Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Barrierefreies Wohnprojekt vor dem Start
Lokales Ostholstein Barrierefreies Wohnprojekt vor dem Start
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:56 26.03.2019
Genossenschaftliches und barrierefreies Wohnprojekt "Am Apfelgarten" in Ahrensbök: Der Vorstand der Genossenschaft mit Johann Rademacher, Architektin Heike Uhlen, Regine Hansen, Hans-Jürgen Schöttler und Jürgen Rix (v. l.), steht auf dem künftigen Bauplatz.  Quelle: Susanne Peyronnet
Ahrensbök

Sich verkleinern, das Einfamilienhaus abstoßen und stattdessen zentral, barrierefrei und selbstbestimmt Wohnen, ohne den bisherigen Wohnort zu verlassen: Das ist das Ziel vieler älterer Menschen. In Ahrensbök entsteht nun ein Angebot, das diesen Wünschen entgegenkommt. Das genossenschaftliche und barrierefreie Wohnprojekt „Am Apfelgarten“ steht vor der Verwirklichung.

Im Rollstuhl zum Friseur

Wer dort einzieht, kann zu Fuß, sogar mit dem Rollstuhl Geschäfte, Ärzte, Apotheken, Cafés und Friseur erreichen. Denn das Grundstück, auf dem das Gebäude mit den 22 Wohnungen mit einer Größe zwischen 48 und 114 Quadratmetern entsteht, liegt zentral mitten im Ort. In zweiter Reihe hinter den Gebäuden des Grünen Kaufhauses der Gebrüder Rentzow in der Bahnhofstraße ist genug Platz für den Neubau. Zumal fast alle alten Gebäude an dessen Rand abgerissen werden.

Mehr zum Thema: Einen Beitrag zu der Planung des Bauprojekts „Am Apfelgarten“ lesen Sie hier.

Hervorgegangen ist die Idee aus dem Gemeindeentwicklungsprojekt „Ahrensbök 2030“, bei dem es darum ging, wie sich die Bewohner ihre Gemeinde wünschen. Fünf Ehrenamtler machten sich daran, die dort geäußerte Vorstellung vom barrierefreien Wohnen in Ahrensbök umzusetzen. Es entstand die Idee einer Genossenschaft. Nachdem einige rechtliche Hürden genommen und ein Grundstück gefunden war, kann das Projekt jetzt umgesetzt werden. Die Gemeinde kauft das Gelände hinter dem Grünen Kaufhaus – Übergabe soll am ersten Juni sein – und übergibt es für 99 Jahre in Erbpacht an die Genossenschaft.

Einige Wohnungen sind noch frei

Die soll im Mai gegründet werden, und will umgehend den Bau in Angriff nehmen. „Wir legen jetzt die Finanzierung fest", berichtet Hans-Jürgen Schüttler vom Vorstand. Parallel läuft die Werbung weiterer Genossen. 14 sind es bereits, sieben Wohnungen und damit auch Genossenschaftsanteile sind noch frei. Wer eine Wohnung haben möchte, muss um die 350 Euro pro Quadratmeter in die Genossenschaft einbringen, Geld, das bei Auszug zurückgezahlt wird. Die Wohnungen selbst können als Eigentum erworben oder gemietet werden. Die Mehrzahl derer, die bereits unterschrieben haben, hat sich für die Miete entschieden.

Mehr zum Thema:
Welche weiteren Baugebiete geplant sind lesen Sie hier.

Es sind überwiegend Menschen aus der Großgemeinde Ahrensbök, die sich bisher für das Wohnprojekt entschieden haben, berichtet Schüttler. „Das sind die, die nicht wegziehen wollen.“ Architektin Heike Uhlen stellt dazu fest: „Das ist für Ahrensbök ein Vorteil, weil Einfamilienhäuser frei werden.“ Sie hat das Gebäude entworfen, das am Apfelgarten entsteht. Es ist ein L-förmiger Bau, jede Wohnungen hat eine Terrasse, einen Balkon oder einen Dachgarten und ist über einen großen Fahrstuhl barrierefrei erreichbar. Im Erdgeschoss entsteht ein großer Gemeinschaftsraum, den nicht nur die Bewohner, sondern auch die Gemeinde, etwa für Sitzungen, nutzen kann.

Das Grundstück steht bereit und wird nach und nach hergerichtet. Im kommenden Jahr soll Baubeginn sein.

In den nächsten Wochen wird der Vorstand um weitere Genossen werben, damit die restlichen Wohnungen noch vergeben werden können. Die Genossenschaft stellt sich auf der Messe „Haus & Garten“ am 30. und 31. März im Blumen- und Pflanzenmarkt Rahlf in Schürsdorf vor. Außerdem werden Flyer ausgelegt. Weitere Informationen zum Wohnprojekt gibt Hans-Jürgen Schüttler unter der Mobilnummer 01 77/799 39 94 oder per Mail an steuerberater.schuettler@t-online.de.

Susanne Peyronnet

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In Eutin trafen sich Vertreter der Bahn, des Kieler Ministeriums und der Stadt Bad Schwartau zum Gespräch. Mit einer neuen Idee geht es in eine weitere Runde – es wurde aber Stillschweigen vereinbart.

25.03.2019

Edel und locker zugleich: Neue Hotels in Ostholstein wollen als schicke Wohlfühl-Oasen glänzen. Jetzt haben sie ihre Türen für andere Gastgeber geöffnet, die Anregungen für ihre Einrichtungen suchen.

25.03.2019

Auf der Autobahn 1 an der Raststätte „Neustädter Bucht“ kontrollierten Beamte aus Scharbeutz 68 Lkw-Fahrer. 15 davon wiesen Atemalkoholwerte über 0,5 Promille auf.

25.03.2019