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Ostholstein Ahrensbök: Todesmarsch als Ausgangspunkt
Lokales Ostholstein Ahrensbök: Todesmarsch als Ausgangspunkt
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21:10 02.09.2017
Ahrensbök

Es ist eine Spurensuche „von Ahrensbök über New York nach Auschwitz und zurück“. Jörg Wollenberg, Mitbegründer der Gedenkstätte Ahrensbök, hat in zwei Bänden sein geschichtspolitisches und pädagogisches Engagement zusammengefasst. Heute stellt er sein Werk in Ahrensbök vor.

„Krieg der Erinnerungen“, heißt der Doppelband in Großformat mit zahlreichen farbigen Abbildungen auf 700 Seiten. Wollenbergs Geburtsort Ahrensbök bildet den Ausgangspunkt seiner Spurensuche. Dort wurde der Autor 1945 Zeuge des Todesmarsches von Häftlingen aus den Konzentrationslagern Auschwitz-Fürstengrube und Mittelbau-Dora. Der Historiker erlebte das Schicksal vom Zwangsarbeitern, Flüchtlingen und „Displaced Persons“, von denen er einige später in New York aufsuchte und befragte. Im Rahmen dieser Forschungsarbeiten entstanden zahlreiche Projekte, so die Einrichtung der Gedenkstätte in Ahrensbök mit Arbeiten zum Auschwitzkomplex, Judenverfolgung auf dem Lande und frühen Konzentrationslagern in Ostholstein, wie der erste Band dokumentiert.

Im Zentrum des zweiten stehen Untersuchungen zur Geschichte von Bremen, Bielefeld und Nürnberg. So schildert Wollenberg die Entwicklung des Bremer Bündnisses von Werftarbeitern mit sozialistischen Lehrern, die den frühen Widerstand gegen das NS-System und gegen die Pläne einer Neuordnung nach 1945 prägte. Eine wichtige Rolle spielte dabei der Eutiner NS-Führer Johann Heinrich Böhmcker als Bürgermeister von Bremen. Der Autor thematisiert auch den Mythos der „liberalen Hansestädte“. Die Buchvorstellung anlässlich des Antikriegstags beginnt heute um 15 Uhr in der Gedenkstätte Ahrensbök, Flachsröste 16.

LN

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