Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein 40 Jahre unfallfrei: Verkehrswacht ehrt Timmendorfer
Lokales Ostholstein 40 Jahre unfallfrei: Verkehrswacht ehrt Timmendorfer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:29 14.11.2013
Holger Wriedt (links) von der Kreisverkehrswacht gratuliert Peter Uhr zur Auszeichnung. Quelle: Kessing
Eutin

Peter Uhr hat sie alle gefahren: den einfachen Pkw, das Einsatzfahrzeug bei der Feuerwehr und den 40-Tonner bei der Bundeswehr. Eine Million Kilometer, schätzt der 59-Jährige, habe er in seinem Leben als Auto- und Lkw-Fahrer zurückgelegt. Und das ohne Unfall. Die Kreisverkehrswacht Ostholstein-Süd hat dem Timmendorfer dafür jetzt die „Auszeichnung in Gold mit Eichenkranz“ als bewährter Kraftfahrer verliehen.

Defensiv fahren, auch mal andere Verkehrsteilnehmer gewähren lassen, wenn sie nicht Recht haben — das ist Uhrs Tipp für jahrelanges unfallfreies Fahren. „Der Paragraf eins der Straßenverkehrsordnung, der zur Vorsicht und gegenseitiger Rücksicht mahnt, gilt heute genauso wie vor 40 Jahren“, sagt Uhr. Bei Feuerwehr-Einsätzen musste er allerdings oft erleben, dass sich längst nicht alle daran halten. „Grund für die meisten Unfälle sind aus meiner Erfahrung Leichtsinn und Selbstüberschätzung.“ Mit seiner Auszeichnung wolle er nun andere motivieren, es ihm gleichzutun und defensiv zu fahren. Das sei auch der Grund gewesen, weshalb er sich beworben habe, so Uhr. Denn die Auszeichnung als „bewährter Kraftfahrer“ für zehn bis 45 Jahre unfallfreies Fahren erhält nur, wer sich an die Verkehrswacht wendet. Nach einer Prüfung durch das Kraftfahrtbundesamt verleiht diese dann den Titel.

Die ursprüngliche Idee sei es gewesen, ehrenvolle Einsatzfahrer bei der Feuerwehr zu würdigen, erklärt Uhr, der sich als ehemaliger Gemeindewehrführer noch immer in der Timmendorfer Wehr engagiert.

Zum einen sollten die Ausgezeichneten den jungen Kollegen bei Einsatzfahrten als Vorbild dienen, zum anderen schaffe die Auszeichnung Vertrauen bei den mitfahrenden Kollegen, so Uhr. „Wir sind dann direkt bei ihm selbst angefangen“, sagt Holger Wriedt, Vorsitzender der Kreisverkehrswacht Ostholstein-Süd. Beide hoffen nun, dass Uhrs ehemalige Feuerwehr-Kollegen, aber auch andere Kraftfahrer seinem Beispiel folgen. Der Trend, sich für die Auszeichnung zu bewerben, sei zwar rückläufig, sagt Holger Wriedt. Aber man wolle das gerne weiterführen. „Das ist ja auch eine gewisse Lebensleistung, die nicht jedem gelingt.“

bk

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!