Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Ahrensbök: Keine Erhöhung der Kita-Beiträge
Lokales Ostholstein Ahrensbök: Keine Erhöhung der Kita-Beiträge
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:12 14.05.2016

Fehlende Versicherungen für Flüchtlinge, Kita-Beiträge und Grundsätzliches zum Zuschuss für die Tafel: Ein buntes Programm haben die Mitglieder des Ahrensböker Ausschusses für Jugend, Sport und Soziales auf ihrer jüngsten Sitzung abgearbeitet.

Dabei ging es unter anderem um private Haftpflichtversicherungen für die derzeit etwa 130 Flüchtlinge, die in der Gemeinde leben. Diese haften ebenso wie alle anderen Bürger für Schäden, die sie verursachen, hieß es – könnten sich aber teilweise eine Haftpflichtversicherung nicht leisten, „weil eine Erstattung über das Asylbewerberleistungsgesetz nicht vorgesehen ist“. Die Vertreter der Flüchtlingshilfe Ahrensbök hatten die Gemeinde deshalb darum gebeten, eine pauschale Gruppenversicherung abzuschließen, die einige Versicherungen mittlerweile anbieten.

„Das wäre aber eine Ungleichbehandlung“, erklärte Hauptamtsleiter Hans Tylinski. Denn auch andere Bürger könnten sich eine private Haftpflichtversicherung nicht leisten beziehungsweise müssten diese aus dem Regelsatz ihrer Sozialleistung finanzieren. „Den Flüchtlingen kann deshalb zugemutet werden, ebenso zu verfahren“ – dieser Ansicht stimmten die Ausschussmitglieder zu.

Abgelehnt wurde hingegen mit den Stimmen von SPD und FWG der Vorschlag, die Erhöhung der Elternbeiträge für die Kitas weiter vorzubereiten. „Wir sehen das Limit erreicht“, sagte Katrin Sinner (SPD), „weitere Erhöhungen sind für die Eltern nicht zumutbar – und deshalb sind auch keine weiteren Absprachen mit den Trägern nötig.“

Einigen Schwung in die Sitzung brachte die anschließende Debatte um die Arbeit der Ahrensböker Tafel. Kassenwart Hans-Werner Dohse hatte zunächst Einnahmen und Ausgaben für 2015 vorgestellt, wobei die Ausgaben mit knapp 26000 Euro etwas über den Einnahmen lagen. „Wir brauchen deshalb weiterhin den Zuschuss der Gemeinde“, betonte er – die Gemeinde unterstützt die Tafel-Arbeit mit 300

Euro im Monat. Sie sei nicht gegen diese Arbeit, erklärte dazu Anneliese Schacht (FWG), „aber ich bin gegen diesen Zuschuss“. Bedürftige könnten ihre Lebensmittel über ihre Sozialleistungen kaufen.

„Wir müssen die Menschen dazu anhalten, mit ihren Mitteln zu haushalten, wie wir alle das ja auch müssen“, schloss sich Cordula Ziske (ebenfalls FWG) an und schlug vor, mit den oder für die Bedürftigen günstig einzukaufen, um das Geld für den Transport der von den Supermärkten gespendeten Lebensmittel und die Kühlkette zu sparen.

„Sie müssen diese Kosten doch in Relation zum Verkaufswert der gespendeten Ware sehen“, hielt Bürgermeister Andreas Zimmermann (parteilos) dagegen. „Sie machen nur einen Bruchteil dieser Summe aus.“

Niemand käme zur Tafel, „weil er es schön findet“, erklärte Sissel Berg (CDU), Ausschuss-Mitglied und im Tafel-Vorstand aktiv. „Wir geben den Menschen durch unser Angebot ein Stück Würde zurück“, meinte sie mit Blick auf die zwei Euro, die jeder Tafel-Kunde für seinen gesamten Einkauf zahlen solle: „Das machen wir, damit sich die Menschen nicht schlecht fühlen.“ Generell schien die Mehrheit im Ausschuss für den weiteren Zuschuss durch die Gemeinde zu sein – wobei darüber auf dieser Sitzung ohnehin nicht abgestimmt wurde. latz

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wie im vergangenen Jahr präsentiert sich die Stadt Eutin wieder mit einem umfangreichen Programm am „Tag der Städtebauförderung“. Am Sonnabend, 21. Mai, geht es um die Stadtsanierung.

14.05.2016

Wilfried Draeger aus Niendorf entdeckte auf dem Bild seine Mutter / Die damals 20-Jährige wurde Augenzeugin beim Boykott jüdischer Geschäfte in Berlin.

14.05.2016

Vom Waldbrand bis zur Bergung einer eingeklemmten Person: Neun unterschiedliche Übungen in gut 26 Stunden – Von der Wehr-Führung gibt es Lob für den Nachwuchs.

14.05.2016
Anzeige