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Ostholstein Pflegezentrum für Inklusion im Beruf ausgezeichnet
Lokales Ostholstein Pflegezentrum für Inklusion im Beruf ausgezeichnet
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17:26 29.11.2018
Birte Skowronnek hat gerade im Pflegezentrum angefangen. Pflegeleiterin Doreen Fischer und Heimleiter Ralf Bernitt (v.r.) freuen sich über einen gelungenen Start. Quelle: Agentur für Arbeit
Techau/Ostholstein

Das Pflegezentrum Techau (Gemeinde Ratekau) ist von der Agentur für Arbeit mit dem Inklusionszertifikat ausgezeichnet worden. Anlass ist das Motto der diesjährigen Woche der Menschen mit Behinderung vom 3. bis 7. Dezember unter dem Titel: „Inklusion am Arbeitsplatz – gemeinsam verschieden sein – eine Chance zur Fachkräftesicherung“. Ebenfalls ausgezeichnet wurde Landwege in Lübeck.

Pflegezentrum kooperiert mit Bugenhagen Berufsbildungwerk

Zuletzt eingestellt wurde im Pflegezentrum Techau die 20-jährige Birte Skowronnek. Sie wurde im Rahmen einer unterstützten Beschäftigung qualifiziert und bei der Suche nach einem Betrieb begleitet. Während der Praktikaphasen lernte sie das Pflegezentrum Techau kennen und arbeitet nun in der Hauswirtschaft. „Am Anfang benötigte sie viel Anleitung bei der Arbeit. Inzwischen arbeitet sie selbstständiger. Wir haben ihr zwei Ansprechpartner an die Seite gestellt und unterstützen sie mit Checklisten und Zeitplänen. Damit klappt das gut“, sagt Heimleiter Ralf Bernitt.

Das Pflegezentrum Techau arbeitet seit vielen Jahren mit dem Bugenhagen Berufsbildungswerk (BBW) in Timmendorfer Strand zusammen, das mit Unterstützung der Arbeitsagenturen Jugendliche und junge Erwachsene mit Lernschwierigkeiten, körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen qualifiziert. „Für uns ist es selbstverständlich, jungen Menschen mit einer Einschränkung eine Chance zu geben. Wir bieten Praktika in der Küche, Hauswirtschaft oder Pflegeassistenz an“, sagt Bernitt. Zudem seien auch schon Mitarbeiter eingestellt worden, die nach einer Erkrankung wieder ins Berufsleben zurückkehren wollen.

Inklusion gegen Fachkräftemangel

„Menschen mit Behinderung haben es oftmals schwer, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen“, sagt Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lübeck. Das gelte auch für junge Menschen mit Einschränkungen. Dabei könnten sie – richtig eingesetzt – ein Gewinn für das Unternehmen sein und dazu beitragen, den Fachkräftebedarf zu decken. Dusch: „Unsere Auszeichnung soll das bisherige Engagement ausdrücklich würdigen und Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit zum Wohle der betroffenen Menschen aussprechen.“

Inklusion ist eine Chance für alle Beteiligten. Gerade mit Blick auf die demografische Entwicklung und Fachkräfteengpässe ist ein Bewusstseinswandel erforderlich“, ergänzt Karsten Marzian, Leiter des Jobcenters Ostholstein. Er appelliert an Unternehmen, Menschen mit Beeinträchtigung eine Chance zu geben und sich nicht von einem gegebenenfalls zeitintensiveren Weg abschrecken zu lassen.

Arbeitslose mit Schwerbehinderung

Im Kreis Ostholstein waren Ende November 347 Menschen mit einer Schwerbehinderung arbeitslos gemeldet. Obwohl ihre Zahl in den letzten fünf Jahren zurückging, profitieren sie nicht so stark vom Rückgang der Arbeitslosenzahlen wie alle anderen. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen ist von 6,6 Prozent auf 6,7 Prozent gestiegen. Rund 58 Prozent dieser Arbeitslosen werden vom Jobcenter Ostholstein und 42 Prozent von der Arbeitsagentur betreut.

 

LN

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