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900 000 Euro für die Sicherheit

Malente/Kreuzfeld 900 000 Euro für die Sicherheit

Die Finanzierung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Kreuzfeld ist gesichert. Innenminister Stefan Studt überreichte dem Bürgermeister der Gemeinde Malente Michael Koch am Donnerstagnachmittag einen Förderbescheid in Höhe von 900000 Euro.

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Stefan Studt nutzte die Gelegenheit, sich bei Kreuzfeldts Wehrführer Andree Bendrich und Michael Koch über das neue Sicherheitskonzept einschließlich des neuen Feuerwehrfahrzeugs zu informieren.

Quelle: Fotos: D. Schneider

Malente. Da die Bauleitplanung allerdings noch nicht abgeschlossen ist, rechnet Dorfvorsteher Wilfried Knoop mit dem ersten Spatenstich erst Anfang 2017.

LN-Bild

Feuerwehr Kreuzfeld bekommt neues Gerätehaus – Förderbescheid aus Kiel.

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„Als ich vor 19 Jahren dieses Feuerwehrgerätehaus mit eingeweiht habe, hätte ich nicht gedacht, dass ich im Laufe meiner Amtszeit einen zweiten Neubau mit auf den Weg bringen würde“, erklärte Koch.

Aber in knapp zwei Jahrzehnten hätten sich die Anforderungen an die Gemeinde und die Gesellschaft anders entwickelt, als man früher gedacht habe, stellte er mit Blick auf veränderte Verkehrssituation fest. „Auf dem Weg zu diesem Termin bin ich selbst ein Opfer der Bahnschränken geworden“, verriet Koch den Grund für sein leicht verspätetes Erscheinen.

Unter anderem die höheren Taktraten der Bahn, vor allem aber verdichtete Verkehrsströme und eine veränderte Wohnsituation durch Neubaugebiete würden es der Malenter Ortswehr fast unmöglich machen, die gesetzlich geforderte Hilfsfrist einzuhalten, erklärte Gemeindewehrführer Bernd Penter den Hintergrund für die Neuausrichtung der Ortswehren Malente und Kreuzfeld. „Es erweist sich heute als problematisch, dass das Feuerwehrzentrum des Zentralortes Bad Malente-Gremsmühlen an der Peripherie ausgebaut wurde“, analysiert Penter. Bei Alarm müssten viele Feuerwehrleute den langen Weg Richtung Sieversdorf zurücklegen, dort die Autos besetzen und dann wieder zurückfahren. Im Normalfall komme die Wehr in dieser Zeit bis zum Rathaus. „Sind dann die Schranken gerade geschlossen worden, kommen noch einmal bis zu vier Minuten dazu, so dass sich die Zeit auf eine Viertelstunde erhöhen kann.“

Gerade angesichts der beiden Kliniken und der vielen Hotels in diesem Bereich bestehe aber eine besonders hohe Verpflichtung, dieses Areal schnellst möglich erreichen zu können. Diese Sicherheitsbilanz soll künftig die Kreuzfelder Wehr gewährleisten, die dafür natürlich entsprechend auf- und ausgerüstet werden müsse. „Bei den größeren Einsätzen erfolgt dies sowieso im Rendez-vous-Verfahren“, verweist Penter auf die gängige Praxis.

Mit der Anschaffung des rund 300000 Euro teuren Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs habe man mit der Umsetzung dieses Konzeptes bereits begonnen. Der Neubau des Feuerwehrhauses auf der grünen Wiese sei nun der zweite notwendige Schritt, um die auch personell deutlich aufgestockte Wehr angemessen und mit Zukunftsperspektive unterzubringen, hob Kreisbrandmeister Thorsten Plath hervor.

So sei die Kreuzfelder Wehr von 20 auf 36 Kameraden gewachsen. Dieses Engagement erhalte durch den finanziellen Startschuss für die Verbesserung der Sicherheit der Menschen in Malente seine Anerkennung. „Das ist ein Glücksfall für die Gemeinde“, so Plath.

Auch Dorfvorsteher Wilfried Knoop freute sich über die Zuwendung, dämpfte allerdings gemeinsam mit Bürgermeister Koch die Erwartung, auf einen schnellen Baubeginn. „Ein Grundstück ist zwar bereits vorbehaltlich der Baugenehmigung gekauft, aber die Bauleitplanung läuft noch und es gibt Einwendungen einiger Anwohner, die den Bau auf einer benachbarten Fläche befürworten.“ Beide Bauplätze liegen sich gegenüber am Meinsdorfer Weg in der Ortsmitte.

Das besonders günstige Darlehen, das aus dem Kommunalen Investitionsfond vergeben wird, hat eine Laufzeit von 20 Jahren bei einem Zinssatz von 1,25 Prozent.

„Der Kommunale Investitionsfonds hilft, konkrete Projekte vor Ort zu unterstützen. Von den Fördermitteln profitiert in diesem Fall nicht nur die Ortswehr Kreuzfeld, sondern alle Menschen in ihrer Umgebung“, betonte Studt.

 Dirk Schneider

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