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Ostholstein Ahrensbök steht vor großen Entscheidungen
Lokales Ostholstein Ahrensbök steht vor großen Entscheidungen
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21:15 15.01.2018
Die Sternsinger Anna, Jule, Mia und Hanna (v. r.) sangen sauber und fehlerfrei, allerdings recht leise. Ihnen fehlte ein Mikrophon. Quelle: Fotos: Peyronnet

Die Sternsinger der katholischen Kirchengemeinde sind keine dramatischen Operndiven. Die vier Mädchen Jule, Mia, Hanna und Anna können gut singen, nur mit der Lautstärke kamen sie kaum gegen die Geräuschkulisse an. Erst nachdem Bürgermeister Andreas Zimmermann (parteilos) energisch um Ruhe gebeten hatte, kam das Lied vom „Stern über Bethlehem“ gut intoniert im Saal an.

Wenn ihre Gemeinde ruft, kommen die Ahrensböker. Beim Neujahrsempfang gab es ein volles Bürgerhaus. Da wurde geschnackt und erzählt. So viel, dass sich die Redner und Sänger vorne auf der Bühne manchmal erst Gehör verschaffen mussten. Zumal zarte Stimmen dabei waren.

Was den Mädchen fehlte, hatten die Redner: ein Mikrophon. Zunächst gab Bürgervorsteher Hans-Joachim Dockweiler (CDU) einen Rückblick auf 2017, das ein gutes Jahr für den öffentlichen politischen Raum gewesen sei. Selbst die leidigen Finanzen hätten sich gut entwickelt. Aber offenbar noch nicht gut genug für Ahrensbök.

Im Ausblick stellte Zimmermann fest: „Es bewegt sich etwas in unserer Gemeinde.“ Im gerade begonnen Jahr seien wichtige Entscheidungen zu treffen, aber: „Große Sprünge werden wir uns 2018 nicht leisten können.“ Noch gebe es im Verwaltungshaushalt eine Deckungslücke von 560000 Euro, weshalb der „bedauerliche Weg der Erhöhung von Gebühren und Steuern“ nicht zu vermeiden sei.

Bei einem für viele Ahrensböker wichtigen Thema konnte Zimmermann wenig Konkretes sagen. „Bis Ende 2019 wird der Glasfaserausbau auch in Ahrensbök abgeschlossen sein. Ich hoffe natürlich, dass es bei uns schneller geht.“ Eindeutiger wurde es beim Dauerthema Lebatzer Kiesgruben. „Die Deponie ist noch lange nicht vom Tisch.“ Jedoch habe der Kreis das Gebiet unter Schutz gestellt. In einem weiten Rundumschlag sprach Zimmermann von der Sanierung der Arnesbokenhalle, selbstbestimmtem Wohnen und Bauflächen und der Bürgerbeteiligung für bessere Infrastruktur im Ort. Alles Themen, die 2018 auf der Agenda stehen.

Der Neujahrsempfang ist immer eine Gelegenheit, verdiente Einwohner zu ehren. Der Bürgerpreis 2017 geht an den Partnerschaftsverein Ahrensbök-Gramenz/Grzmiaca. Der Verein habe seit 25 Jahren mit seiner Pionierarbeit eine Brücke nach Polen geschlagen, heißt es in der Laudatio. Als erfolgreiche Sportler wurden Matthias Haß (Judo) und Dana Jörgensen (Fußball/37 Tore) geehrt.

sas

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