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Ostholstein Abfall-Blog startet — Kritik am Konzeptentwurf
Lokales Ostholstein Abfall-Blog startet — Kritik am Konzeptentwurf
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20:21 01.11.2013

Am Montag beginnt die Online-Bürgerbeteiligung zum Entwurf des Abfallwirtschaftskonzeptes für den Kreis Ostholstein. Doch schon im Vorfeld gibt es Kritik. Vor allem von dem Verein Deponiestopp Ahrensbök. Hauptpunkt: Die Datenbasis für den Entwurf sei überhaupt nicht ausreichend, um seitens des Kreises Ostholstein von Entsorgungssicherheit sprechen zu können. Das sei bereits beim vorangegangenen Konzept der Fall gewesen. Dabei könnte ein fundierteres Konzept für die Zukunft eine wichtige Argumentationsgrundlage darstellen.

„Wir hätten mit dem Konzept die wunderbare Gelegenheit, endlich mal die Zahlen auf den Tisch zu legen“, sagt Vereins-Vorsitzender Thorsten Piehl aus Ahrensbök. Diese würden vorliegen, nur keiner mache sich die Mühe, kritisiert Piehl. Stattdessen beschränke sich das Konzept zu sehr auf Anlagendaten eigener Anlagen und solche an denen der Kreis beteiligt sei.

Auch würden Daten zu den Verwertungsquoten für die jeweiligen Abfallgruppen wie Bauschutt, Wertstoffe, Schadstoffe oder Haus- und Gewerbeabfälle der kreiseigenen und nicht kreiseigenen Anlagen und der Anlagen, an denen der Kreis beteiligt ist, fehlen. Weiter seien noch nicht einmal Auswirkungen der geplanten Großbaustelle Belttunnel und der Beltschiene abgeschätzt worden. „Im Konzept heißt es nur lapidar, dass noch gar nicht abzusehen sei, welche Mengen anfallen würden“, beklagt Piehl. Dabei gebe es unter anderem in den Planungsunterlagen der Beltschiene Anhaltspunkte.

Aber auch auf der Entsorgungsseite seien die Abfalldaten sämtlicher privater Entsorgungseinrichtungen überhaupt nicht berücksichtigt. „Wir haben hier zahlreiche Schrottplätze oder Recyclingbetriebe für Bauschutt aber nichts davon steht in dem Konzeptentwurf“, nennt Piehl Beispiele.

Dass nicht kreiseigene Anlagen ausgeschlossen seien wird noch nicht einmal erwähnt. Dabei könnten die Daten dieser nach Bundesemissionsschutzgesetz genehmigten Anlagen beim Amt für ländliche Räume auch für rückwirkende Jahre abgefragt werden. „Die gesamte Datenbasis ist nicht ausreichend, um seitens des Kreises Ostholstein von Entsorgungssicherheit zu sprechen“, fasst Piehl den Entwurf zusammen. Dabei sollte das Ziel des Konzeptes doch eigentlich sein, dem Bürger ein möglichst umfassendes Bild über die jetzige und zukünftige Entsorgungssituation im Kreis zu geben. Ansonsten werde eine Entsorgungssicherheit vorgetäuscht, die möglicherweise nicht gegeben sei. hm

Der Konzeptentwurf kann ab Montag, 4. November, unter www.awiko- blog.de eingesehen werden.

LN

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