhard Sager (CDU) hält sich beim Thema bedeckt. „Die Klärung der Wirtschaftlichkeit des Vorhabens ist Aufgabe der Tennet“, sagt Sager. Dort sei man darauf vorbereitet. „Sofern sich die Eingangsparameter ändern sollten, könnte der Netzentwicklungsplan angepasst werden und auch das Bundesbedarfsplangesetz“, sagt Tennet-Sprecher John Karl Herrmann.

Dass Ostholstein im Vergleich zur Regionalplanung 2012 Windenergie-Vorrangflüchen verliert – also Flächen, auf denen Investoren Windräder errichten dürfen –, gilt als sicher. So würden vor allem das Funkfeuer der Flugsicherung bei Heringsdorf und das Landschaftsschutzgebiet Bungsberg Windkraftvorhaben im weiten Umkreis ausschließen. Auf Fehmarn würden die Rotoren Zugvögel gefährden. Das Land will seine neuen Pläne am 6. Dezember vorstellen. Die Neuplanung war notwendig geworden, weil das Oberverwaltungsgericht die alten Pläne nach Klagen von Windmüllern verworfen hatte. Weil ein Verbot, Windräder zu bauen, ein schwerer Eingriff in ihre Eigentumsrechte sei, müssten die Kriterien für die Ausweisung der Flächen eindeutiger formuliert werden als bisher, so die Richter.

Peter Mantik und Wolfram Hammer

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