Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Ahrensbök ringt weiter mit den Finanzen
Lokales Ostholstein Ahrensbök ringt weiter mit den Finanzen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:10 16.10.2015
Ahrensbök

Einen recht abwechslungsreichen Themenreigen hatten die Gemeindevertreter von Ahrensbök abzuarbeiten, die am Donnerstagabend im Bürgerhaus tagten.

Einstimmig verabschiedet wurde dabei erwartungsgemäß die Erhöhung der sogenannten Realsteuerhebesätze.

Demnach wird ab Januar 2016 die Grundsteuer A (Landwirtschaft) in der Gemeinde von 310 auf 320 Prozent erhöht, die Grundsteuer B (Privatgrundstücke) von 320 auf 340 Prozent und die Gewerbesteuer von 340 auf 350 Prozent. Diese Erhöhung ist zuvor im Hauptausschuss lange diskutiert worden und soll der Gemeinde zusätzliche Einnahmen von 86000 Euro jährlich bringen. Die Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD und FWG erklärten am Donnerstagabend noch einmal, dass ihrer Ansicht nach die Gemeinde um diese Erhöhung nicht herumkomme. Im Kreisvergleich gehöre Ahrensbök zudem zu den Gemeinden mit den niedrigsten Hebesätzen: Der Kreisdurchschnitt liege bei knapp 342 Prozent bei der Grundsteuer A, bei 351 Prozent bei der Grundsteuer B und bei 348 Prozent bei der Gewerbesteuer.

Die angespannte Finanzlage werde sich durch die drohende Erhöhung der Kreisumlage auf 37 Prozent noch verschlechtern, auch darin waren sich die Gemeindevertreter einig. Die dadurch entstehenden Mehrkosten für Ahrensbök sind auf 96000 Euro beziffert worden. „Es ist nicht erkennbar, warum die Kreisumlage zum jetzigen Zeitpunkt erhöht werden soll“, kritisierte Bürgermeister Zimmermann, „und die Höhe ist auch nicht nachvollziehbar.“ Dementsprechend votierten die Gemeindevertreter für eine ablehnende Stellungnahme.

Ein Hoffnungsschimmer zeigt sich bezüglich der nötigen Sanierung von Arnesboken- und Falsterhalle. Der Bund habe kurzfristig ein Projekt gestartet, in dessen Zuge bis zu 45 Prozent der Kosten als Fördermittel eingeworben werden könnten, so Zimmermann. Die Sanierung der Arnesbokenhalle ist mit 2,9 Millionen Euro, die der Falsterhalle mit 765000 Euro veranschlagt, womit eine Förderung von bis zu 1,67 Millionen Euro winke. Einstimmig beschlossen die Gemeindevertreter, diese Förderung zu beantragen.

Sie votierten ebenfalls für die endgültige Änderung des Flächennutzungsplans für das Areal nördlich von Havekost, auf dem ein neuer Windpark gebaut werden soll. Leben soll wieder ins leer stehende ehemalige Sky-Gebäude am Bökenbarg einziehen: Nach Angaben des Bürgermeisters soll dort im Frühjahr der Restpostenverkauf „Thomas Philipps“ eröffnen, der bundesweit bereits 240 Filialen betreibt.

latz

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Eutiner Klaus-Peter Plötz machte aus seinem Ruhestand einen Dauereinsatz als Lebensretter.

16.10.2015

Bei strömendem Regen wurde gestern das 150-jährige Seebad-Jubiläum von Timmendorfer Strand eröffnet — mit Riesen-Schirm und Geburtstagstorte.

16.10.2015

Ostholstein will sich als familienfreundlicher Kreis weiter profilieren. Um mit gutem Beispiel voranzugehen, soll die Kreisverwaltung künftig verstärkt Ausbildung in Teilzeit anbieten.

16.10.2015