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600 000 Euro für neue Stege – DGzRS-Neubau wird geplant

Grömitz 600 000 Euro für neue Stege – DGzRS-Neubau wird geplant

Der Grömitzer Yachthafen wird noch schicker. Morsche Unterkonstruktion sorgt für Ärger. Neubau der Liegeplätze soll bis Ende März 2017 abgeschlossen werden.

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Die Oberfläche von Steg 9 sieht top aus. Die Unterkonstruktion ist marode, muss dringend erneuert werden.

Quelle: Fotos: Sebastian Rosenkötter

Grömitz. Sie sind fast 50 Jahre alt und besonders bei Schiffsbohrwürmern und Seglern beliebt. Während die Muschelart das Holz verspeist und als Wohnraum nutzt, befestigen die Wassersportler ihre Boote an der Konstruktion im Grömitzer Yachthafen. Lange war eine friedliche Koexistenz möglich. Nun ist klar, die Stege 8 und 9 sind massiv beschädigt. „Teilweise hat die hölzerne Unterkonstruktion weniger als ein Drittel ihrer ursprünglichen Gesamtstärke“, verdeutlichte jetzt Tourismuschef Olaf Dose-Miekley. Deshalb entschieden die Mitglieder des Tourismusausschusses am Donnerstagabend, dass beide Anlagen bis Ende März kommenden Jahres erneuert werden sollen.

LN-Bild

Der Grömitzer Yachthafen wird noch schicker – Morsche Unterkonstruktion sorgt für Ärger – Neubau der Liegeplätze soll bis Ende März 2017 abgeschlossen werden.

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600000 Euro, so die Kostenschätzung, dürften fällig werden. Rolf Künzel (CDU), Vorsitzender des Ausschusses, erläuterte, dass kein Kredit aufgenommen werden müsse. Er begründete dies damit, dass 2017 die zweite Rate der nachträglich gewährten Zuschüsse des Landes für den Neubau der Grömitzer Welle überwiesen würden. Die Summe beträgt 57800 Euro.

Fest steht, dass die Neubauten keine Schwimmstege sein werden, da diese breiter sind und das Fahrwasser zwischen den einzelnen Stegen zu eng werden würde. „Bei den Stegen 10 bis 12 ist mehr Platz, da werden wir das in Zukunft berücksichtigen“, so Dose-Miekley. Ebenfalls beschlossen ist, dass die Unterkonstruktion nicht aus Holz sein wird. Stattdessen wird eine mit Kunststoff ummantelte Stahlkonstruktion in den Boden gerammt. Die Schiffsbohrwürmer müssen sich also bald ein neues Zuhause suchen, da die Arbeiten im kommenden Winter beginnen. Die Fertigstellung soll Ende März kommenden Jahres erfolgen.

Einige Monate später, im Herbst 2017, könnte der Bau einer Wachstation der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) beginnen. Ebenfalls erneuert werden könnte dann das derzeitige Sanitärgebäude II für Segler, welches sich ebenfalls in dem Komplex befindet. Dose-Miekley erläuterte, dass die Seenotretter in Zukunft keine Ruhe-, Schlaf- und Wohnmöglichkeiten mehr an Bord vorhalten wollen. So soll die Qualität der Rettungsfähigkeit erhöht werden. Dies hat zur Folge, dass die Station an Land ausgebaut werden muss. „In verschiedenen Nordseeorten und auf ostfriesischen Insel ist das schon vollzogen worden“, so der Tourismuschef.

Aus einem ersten Entwurf geht hervor, dass das neue Gebäude deutlich weiter in die Steilküste hinein gebaut werden soll. Vorgesehen ist, dass die DGzRS weiterhin in der linken Haushälfte beheimatet ist. Im Erdgeschoss könnten Schlafraum und Werkstatt untergebracht werden. In den beiden darüber gelegenen Etagen wäre Platz für eine Wohnküche, einen weiteren Schlafraum, Gästezimmer, Fitnessraum und Schulungsraum. Im rechten Teil, der lediglich zwei Ebenen hätte, sollen weiterhin Toiletten und Duschen untergebracht werden. Zudem sei eine Ladenfläche im Erdgeschoss denkbar.

Ob es zum Neubau kommt, hängt nun von den weiteren Beratungen ab. Die Fraktionen wollen sich des Themas annehmen.

Elf Prozent mehr Übernachtungen

Der Tourismus im Norden boomt und die Gästezahlen in der Gemeinde Grömitz steigen rasant an. Donnerstagabend berichtete Tourismuschef Olaf Dose-Miekley, dass es bis Ende Juli elf Prozent mehr Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr gegeben habe. Dies seien fast 83000 mehr.

„Wir liegen deutlich über dem Landesschnitt“, so Dose-Miekley. Zurückzuführen sei dies in erster Linie auf Großprojekte, wie die Erweiterung des Carat-Hotels und den Bau des Aja-Ressorts. Dies habe auch Auswirkungen auf die Gästezahl gehabt. 20 Prozent mehr Urlauber seien registriert worden, was 26460 Personen entspreche. Darunter seien laut Dose-Miekley etliche Erstgäste gewesen.

Allerdings blieben die Besucher nicht mehr so lange wie in der Vergangenheit. „Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt bei 5,8 Tagen, dass sind 0,5 weniger als 2015“, so der Tourismuschef.

Sicher ist, dass sich die Entwicklung positiv auf die Einnahmen der Gemeinde auswirken wird. Allein die Kurabgabe verspreche etwa 15 Prozent mehr Erträge. Negativ sei, dass weniger Tagesgäste den Weg nach Grömitz fanden, was sicherlich auch am Wetter gelegen haben dürfte.

 Ser Sebastian Rosenkötter

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