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400 Kiter stürmen über den Fehmarnbelt

Fehmarn 400 Kiter stürmen über den Fehmarnbelt

Das längste Rennen der Welt: Gestern ging es vom Niobe-Strand auf Fehmarn nach Rödby auf Lolland und zurück. Mit dabei auch die Heiligenhafener Jens und Jannis Reverey.

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Ein beeindruckendes Bild: 400 Kite-Drachen stiegen kurz vor dem Start über dem Niobe-Strand in den Himmel.

Quelle: Fotos: Thomas Klatt

Gammendorf. „Wie kriegen die das hin, dass sie sich mit den Drachen nicht verheddern?“, fragte sich gestern eine Besucherin beim Start zum längsten Kitesurf-Rennen der Welt. An die 400 Kite-Drachen stiegen kurz vor 14 Uhr vor dem Niobe-Strand auf Fehmarn in den Himmel auf und sorgten für ein tolles Spektakel am wolkenlosen Himmel.

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Zwischen 13 und 18 Quadratmeter groß sind die Kites. Vor dem Start sorgten die Drachen für ein farbenfrohes Bild am fehmarnschen Niobe-Strand.

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Unter den Teilnehmern, die aus ganz Deutschland und zum Teil aus dem Ausland angereist waren, befanden sich auch Jens und Jannis Reverey aus Heiligenhafen. Vater und Sohn hatten in den vergangenen Wochen immer wieder auf einer Strecke zwischen Heiligenhafen und Fehmarn trainiert. Bis zu 25 Kilometer hatten sie dabei in einem Durchgang bewältigt. Zwischen dem Niobe-Strand auf Fehmarn und dem Ferienzentrum „Lalandia“ auf dänischer Seite galt es gestern jedoch hin und zurück nonstop 40 Kilometer zu bewältigen. Noch nie zuvor sei eine derart lange Strecke als Rennen gefahren worden, hatten die Veranstalter — neben der Firma Red Bull auch die Stadt und der Tourismus-Service Fehmarn — im Vorfeld verlauten lassen.

Dabei hätten es sogar noch mehr Teilnehmer sein können. „Wir hatten bei Meldeschluss über 800 Interessenten. So viele konnten wir jedoch aufgrund der Auflagen allerdings nicht zulassen“, sagte Red- Bull-Sprecher Benjamin Ulrich. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Lübeck hatte lediglich eine Genehmigung für maximal 400 Teilnehmer erteilt.

Mit „gehörigem Respekt“ vor der Distanz ging dann auch Jannis Reverey an den Start. Er und sein Vater waren sich sicher: „Das gibt morgen tüchtig Muskelkater.“ Die beiden starteten mit unterschiedlichem Material. Während Vater Jens auf ein herkömmliches Kite- Board stieg, hatte sein Sohn ein Race-Board unter den Füßen. Am stärksten, so die beiden, würden die Beine beansprucht, die den Wellengang ausgleichen und manchen starken Stoß einstecken müssten.

Dann das Warten auf den Start. Bemerkenswert: Auch ein Dutzend Frauen hatte sich auf die lange Distanz gewagt. Sorgen um ein Scheitern unterwegs musste sich indes niemand machen. Die Veranstalter hatten rund 20 Begleitboote gechartert, die im Ernstfall hätten einschreiten können. Wer sich unterwegs doch mal mit einem Kontrahenten verhedderte, die eigene Kondition überschätzte oder mit Materialproblemen zu tun hatte, konnte auf dänischer Seite das Rennen beenden. Dort sorgte ein Shuttle-Service zur Fähre dafür, dass die Teilnehmer samt Material wieder wohlbehalten auf deutscher Seite ankamen.

Doch Jannis Revereys Befürchtungen, dass der Wind pünktlich zum Start einknicken könnte, bewahrheiteten sich nicht. „Wenn wir kreuzen müssen, könnten da noch mal locker zehn Kilometer obendrauf kommen“, befürchtete der junge Mann.

Bei Redaktionsschluss hatten die Revereys noch nichts wieder von sich hören lassen. Dennoch hatten die beiden am Start vorgesorgt: „Das Geld für die Fähre haben wir vorsichtshalber schon mal eingesteckt“, sagte Vater Jens Reverey mit einem Augenzwinkern.

Thomas Klatt

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