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Ostholstein ADAC-Rallye: Die PS-Boliden rasen heute rund um Grömitz
Lokales Ostholstein ADAC-Rallye: Die PS-Boliden rasen heute rund um Grömitz
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20:21 06.09.2013
Legt sich für seine Liebste Melanie Schulz, die mit Nathalie Braun auf die Strecke geht, unter den Wagen: Benjamin Wartenberg (25), Robin Link (20) kontrolliert den Ölstand. Quelle: Fotos: K. Schröder

Gunnar Wildfang verreist an diesem Wochenende. Rein zufällig sagt er; mit den PS-Boliden, die heute und am Sonntag die Idylle in Rosenhof und Siggeneben stören, hat das nichts zu tun. Denn die Rallye sei durchaus ein tolles wenn auch lautes Spektakel, findet der Rosenhofer.

Noch ist auf der Strecke nichts los, weshalb die Reporterin mit ihrem Kleinwagen eine Runde drehen darf, gemächliches Tempo, ist ja klar. So ist es Vorschrift am Tag vor dem Rennen, streng nach Straßenverkehrsordnung. So halten es auch kurze Zeit später die Rennfahrer, die die Strecke zum Kennenlernen abfahren dürfen. Mal Schotter, mal Asphalt, dann geht es über blanken Acker — die Untergründe wechseln ständig.

Wo die unbedarfte Kleinwagen-Fahrerin mehr auf der Bremse rumsteht als Kilometer frisst, freut sich der Profi: „Das macht doch den Reiz der Strecke aus“, sagt Sönke Milon, der um die Mittagszeit mit seinem Beifahrer Günter Bade auf die Strecke geht. Bade hat das Bordbuch auf den Knien, macht den „Aufschrieb“, wie die Profis sagen. Er trägt akribisch jede Kurve ein, merkt sich schriftlich eine Menge Details, die er während des Rennens an den Fahrer weitergibt.

Knappe 20 Kilometer entfernt im Seebad Grömitz ist das Fahrerlager aufgebaut. Jeder der Rennwagen — 90 Teilnehmer aus Deutschland, Schweden und Dänemark sollen anreisen — steht sozusagen gut behütet unter einem knallgelben Pavillon, höchstens die Team-Mechaniker wuseln am Freitag umher. Benjamin Wartenberg legt sich für Melanie Schulz, seine „Melli“ wie er sagt, unter das Auto. Sie saß mit fünf das erste Mal in einem Kart, erzählt er, seitdem hat das Rennfieber sie nicht wieder losgelassen. Der 25-Jährige sorgt dafür, dass sie es gut hat und der Wagen läuft.

So richtig gut haben es die Touristen in Grömitz an diesem Wochenende nicht. Laut ist es im Ort, wenn die PS-starken Boliden durch die Straßen dröhnen, obwohl ihm aus den vergangenen Jahren „keine größeren Beschwerden“ zu Ohren gekommen seien, sagt Bürgermeister Mark Burmeister (parteilos). Das zieht einfach ein anderes Publikum an, deshalb hat die Gemeinde zugestimmt.

„Rallyesport ist nichts, was gefördert werden muss“, meint dagegen Gerd Trosiener vom BUND-Ortsverband Grömitz. Auch die Menschen, die an der Rennstrecke wohnen, müssen Einbußen hinnehmen: Sie können heute zeitweise ihre Häuser nicht verlassen, aus Sicherheitsgründen, sagt Rallyeleiter Uwe Barkmann. Bei Fragen können Anwohner sich an die Hotline 0174/ 8 12 98 45 wenden.

Nach der Rallye zieht der Renntross weiter, sagt ein Helfer aus dem Team, man kennt sich und trifft sich mehrmals im Jahr. Und je nachdem wie diese Saison ausgeht, hat Corinna Mohr (32) mehr oder weniger von ihrem Freund, den sie auch am Renntag mit einem mulmigen Gefühl auf die Strecke lässt, aber auch mit Stolz.

Ostsee-Rallye
Rallye-Start ist heute um 7.30 Uhr auf dem Seebrückenvorplatz, Zieldurchfahrt an gleicher Stelle gegen 20.45 Uhr. Im Servicepark am Großparkplatz an der Gildestraße können Fans den Mechanikern über die Schulter schauen.

• Im Internet:
www.ostsee-rallye.de

Kristina Schröder

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