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50000 Besucher? „Eine gefühlte Zahl“

Eutin 50000 Besucher? „Eine gefühlte Zahl“

Agentur Hock und Partner hält an der Größe fest – Geburtstagsfeier des Landes mit viel Musik und Feuerwerk.

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Zwölf Minuten dauerte das Pyro-Musical zum Ausklang des Landesgeburtstages. Die Stadtbucht war dabei gesäumt von Tausenden Menschen.

Eutin. Das Fazit nach dem zweitägigen Bürgerfest zum Landesgeburtstag und dem letzten LGS-Wochenende fiel positiv aus. „Wir sind als Stadt in der Lage, Großveranstaltungen zu meistern, auch zwei parallel“, sagte Bürgermeister Carsten Behnk. „Eutin kann aber mehr Besucher vertragen.“ 50 000 Gäste hatte die mit der Organisation des Bürgerfestes betraute Agentur Hock und Partner für beide Tage prognostiziert, daran wollte Olaf Walter bei einem Pressetermin am Sonntagabend auch festhalten, räumte aber ein, dass es sich um „eine gefühlte Zahl“ handelte.

LN-Bild

Agentur Hock und Partner hält an der Größe fest – Geburtstagsfeier des Landes mit viel Musik und Feuerwerk.

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Die Sportmeile vor der Kreisbibliothek sei „hervorragend“ angenommen worden, sagte Stadtmanagerin Kerstin Stein-Schmidt. Vorsitzender Rolf Röhling moderierte dort die Aktionen des Kreissportverbandes an, Extremsportler Wolfgang Kulow berichtete von seinen Expeditionen sowie Rekorden und führte sein Aufsehen erregendes Fat-Bike vor. Der 67-Jährige blieb sogar über Nacht vor Ort: Er übernachtete in seinem auf seinen Reisen erprobten Zelt.

Auch der Markt war durchgehend gut besucht. Auf große Resonanz stießen auf der Bühne am Rathaus wie auch auf der am Schloss die „Heimatbeiträge“: Trachtentänze, die Auftritte des Lübecker Shanty-Chors „Möwenschiet“ und des Chors „Einigkeit Wittorf“ , das Sinti-Quartett „Les Hommes du Swing“.

Viele Eutiner hätten den Weg zum Fest-Gelände mit dem Rad zurückgelegt und die Unterstellmöglichkeit der Fahrradgarage der Sparkasse Holstein genutzt, berichtete Stein-Schmidt erfreut. Und auch das Sicherheitskonzept habe funktioniert, wie ein Einsatz im Ostholstein-Museum am Sonntagnachmittag bewiesen habe, der sich aber glücklicherweise als Fehlalarm herausstellte.

Die Kritik von Institutionen und Organisatoren, dass es an Besuchern gemangelt habe und das Gelände zu weit auseinandergezogen gewesen sei, wollte Olaf Walter so nicht stehenlassen. „Es war nicht zerklüftet. In der Stolbergstraße haben kurzfristig zwei Anbieter abgesagt, so dass dort Lücken entstanden sind.“ Es sei auch ausreichend Werbung gemacht worden: „Wir haben 4000 Plakate hängen lassen, Flyer wurden landesweit verteilt.“ Die Fläche am Segenhörn, wo sich unter anderem Rettungsorganisationen und Bundeswehr präsentiert und eher gelangweilt hatten, liege nicht optimal, gab Walter zu. „Obwohl die Wege hier kurz sind.“ Eine fehlende Ausschilderung zum Segenhörn hatte schon am Vortag Per Köster von der Eutiner Tourist-Info festgestellt. Und auch Innenminister Stefan Studt (SPD), der Rettern und Co. am Sonnabend einen Besuch abstattete, fand sich dort mit seiner Entourage nahezu allein zwischen Zelten und Fahrzeugen.

Richtig voll wurde es beim Bürgerfest erst am Sonntagabend: Der Zugang zur Veranstaltungsfläche am Schloss musste nach kurzer Zeit gesperrt werden – so viele Menschen wollten den Eutiner Sänger Wincent Weiss (siehe Extra-Text) auf der Bühne sehen. Wer draußen bleiben musste, dem blieb zumindest das Hörvergnügen – unterbrochen vom Kreischen Hunderter junger Fans.

Mit einem spektakulären Feuerwerk – „und Musik aus allen verfügbaren Lautsprechern“, so Andreas Lietzke von der Stadtverwaltung – endete das Bürgerfest. Tausende Menschen schauten den Lichtkompositionen von Mirco Lorkowski entlang der Stadtbucht zu.

