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Ostholstein 8000 Haushalte angeschrieben: Kreis fragt nach Höhe der Mieten
Lokales Ostholstein 8000 Haushalte angeschrieben: Kreis fragt nach Höhe der Mieten
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20:25 05.01.2016

Die Kreisverwaltung interessiert sich für die Miethöhen kleinerer Wohnungen in Ostholstein. Sie hat deshalb an rund 8000 Haushalte im Kreisgebiet einen Fragebogen verschickt und bittet die angeschriebenen Bürger um Mitwirkung an der freiwilligen und anonymen Erhebung. Mit der Fragebogenaktion soll ermittelt werden, wie hoch die Mieten für Hartz IV- und Sozialhilfeempfänger sein dürfen.

Der Kreis ist zuständig für das Bewilligen der Kosten der Unterkunft, wobei diese nach dem Sozialgesetzbuch ein „angemessenes Niveau“ haben müssen. Was angemessen ist, darf nicht einfach geschätzt werden, es muss aus einer Analyse des lokalen Wohnungsmarktes abgeleitet werden. „Den Sozialgerichten müssen immer häufiger Mietrichtwerte nach einem schlüssigen Konzept als Entscheidungshilfe vorgelegt werden“, erläutert die Kreisverwaltung, warum die Mieterbefragung von erheblicher Bedeutung ist. Auf ihrer Basis werde ein „grundsicherungsrelevanter Mietspiegel“ erstellt.

Mit der Datenerhebung und ihrer Analyse hat der Kreis erneut ein Hamburger Forschungsinstitut beauftragt, das bereits Anfang 2012 die Mietrichtwerte für Ostholstein ermittelt hatte. Im Februar 2014 wurden diese fortgeschrieben. Die Kreisverwaltung versichert, dass die Regeln des Datenschutzes eingehalten werden. Die Antworten blieben anonym, die angegebenen Mieten könnten nur über die Postleitzahl einem Gebiet zugeordnet werden. „Wir hoffen auf eine rege Beteiligung“, hieß es vonseiten der Kreisverwaltung. Die etwa 8000 angeschriebenen Haushalte wurden aus den Adressdaten der Deutschen Post ermittelt.

Wie das Jobcenter Ostholstein auf seiner Internet-Seite dokumentiert, gelten aktuell folgende Richtwerte bei den Kosten der Unterkunft: Für Alleinstehende etwa ist demnach eine Wohnung mit bis zu 50 Quadratmetern angemessen (für vier Personen sind es 75 bis 85 Quadratmeter). In Ahrensbök, Bosau, Fehmarn, Grube, Süsel, Oldenburg, Lensahn, Oldenburg-Land und Ostholstein-Mitte darf die Wohnung für Einzelpersonen bis zu 345,50 Euro kosten (für vier Personen bis 572,90 Euro), in Bad Schwartau, Scharbeutz, Malente, Ratekau und Stockelsdorf 359,50 Euro (595 Euro), in Dahme, Grömitz und Kellenhusen 330,50 Euro (532,95 Euro), in Eutin, Heiligenhafen und Neustadt 339 Euro (558,45 Euro) und in Timmendorfer Strand 390,50 Euro (733,55 Euro). Nebenkosten wie Müll, Wasser und Abwasser sind eingeschlossen, Heizkosten werden extra abgerechnet. In Einzelfällen können auch höhere Mieten anerkannt werden. pet

LN

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