Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Ahrensbök liebäugelt mit Fördermitteln
Lokales Ostholstein Ahrensbök liebäugelt mit Fördermitteln
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:14 14.06.2017
Die Ahrensböker wünschen sich einen zentralen Platz.Andreas Zimmermann Bürgermeister
Ahrensbök

Wenn jemand ganz ungefragt darüber informiert, dass da noch irgendwo Geld ist, das unter bestimmten Bedingungen beantragt werden könnte – sagt eine klamme Kommune natürlich nicht sofort Nein, und das haben auch die Ahrensböker nicht getan. Sondern stattdessen allerlei Informationen zusammengetragen, weshalb eine stattliche Summe aus dem Förderprogramm für Städtebau des Landes zumindest schon einmal aus der Ferne aufblitzt. Detaillierte Informationen geben heute Vertreter der Verwaltung und zwei Expertinnen des Landesinnenministeriums während einer gemeinsamen Sitzung dreier Ausschüsse im Bürgerhaus.

„An dem Förderprogramm können jetzt auch sogenannte ländliche Zentralorte teilnehmen“, erklärt der Ahrensböker Bürgermeister Andreas Zimmermann (parteilos). Das habe das Innenministerium Anfang Februar in einem Rundschreiben mitgeteilt. Wer Interesse an der Förderung bekunde, müsse aber auch den Bedarf aufzeigen können. „Da hatten wir mit dem Gemeindeentwicklungskonzept ,Ahrensbök 2030‘

bereits eine gute Grundlage geschaffen.“ 2014 waren in Haushaltsbefragungen, auf Dörferkonferenzen und in Workshops Ideen für die Zukunft der Gemeinde entwickelt worden. „Wir konnten also direkt Stärken und Schwächen unserer Kommune aufzeigen, und zwar aus der Bevölkerung heraus“, sagt Zimmermann.

Beim Programm für Städtebauförderung müsse eine einigermaßen klar umrissene Summe für Infrastrukturprojekte beantragt werden, berichtet Bauamtsleiterin Eike Cleven. Die „Grobschätzung“ für Ahrensbök liege bei 15 Millionen Euro – wobei das Fördermodell dreistufig ist, das heißt: Ein Drittel des Geldes kommt vom Bund, eines vom Land und eines von der Kommune selbst, das Ganze „gestreckt“ über einen Zeitraum von zehn bis 15 Jahren.

Mögliche Projekte, die ein Planungskonzept für Ahrensbök auflisten könnte, wären: die Sanierung der Arnesbokenhalle, die energetische Sanierung gemeindeeigener Immobilien, Projekte zur Inklusion wie Bordsteinabsenkungen oder die Umgestaltung des Zobs, Neubau von Kindertagesstätten oder Straßensanierungen. Vielleicht könnten auch auf oder nahe der unter Flächendenkmalschutz stehenden Schlosswiese rund ums Rathaus Möglichkeiten zum Verweilen geschaffen werden, sagt der Bürgermeister. „Es fehlt nach wie vor ein zentraler Platz in Ahrensbök, das ist ein Manko, und die Bevölkerung wünscht sich so etwas.“

Über das Förderprogramm wird heute Abend im Bürgerhaus informiert. Über den Antrag müssen dann die Gemeindevertreter auf ihrer Sitzung im Juli entscheiden, der Antrag selbst muss bis Mitte Juli im Innenministerium vorliegen. „Das Programm könnte maßgeblich die Weichen für die Zukunft in Ahrensbök stellen“, sagt der Bürgermeister.

Die gemeinsame Sitzung des Hauptausschusses, des Ausschusses für Bauen, Energie und Verkehr sowie des Ausschusses für Planung und Umwelt beginnt am heutigen Donnerstag um 18 Uhr im Bürgerhaus.

Sabine Latzel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Jens Rose-Zeuner ist neuer Vorsitzender – Zwei Stellvertreter.

14.06.2017

Klinikgruppe: Kurzfristige Engpässe im Pflegebereich längst beseitigt.

14.06.2017

Droht das 40-Millionen-Euro-Projekt auf der Nordkoppel in Kellenhusen zu kippen? Bürgermeister Carsten Nebel (CDU) bereitet der mögliche Ausgang der Abstimmung in der heutigen Sitzung der Gemeindevertretung im Kursaal (19.30 Uhr) große Sorge.

14.06.2017
Anzeige