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Ostholstein Ahrensbök: Gemeindevertreter wählen Ausschussvorsitzenden ab
Lokales Ostholstein Ahrensbök: Gemeindevertreter wählen Ausschussvorsitzenden ab
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21:15 06.09.2013
Heiko Wäcken (FWG) wurde einstimmig zum neuen AusschussVorsitzenden bestimmt. Quelle: Foto: latz

Überraschend kam diese Entscheidung wohl nicht: Carsten Wulf von der Freien Wählergemeinschaft (FWG) ist als Vorsitzender des Ausschusses für Bauen, Energie und Verkehr der Gemeinde Ahrensbök abberufen worden. Auf der Gemeindevertretersitzung am Donnerstag wurde statt dessen Heiko Wäcken (ebenfalls FWG) zum neuen Vorsitzenden gewählt. Vertreter von CDU und SPD zeigten sich erleichtert.

Vorausgegangen war der Abwahl ein Eklat in der ersten Ausschuss-Sitzung unter dem Vorsitz von Wulf vor einigen Wochen. An den Grabenarbeiten am Alten Schulweg zwischen Lebatz und Grebenhagen hatte sich ein Streit zwischen Wulf und dem bürgerlichen Ausschuss-Mitglied Jürgen Rosenfeldt (SPD) entzündet, bei dem harte Worte fielen und Wulf ein von ihm privat in Auftrag gegebenes Gutachten verteilen wollte.

„Carsten Wulf hat sich bereits in der vergangenen Legislaturperiode mehrfach ehrenrührig verhalten“, begründete der CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus-Dieter Gruber den Antrag der CDU auf Abberufung von Wulf. Deswegen habe dieser nach der Kommunalwahl eigentlich keinen Ausschuss-Vorsitz mehr bekommen sollen (Wulf war bis zur Wahl Vorsitzender des Ausschusses für Planung und Umwelt). „Unser Bürgermeister Andreas Zimmermann hat sich aber für ihn eingesetzt, damit er noch eine Chance bekommt“, so Gruber. Das habe aber nur „auf Bewährung“ gegolten: „Wir waren uns einig, dass er bei erneuten Verfehlungen abgewählt wird. Und kaum war er wieder Vorsitzender, ging das ganze Theater von vorn los.“

Wulf habe das Tagesgeschäft der Verwaltung gestört und mit seinem „unmöglichen Verhalten dem Ansehen der Gemeinde nachhaltig geschadet“, führte Gruber weiter aus. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Burkhard Jürß sprach von „umfangreichen Kompetenzüberschreitungen“ Wulfs. Dieser handele zudem nicht so überparteilich, wie es ein Ausschuss-Vorsitzender tun sollte.

„Wenn die Mehrheit mich abwählen will, soll sie das tun“, sagte Wulf dazu. „Ich hätte mir aber mehr positive Resonanz und mehr Miteinander gewünscht.“ Abgewählt wurde er dann mit den Stimmen von CDU und SPD, die FWG-Vertreter votierten gegen die Abwahl. Alle Stimmen bekam dann jedoch Heiko Wäcken als Nachfolger Wulfs. „Davon sind wir begeistert“, so Gruber: „Die Arbeit wird sich mit Heiko Wäcken dramatisch verbessern.“

Zuvor hatte es einiges Hin und Her um die Aufstellung des gemeindlichen Lärmaktionsplans gegeben, mit dem Gebiete vor „Umgebungslärm“ — Verkehr, Industrie — geschützt werden sollen. Nach der bisherigen Aufstellung sind große Gebiete der Gemeinde Ahrensbök als künftige Ruhegebiete ausgewiesen. Die FWG-Vertreter wollten eine Extra-Ausweisung für das Gelände der ehemaligen Kiesgruben Lebatz — mit Blick auf die Pläne der Firma Becker-Bau Bornhöved, die dort eine Bauschutt-Deponie einrichten will, wogegen sich Gemeinde und Bevölkerung seit Jahren zu wehren versuchen. Eine solche Ausweisung sei jedoch unnötig, erklärten CDU, SPD und Verwaltung, zumal weitere Details auf der nächsten Sitzung des Ausschusses für Planung und Umwelt geklärt werden könnten. Einstimmig beschlossen wurde die „überplanmäßige Ausgabe“ für den neuen Skaterpark, den die Gemeinde mit maximal 12 000 Euro unterstützen wird.

„Carsten Wulf hat dem Ansehen der Gemeinde nachhaltig geschadet.“
Klaus-Dieter Gruber, CDU-Fraktionschef

Sabine Latzel

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