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Ostholstein Schüler sitzen sicher im Sattel
Lokales Ostholstein Schüler sitzen sicher im Sattel
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20:01 26.09.2018
Jamie-Lee hatte trotz Prüfungsdruck und einem folgenden Auto die Ruhe weg und konzentrierte sich auf das richtige Links-Abbiegen an der Kreuzung. Quelle: Dirk Schneider
Malente

Für 25 000 Viertklässler in Schleswig-Holstein steht im laufenden Schuljahr der Erwerb des Fahrradführerscheins auf dem Lehrplan des Verkehrskundeunterrichts. 66 Malenter Grundschüler erwiesen sich am Mittwochmorgen als sattelfest und bestanden die ersten Prüfungen.

Mit der landesweiten Auftaktveranstaltung für die Aktion „Sattelfest“ will die Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein (LVW) ein Zeichen für mehr Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer setzen. „Die Zahl der verunfallten jugendlichen Radfahrer ist im vergangenen Jahr mit 631 Kindern wieder um 46 angestiegen“, sagte LVW-Präsident Dietmar Benz. Um das hohe Unfallrisiko für Rad fahrende Kinder zu senken, habe man bereits vor vielen Jahren damit begonnen, eine theoretische und praktische Ausbildung anzubieten, die von Polizeiverkehrslehrern und Verkehrswachtmoderatoren aktiv unterstützt werde, erläuterte Benz.

Schüler werden auf den Toten Winkel aufmerksam gemacht

Weitere Fördermittel kommen vom Verkehrsministerium für die Kampagne „Sicher kommt an!“ sowie von den Provinzial Versicherungen. „Wenn durch unser Engagement nur ein Kind weniger verunglückt, haben wir schon unglaublich viel erreicht“, betonte deren Malenter Bezirkskommissarin Kathrin Wienstein die Bedeutung der Aktion.

Bevor die 66 Vierklässler ihre Führerscheine in Empfang nehmen konnten, mussten sie jedoch erst ihr Können in Theorie und Praxis unter Beweis stellen, wobei die schriftlichen Tests bereits in den Vorwochen absolviert worden seien, erklärte Schulleiter Uwe Borchers. LVW-Moderator Dieter Seifert zeigte den Schulklassen, wie wenig ein Lkw-Fahrer aus seiner Kabine im Nahbereich wahrnehmen kann. Die Größe des Toten Winkels überraschte dabei auch viele erwachsene Zuschauer.

66 Malenter Viertklässler machen den Fahrradführerschein

Die abschließenden Fahrprüfungen umfassten eine rund zweieinhalb Kilometer lange Strecke durch Malente, die viele Schwierigkeiten im Straßenverkehr beinhaltete. Die Bandbreite reichte dabei vom Einordnen in den fließenden Verkehr über das richtige Linksabbiegen bis zu Erkennen und Umsetzen der Vorfahrtsregeln. Besonders hoch war der Schwierigkeitsgrad an der Kreuzung Marktstraße/Neversfelder Straße, an der Polizeiverkehrslehrerin Heike Schmidt die Leistungen der Radler bewertete. Hier mussten die Kinder rechtzeitig das geforderte Abbiegen in Richtung Schule an den Auewiesen anzeigen, die Rechts-vor-Links-Situation richtig einschätzen, an der Sichtlinie anhalten und dann sicher wieder anfahren.

Alle Kinder meistern die Prüfung

„Mit dem Prüfungsdruck, einem drängelnden Autofahrer im Nacken und dem Querverkehr ist das schon eine Herausforderung, da vergisst man auch schon mal, sich umzuschauen“, sagte Heike Schmidt, die ihren Schützlingen zwischendurch auch mal ein aufmunterndes Wort zurief. Alle Fehler wurden notiert, aber wirklich Gravierendes war nicht dabei, sodass letztlich alle Schüler die vielen Stationen meisterten. Besonders beeindruckt war Heike Schmidt von Jamie-Lee, die seelenruhig alle zehn Positionen einschließlich des zweiten Schulterblicks beim Linksabbiegen abspulte. Und auch Henner, der in eine Situation mit vielen Fahrzeugen geriet und diese meisterte, erntete spontanes Lob. Die Kinder lernten aber auch, sich in die Rolle anderer Verkehrsteilnehmer zu versetzen.

Zum Abschluss appellierte Schulleiter Uwe Borchers an die Eltern, die Kinder jetzt auch loszulassen, damit diese ihre erlernte Fahrfähigkeit erhalten und vertiefen können. „Die Grundlagen sind gelegt, wir hoffen, dass diese auch genutzt werden.“

Dirk Schneider

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