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Ab Herbst rollt der Bürgerbus rund um Lensahn

Lensahn Ab Herbst rollt der Bürgerbus rund um Lensahn

Im Herbst startet der Bürgerbus. Er fährt zunächst immer freitags am Markttag von Lensahn über Kabelhorst, Damlos, Koselau, Riepsdorf, Gosdorf, Altrathjensdorf und Thomsdorf bis nach Grube und zurück. Das Besondere: Gefahren wird von Ehrenamtlichen. Lensahns Bürgermeister Klaus Winter möchte auch selbst regelmäßig ans Steuer.

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Probe sitzen im Bürgerbus: Ab Oktober will auch Bürgermeister Klaus Winter selbst hinter das Lenkrad.

Quelle: Fotos: Billhardt

Lensahn. „De lütte Lenter“ fährt in Malente und im Amt Hüttener Berge ist es „Hütti’s Marktbus“. Beide sorgen für mehr Mobilität in den Regionen. Auch Lensahns Bürgermeister Klaus Winter (CDU) und seine Mitarbeiterin Stefanie Schmidt möchten besonders älteren Einwohnern und Menschen mit Behinderungen aus den Ortschaften des Amtes und darüber hinaus ein Stück Lebensqualität zurückgeben. Dazu wurde jetzt das Projekt „Bürgerbus“ auf den Weg gebracht. „Wir haben uns ein sportliches Ziel gesteckt und wollen ab Oktober mit dem Bürgerbus starten“, erzählt Winter.

LN-Bild

Gemeinde- und amtsübergreifendes Projekt für die ländliche Mobilität – Bürgermeister Klaus Winter möchte selbst regelmäßig ans Steuer.

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Ein Name für den Bus

Der Bürgerbus soll einen eigenen Namen bekommen. Die Bevölkerung ist aufgerufen, sich zu beteiligen. Der Gewinner erhält eine Saisonkarte 2018 für das Waldschwimmbad.

Vorschläge an Stefanie Schmidt, Telefon 04363/5089 oder per E-Mail stefanie.schmidt@amt-lensahn.de.

Für den Anfang soll er immer freitags am Markttag fahren. Die Route der künftigen Linie 5659 ist von Lensahn über Kabelhorst, Damlos, Koselau, Riepsdorf, Gosdorf, Altrathjensdorf und Thomsdorf bis nach Grube und zurück über Gosdorf, Rüting, Kabelhorst, Manhagen und Beschendorf nach Lensahn geplant.

Bei all den Diskussionen um Anrufbus und ALFA-Linien hilft sich das Amt Lensahn so auch ein Stück weit selbst. Der Bürgerbus fährt zwar im Auftrag des Konzessionärs Autokraft, und somit in einem festen Linienverkehr mit Fahrplan, „quasi als Subunternehmer“, erläutert Stefanie Schmidt, doch das Prinzip lautet „Bürger fahren für Bürger“.

Ehrenamtliche sollen den Kleinbus steuern. „Wir haben schon sechs Fahrer zusammen“, freut sich Stefanie Schmidt und betont zudem noch: „Da sie ihre Zeit für unser Projekt opfern, ist es selbstverständlich, dass das Amt den Personenbeförderungsschein zahlt.“ Sie selbst möchte auch den Schein beantragen, ebenso wie Klaus Winter: „Ich werde garantiert eine Tour pro Monat übernehmen.

Andere machen Bürgersprechstunden – ich glaube, hier sehr viel von den Bürgern zu erfahren, was sie beschäftigt und was sonst vielleicht gar nicht bis ins Rathaus vordringen würde.“

Als Bürgerbus zum Einsatz kommt ein Fiat Ducato Multijet. Der Neun-Sitzer mit 150 PS wurde erst im vergangen Jahr vom Amt Lensahn angeschafft. „Das Auto ist erst 10000 Kilometer gefahren und fast nagelneu“, erklärt der Bürgermeister. Es war zunächst dafür gedacht, Asylbewerber aus dem Umland zu transportieren, vor allem die Kinder in den Kindergarten. „Und wenn wir den Bus nicht mehr gebraucht hätten, sollte er an die Jugendfeuerwehr weitergeben werden, daher ist er auch feuerwehrrot.“ Doch dann kam Klaus Winter die Idee mit dem Bürgerbus.

Damit auch jeder das Angebot nutzen kann, soll das Fahrzeug mit einer Trittstufe und mit einer Rampe nachgerüstet werden. „Wir müssen dabei auch noch klären, wie Menschen mit Rollstuhl im Bus am besten Platz finden“, erläutert Stefanie Schmidt.

Für den nun anstehenden Umbau hat das Amt Fördermittel beantragt. Klaus Winter: „Beim Kreis Ostholstein sind wir mit unserem Projekt auf Interesse gestoßen.“ In Eutin sei man dankbar und froh, dass sich Lensahn engagiere und für die Mobilität im ländlichen Bereich einsetze. Die Autokraft sitze derzeit daran, einen sinnvollen Fahrplan auszuarbeiten. „Und in einem Jahr schauen wir dann, wie es gelaufen ist, wie der Bedarf ist und was wir besser machen können.“

 Markus Billhardt

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