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Ostholstein 825 JAHRE ST. JOHANNISGILDE
Lokales Ostholstein 825 JAHRE ST. JOHANNISGILDE
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10:45 28.06.2017
Das Vogelschießen wird am heutigen Dienstag fortgesetzt. Der Königsschuss wird gegen 20 Uhr erwartet.
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Oldenburg

Es dauerte nicht lange, da war der Jubiläumsvogel kaum wiederzuerkennen. Zielsicher kappten die Schützen der Oldenburger St. Johannisgilde eine Extremität des Holztieres nach der anderen – und räumten damit innerhalb kurzer Zeit die ersten Silberpreise ab.

Es dauerte nicht lange, da war der Jubiläumsvogel kaum wiederzuerkennen. Zielsicher kappten die Schützen der Oldenburger St.

Das Programm heute

9 Uhr: Treffen der Gildebrüder in der Großsporthalle 11 Uhr: Ausmarsch 12 Uhr: Fortsetzung Vogelschießen (Königsschuss gegen 20 Uhr) 15 Uhr: Oldenburger Gildekapelle 20 Uhr: Tanz im Schützenhof

Mit dem Vogelschießen wurde die 825-Jahr-Feier der Gilde gestern Nachmittag fortgesetzt. Als erster durfte sich der noch amtierende König Stefan Schlüter ans Gewehr stellen. Heute Abend soll sich entscheiden, wer sein Nachfolger wird; der Fall des Vogels wird für etwa 20 Uhr erwartet (siehe Infotext).

Bevor es dem drei Zentner schweren Zielobjekt gestern an den Kragen ging, marschierten Gildebrüder, Musiker sowie Vertreter der Stadt und diverser Institutionen inmitten zahlreicher Zuschauer einmal quer durch Oldenburg. Nach dem „Außer-der-Reihe“- Festumzug am Sonnabend mit etwa 1000 Teilnehmern von Nah und Fern, der eigens für den besonderen Geburtstag organisiert wurde, war gestern wieder das bekannte Programm der „Tage der Rosen“ dran. Die Gilde halte ihre Traditionen hoch – auch im Jubiläumsjahr, hatte der erste Ältermann Helmut Schwarze im Vorfeld erläutert. Nach dem zusätzlichen Festprogramm am Sonnabend – um den das Gildefest diesmal erweitert wurde – lief insofern wieder alles „nach Plan“.

Bei Mitgliedern und Gästen kam die Mischung aus Alt und Neu auf jeden Fall gut an. Schon am Sonnabend hatte ein großes Publikum das Geschehen verfolgt (die LN berichteten) – gestern versammelte sich erneut die halbe Stadt, um erst den Marsch und anschließend die Verkleinerung des Vogels zu beobachten. Begeistert wurden die Erfolge der Schützen beklatscht und darüber gefachsimpelt, wer wie am besten welchen Preis abschießen könnte.

Nur, dass König Schlüter diesmal nicht so treffsicher war wie im vergangenen Jahr und mit dem Eröffnungsschuss kein Glück hatte, mochte der ein oder andere kaum glauben. „Wieso hat er nicht getroffen?“, wandte sich ein Mädchen stirnrunzelnd an seine Eltern, als müsse der König einen guten Grund für sein Handeln gehabt haben. Die Ansprüche an eine Majestät sind eben hoch. Auch, wenn sie ihre Amtszeit schon so gut wie hinter sich hat.

 jen

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