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Ostholstein Ab heute fährt die „flotte Lehni“
Lokales Ostholstein Ab heute fährt die „flotte Lehni“
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20:47 05.10.2017
Stefanie Schmidt, Organisatorin des Bürgerbus-Projekts, tauft die „flotte Lehni“ mit einer Flasche Sekt. Heute fährt der Bus zum ersten Mal. Quelle: Fotos: Jennifer Binder

„Die Taufe wird vorgezogen“, scherzte Lensahns Bürgermeister und Amtsvorsteher Klaus Winter (CDU) mit Blick auf das regnerische Wetter. Projekt-Organisatorin Stefanie Schmidt steuerte kurz darauf trotzdem noch eine Flasche Sekt als zusätzliches Nass bei – und schickte die „flotte Lehni“ damit unter ihrem neuen Namen offiziell auf Reisen.

Startschuss für das Bürgerbus-Projekt im Amt Lensahn: Am heutigen Freitag geht das Fahrzeug zum ersten Mal auf Tour. 14 ehrenamtliche Fahrer wechseln sich künftig hinter dem Steuer ab. Gestern wurde der Bürgerbus im Beisein vieler Gäste auf den Namen „Die flotte Lehni“ getauft.

Jeden Freitag soll der Bus ab sofort unter dem Motto „Bürger fahren für Bürger“ durch Lensahn und die umliegenden Dörfer fahren (die LN berichteten). Mit dem Projekt werde die Mobilität im ländlichen Raum verbessert und auf diese Weise auch mehr Lebensqualität geschaffen, sagte Klaus Winter erfreut. Er freue sich sehr, dass es nach fast acht Jahren – in denen Ideen für zusätzliche Buslinien aus Kostengründen immer wieder verworfen werden mussten – nun ein entsprechendes Angebot für die Einwohner im Amtsgebiet gebe. Ein besonderer Dank gehe dabei an die Fahrer, „ohne deren Engagement wir das Projekt niemals hätten umsetzen können“.

Noch vor zwei Monaten stand das Vorhaben mit damals gerade einmal fünf Ehrenamtlern auf der Kippe. Dass sich in den vergangenen Wochen dann doch noch so viele zusätzliche Freiwillige gemeldet hätten, sei einfach großartig, zeigte sich auch Organisatorin Schmidt erleichtert. Wie Klaus Winter hofft sie, das Projekt auf längere Sicht ausweiten zu können. „Vielleicht gelingt es uns, irgendwann weitere Strecken anzuschließen“, so Winter zuversichtlich.

Das Bürgerbus-Projekt sei „ein elementarer Baustein, um Menschen zusammenzubringen“, lobte Landrat Reinhard Sager (CDU). Er freue sich über die Lensahner Initiative und sei überzeugt, dass das Vorhaben hier ebenso erfolgreich anlaufen werde wie etwa in Malente, wo die Zahl der Fahrgäste stetig steigt. Von den dortigen Initiatoren gab es für die Lensahner Kollegen zum Start ein kleines Büchlein, mit der Anregung, dort besondere Begebenheiten und Kuriositäten einzutragen. Denn davon würden sicherlich auch die Lensahner Fahrer viele zu erzählen haben, waren die Malenter überzeugt.

Die Bürgermeister der amtszugehörigen Gemeinden freuten sich, dass das Projekt jetzt startet. Einziger Kritikpunkt: Der Fahrplan sei etwas unübersichtlich. Es gibt zwei Routen, die abwechselnd befahren werden. Beide führen von Lensahn nach Grube und zurück, es werden auf dem Weg jedoch unterschiedliche Haltestellen angesteuert (Fahrplan- Download unter bahn.de/autokraft/view/index.shtml;

Stichwort Fahrplan; Linie 5659).

Die Fahrpreise wurden noch einmal geändert: Statt des ursprünglich geplanten einfachen Bezahlsystems, bei dem Fahrten unabhängig von der Länge der Strecke für Erwachsene zwei und für Kinder einen Euro kosten sollten, gibt es nun doch verschiedene Tarife. Fahrkarten kosten für Erwachsene zwischen 1,80 und 4,80 Euro und für Kinder zwischen 1,10 und 2,90 Euro. Pro Erwachsenen-Fahrkarte können bis zu drei Kinder unter sechs Jahren kostenlos mitfahren. Der Grund für die Anpassung ist, dass der Bürgerbus in das ÖPNV-Konzept der Autokraft GmbH eingebunden wird. Ein entsprechender Vertrag wurde gestern unterzeichnet. „Wir sehen den Bürgerbus nicht als Konkurrenz, sondern als sinnvolle Ergänzung zu unserem Angebot“, betonte Sven Thomsen vom Busunternehmen. Gerade in Bereichen, in denen reguläre Linienbusse nicht wirtschaftlich eingesetzt werden könnten, „helfen uns alternative Projekte sehr“.

Von Jennifer Binder

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