„Feinheimische“ Anbieter sind enttäuscht vom Bürgerfest

Für die Teilnehmer der „Feinheimisch“-Meile in der Lübecker Straße verlief das Bürgerfest in Eutin enttäuschend. „So ein schönes Ambiente, wir haben uns hier viel mehr versprochen“, sagte Markus Huber, Geschäftsführer des Vereins „Feinheimisch – Genuss aus Schleswig-Holstein“.

Der Sonntag sei noch der bessere Tag gewesen, aber „das ist hier weit weg von 50 000 Besuchern“. Er habe vor drei Wochen in Eckernförde am „green market“ teilgenommen, „da hatten wir in sechs Stunden 30 000 Besucher“. Er könne nicht nachvollziehen, warum die „Feinheimisch“-Vertreter in Eutin als hochwertige Anbieter abseits in B-Lage und in einer Sackgasse stehen müssten, „während Pommes und Poffertjes aus Industriefertigung in Premiumlage verkauft werden“. Auch erschließe sich ihm nicht, weshalb Lücken in der Stolbergstraße nicht hätten aufgefüllt werden dürfen, indem „Feinheimisch“-Anbieter aufrückten.

„Das Marketing war zu schlecht, die Plakatierung war grauenvoll. Große Bilder, kleingesetzter Text – da waren doch Daten und Uhrzeiten im Vorbeifahren gar nicht lesbar“, ärgerte sich Markus Huber.

Die Werbung für das Bürgerfest habe viel zu spät eingesetzt, „das hat Innenminister Stefan Studt, der bei mir am Stand war, genauso gesehen“, sagte der „Feinheimisch“- Geschäftsführer.

ben

Kreisch-Alarm bei Wincent Weiss

Kreischende Teenager, die zur Bühne drängen, unentwegt mit dem Handy Fotos schießen und Videos drehen, vor Aufregung umkippen. Wann hat es das in Eutin schon mal gegeben? Wincent Weiss, Shootingstar aus Eutin, konnte es bei seinem Auftritt fast selbst nicht glauben, dass diese Aufmerksamkeit ihm galt. „Meint ihr echt mich?“, fragte er und schüttelte immer wieder ungläubig den Kopf.

Der junge Musiker (23) spielte mit Band und Überraschungsgast Alexander Knappe ein fantastisches Konzert auf der Bühne am Schloss. „Ich lebe gerade meinen Traum“, gestand er seinem überwiegend jungen Publikum und auch, dass er das noch eine ganze Weile weiter zu tun gedenke. Da passte der Titel „Weck mich nicht auf“. Ohrenbetäubendes Rufen „Wincent, Winceeent“, quittierte er mit: „Ganz ruhig.

Ich bin viel aufgeregter als ihr. Eigentlich müsste ich die ganze Zeit rumschreien.“ Auf zugerufene Komplimente reagierte er fast verlegen: „Oh, Mann, ihr seid süß.“

Musikalisch überzeugte der in Eutin geborene und aufgewachsene 23-Jährige mit geschmeidiger Stimme und einfühlsam vorgetragenen Texten, die genau das thematisierten, was Heranwachsende bewegt: erste Liebe, Trennungsschmerz, Freundschaft, Träume, die Suche nach Lebenszielen. „Weil ich zuhause bin“ und „Herzlos“ spiegeln Weiss‘ Leben. „Man muss sich Zeit nehmen für Menschen, die einem wichtig sind“, gab er seinen Fans mit auf den Weg. Und gab zu: „Ich habe einige ganz schön vernachlässigt.“

Seine Familie war natürlich auch bei Wincent Weiss‘ Heimspiel anwesend. „Wo seid ihr?“, fragte der Sänger ins Publikum. Mit rosafarbenem Luftballon gaben sich Mutter und Schwester (12) zu erkennen.

Für ein Lied, das er „nur für sie geschrieben hat“, holte er seine leicht eingeschüchterte Schwester auf die Bühne – beide waren sehr gerührt, das Publikum war es ebenso.

Ein unvergessliches Erlebnis und eine bleibende Erinnerung nahm vom Konzert auch Lisa-Marie Kunde aus Bargteheide mit. Weiss‘ Kumpel, Alexander Knappe, beugte sich ins Publikum, schnappte sich ihr Handy und filmte minutenlang seinen und Weiss' Auftritt, ehe er es zurückgab. ben

ben

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