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Ostholstein Ahrensböker wollen ins Förderprogramm
Lokales Ostholstein Ahrensböker wollen ins Förderprogramm
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20:25 16.06.2017
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Ahrensbök

Ehrgeizige Ziele hat Ahrensbök ins Auge gefasst: Das bescheinigte Sabine Kling vom Landesinnenministerium jetzt der Gemeinde. Die Leiterin des Referats für Städtebauförderung nahm an einer gemeinsamen Sitzung von Haupt-, Bau- und Planungsausschuss teil, um dort ein Förderprogramm vorzustellen, von dem auch „ländliche Zentralorte“ profitieren. Die Vertreter der Ausschüsse stimmten im Anschluss dafür, Fördermittel zu beantragen. Dazu hatte das Innenministerium mehrere Kommunen quasi aufgefordert.

Damit machten sie den Weg frei für Investitionen, die sich auf 15 Millionen Euro summieren können.

„Mit diesem Programm werden keine Einzelprojekte gefördert, sondern eine Gebietsentwicklung“, erklärte Sabine Kling. Das Augenmerk liege dabei zum einen auf der Daseinsvorsorge – also auf Einrichtungen der Gemeinde für die kulturelle, soziale und verwaltungstechnische Versorgung. Zum anderen sollen „städtebauliche Missstände“

beseitigt werden, es gibt also Fördermittel beispielsweise für Straßensanierungen oder die Sanierung einer Sporthalle. Letzteres ist für Ahrensbök besonders reizvoll, steht doch mit der Arnesbokenhalle ein Millionenprojekt an.

Die Förderung funktioniert dabei nach dem „Drittel“-Prinzip: Ein Drittel der jeweiligen Investitionsmaßnahme bringt die Kommune selbst auf, ein Drittel kommt vom Bund und ein Drittel vom Förderprogramm des Landes. Unkompliziert ist die Thematik nicht. „Das Verfahren ist bürokratisch“, räumte Sabine Kling ein. „Aber wenn man es verstanden hat, kann es sehr hilfreich sein.“ Meint in diesem Fall: Wenn Ahrensbök seinen „Strauß von Maßnahmen“ mit Investitionen von 15 Millionen über mehrere Jahre umsetzt, fließen dafür fünf Millionen Euro vom Bund und fünf Millionen Euro vom Land.

Sowie fünf Millionen von der Gemeinde selbst, was zu einem kurzen Disput zwischen dem FWG-Abgeordneten Carsten Wulf und Bürgermeister Andreas Zimmermann (parteilos) führte. Wulf gab zu bedenken, dass das Geld eben für den „Zentralort“ vorgesehen ist. „Was bleibt für die Dörfer?“, fragte er nach. Er wehre sich gegen eine „Spaltung von Zentrum und Dörfern“, hielt Zimmermann dem entgegen. „Lassen Sie uns dieses Projekt jetzt nicht zerreden“, appellierte er an die Ausschuss-Mitglieder.

Diese votierten einstimmig dafür, die Fördermittel zu beantragen. Damit haben sie allen Grund, optimistisch zu sein. „Wer aufgefordert wird, den Antrag zu stellen, wird auch ins Programm aufgenommen“, sagte Sabine Kling.

latz

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